Kurzbeschreibung
Hast Du Dich jemals gefragt, welches Lied auf Deiner eigenen Beerdigung gespielt werden soll? Oder: Welches Lied Du bei Deinen letzten Atemzügen hören willst? Vielleicht nicht. Aber wenn man einmal auf das Thema gestoßen ist, lässt es sich kaum mehr ignorieren. Denn Musik verbindet uns mit dem Unendlichen. Und unser Musikgeschmack definiert unsere Identität.
Get Physical Music präsentiert in seinem neuesten CD-Release Final Song 13 mutige Künstler, die ihre ganz persönliche Antwort auf diese letzte Frage geben. 13 Final Songs , die einem nahe gehen. Oder einen erheben. Oder einen aufheitern. Oder einem die Schönheit des Lebens vor Augen führen. Oder seine Endlichkeit. In jedem Falle: 13 sehr besondere Tracks deren Stimmung unterschiedlicher nicht sein kann. Von klassischen Pianostücken und Ambient tracks, über Songwriter, Rock und Popsongs bis zu Club- und Disconummern.
Eine Auswahl von Coldcut, Gilles Peterson, Kevin Saunderson, Laurent Garnier, DJ Hell, DJ T., Chloé, Storm, David Holmes, Ewan Pearson, François K , Ricardo Villalobos und Richard Hawtin findet sich auf der ersten Ausgabe der "Final Song" Reihe. Tipp!
Eine Novemberidee, keine Frage. Doch sie ist zu gut, um sie nicht noch umzusetzen - und zwar einem Sampler mit lauter Stücken, die sich Künstler für die Beerdigung wünschen. Laurent Garnier erwählt Radioheads gespenstische Beschwörung "Sit down stand up" und signalisiert damit eine gewisse Sympathie für Lazarus. Auch DJ Hell gibt sich melancholisch-optimistisch mit dem Stranglers-Song "Golden brown" (wobei der Bandname vielleicht doch zu makaber ist). Konsequent hingegen Coldcut: Brian Enos "An Ending (Ascent)" beschönigt im Titel nichts, schwelgt aber dafür in kathedraler Schönheit. Die Hoffnung stirbt halt stets zuletzt. Vertreten sind auch Peggy Lee ("Is that all there is?"), Beach Boys ("'Til I die") oder Satie ("1. Gymnopédie"). Auffällig: Alle Befragten (außer Kevin Saunderson mit Cerrones Discoepos "Supernature") setzen auf leise Töne, niemand lässt wütend wettern gegen die Unzumutbarkeit des Todes. Und Chloé sind die einzigen