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Finally We Are No One

Mum Audio CD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (20. Mai 2002)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Fat Cat (Indigo)
  • ASIN: B0000668TI
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 215.901 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Sleep / Swim
2. Green Grass Of Tunnel
3. We Have A Map Of The Piano
4. Don't Be Afraid, You Have Just Got Your Eyes Closed
5. Behind The Hills...A Swimmingpool
6. K / Half Noise
7. Now There Is That Fear Again
8. Faraway Swimmingpool
9. I Can't Feel My Hand Any More, It's Allright, Sleep Still
10. Finally We Are No One
11. The Land Between Solar Systems

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Múm lebt in einer verzauberten Welt. Finally We Are No One entstand in einem entlegenen isländischen Leuchtturm und ist ein Elektronikalbum, das verschwommene, vage Erinnerungen an die Kindheit herauf beschwört, die zugleich bezaubernde und Furcht erregende Wirkung erzielen. Die Vergleiche, die sich aufdrängen, sind Boards Of Canada und die ebenfalls aus Island stammende Björk. Aber schon wie bei ihrem wunderbaren Debüt, Yesterday Was Dramatic, Today Is OK, macht Múm eine Musik, die viel zu originell ist, um allzu leichtfertig in Schubladen zu landen.

So ist das Summen analoger Keyboards gleichzeitig mit gedämpften digitalen Einschüben zu hören und ebenso richtige Instrumente -- Akkordeons, Celli, Melodicas -- flattern bei diesem Mix ein und aus. Es entsteht der Eindruck einer modernen Form von Folkmusic. Sie ist sanft, vermittelt fast schon feenhafte Eindrücke, aber das Quartett (zu dem auch die beiden Zwillingsschwestern gehören, die auf dem Cover von Belle & Sebastians Fold Your Hands Child, You Walk Like A Peasant auftauchten) schlittert niemals in gefällige, nur stimmungsvolle Musik. Stattdessen wirken die elf Stücke wie Auszüge aus einem besonders lebhaften Traumjournal, insbesondere wenn die Valtysdóttir Schwestern bei diesem besonderen Schlaflied "The Land Between Solar Systems" auf ihre so seltsam gurgelnde, kindliche Weise singen. Ein Album, das die Sehnsucht nach schemenhaften Kindheitserlebnissen weckt, die einem schon gar nicht mehr bewusst waren. --John Mulvey

Rezension

Kleine Insel, große Bands. Die Sensation der letzten Saison hieß Sigur Rós. Mit Múm hat Island ein weiteres, heißes Eisen im Feuer. Gunnar Örn Tynes machte anfangs "old-school hardcore music" auf seinem Amiga, Kollege Örvar Flórejarson entlockte dem ersten Computer faszinierende Bleeps. Dass sie heute keine seelenlose Laptop-Musik machen, lag an der Begegnung mit den Zwillingen Gyda und Kristín Anna Valtysdóttir. Die brachten nicht nur zwei schöne Stimmen zu Múm. Während es im Untergrund klappert, gurgelt, zischt und blubbert, tanzen Cello, Akkordeon, Melodica und Glockenspiel über diese mal statischen, mal hypnotischen groovenden, elektronischen Klangteppiche. Und darüber schwebt der bezaubernde Gesang. Analoge und digitale Klangwelten finden hier spielerisch und souverän zusammen.

© ; HIFI-Text - Detlef Kinsler -- HIFI TEST (04/02)

Manchmal tun Musiker das Unerwartete und lösen doch Erwartungshaltungen ein. Befragt nach der veränderten Charakteristik des Sounds auf seinem neuen Album, antwortete Örvar Smárason von der Band Múm jedenfalls in eher unkonventionellen Metaphern: "It used to be all libraries and kids on bikes in the sun, but now the sound has melted into a valley with wooden electronic apparatuses in the middle and a tunnel.' Die zunächst durchaus erstaunliche Auskunft relativiert sich hingegen schnell durch die Zusatzinformation, dass es sich hier um eine isländische Band handelt. Denn in Island wird Normalität anders buchstabiert. Nach jüngsten Umfragen glauben dort 54,4 Prozent der Bewohner an die Existenz von Elfen, und normalerweise recht vernünftige Menschen beginnen allerorten schon mal über die Klänge von Geysiren und rauschenden Wasserfällen zu fabulieren, weil sie so fasziniert von der obskuren Geheimsprache sind, in der Sigur Rós ihre Lieder hauchen. Natürlich ist das etwas polemisch umschrieben. Und auch ungerecht. Schließlich haben Múm einen wirklich erhabenen Fluss dichter und zugleich lichter Musik aus der Abgelegenheit einer isländischen Bucht in die Welt entlassen. Oder viel besser: Mit den Mitteln hölzerner elektronischer Apparaturen, welche die Differenzen zwischen einem Cello, einem Glockenspiel und programmierten Klängen weich zeichnen, geben die Isländer der Welt das Gefühl ihrer eigenen Abgelegenheit zurück. Die Songs lösen sich während des Spielens in ätherische Gase auf, die weibliche Gesangsstimme zeugt in ihrem Schwebezustand von der Ankunft an Nicht-Orten, wo sie scheinbar von den Notwendigkeiten der Existenz befreit ist. Der Titel "Finally We Are No One' bezeichnet somit eine anzustrebende Finalität: das Entweichen, das sanfte Verflüchtigen. Allerdings findet das Entrücken auf einem der bürgerlichen Kultur nicht gerade unbekannten Terrain statt. Äußerungen der Band zufolge vollzieht und begleitet ihre Musik nämlich unergründliche Bewegungen der Innerlichkeit. Der Klang produziert imaginäre Filme und initiiert die Suche nach verlorenen Gefühlen und wiederzufindender Zeit. Da ist es vielleicht interessant zu erfahren, dass Island erst mit der Romantik für Europäer als Reiseziel attraktiv wurde. In einem Moment also, in dem die bürgerliche Kultur eine Wendung nach Innen vollzog und sich selbst als bürgerliche Kultur unheimlich wurde.

Sven Opitz / Intro - Musik & so
mehr unter www.intro.de -- INTRO


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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wartezeit hat sich gelohnt... 12. Juni 2002
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Múm schaffen es mit ihren eigenwilligen Arrangements, ihrer warmen elektronischen Instrumentierung und einer zauberhaften Stimme, die oftmals an „Stina Nordenstam" erinnert (Green Grass Of Tunnel), eigenwillige Soundlandschaften zu erzeugen, die sowohl zum Entspannen einladen, als auch zum bewussten Hören geschaffen sind. Zuweilen hat man den Eindruck die Musik würde sich bestens als Film-Soundtrack eignen (I Can't Feel My Hand Any More,It's Allright,Sleep Still). Instrumente wie Akkordeon, Glockenspiel, Gitarre, Bass und Cello setzten Akzente und tragen sehr zu der Vielseitigkeit der 2. regulären Múm Veröffentlichung bei. Großartige Tracks, sehr zu Empfehlen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Progressive Eletronik mit Folkloere-Einflüssen 23. August 2002
Format:Audio CD
Was Múm mit dieser Platte vollbracht haben, lässt sich kaum in Worte fassen! 'Sleep-Swim', der warme Opener lädt zunächst mal zum expliziten Hinhören ein, woraufhin 'Green Grass Of Tunnel' durch seine herausragende Melodie schon den ersten Ohrwurm beschert. Diese Platte wächst. Sie wächst sich einem buchstäblich ans Ohr, wenn man sie erst einmal zu schätzen weiß.
"We have a map on the piano" und das absolut fantastische "I can't feel my hand any more, it's allright, sleep still" sind die besten Beweise dafür. Ein Album, das beim konventionellen Musikliebhaber als auch beim Elektro-Fan in Plattenschrank stehen muss!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frischer Wind aus Wien 7. Januar 2001
Format:Audio CD
Wer genug hat von jenen allzu chilligen Trip Hop - Kompilationen, die in der letzten Zeit erschienen sind, sollte unbedingt dieser CD Gehör schenken. Zwar erinnert die Musik des österreichischen Duos in einigen ruhigeren Momenten an den bekannten Vienna Sound, doch verbinden die zwei Musiker diesen auf geschickte Weise mit ausgeklügelten Breakbeats. Für einige Hörer bedarf es eventuell etwas Geduld, ehe sie sich mit der CD angefreundet haben, aber dafür ist sie dann ein umso größerer Hörgenuß!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen another pearl from Island 18. Dezember 2002
Format:Audio CD
I can't tell you much about this band, I only just discovered them by chance a couple of days ago. I only know they are from Island, home of some other of todays music greats like Björk and Sigur Rós.
I can tell you though why I love this cd, and that is what I am just about to do...
This is music that is going to nest itself inside your cells, it will remain in your memory and build a soundtrack for different situations and periods of your life. It is big leap from the music we are force fed from Radio or Tv, which is listened and forgotten as soon as the new thing comes on.
This is Music you need to take your time for. It is slow paced, it is full of silences and notes that were never played. I suggest you to take it in while laying on your sofa, dimmed lights on, listen to your breathing mingle with the sounds and become part of the music. Enjoy!
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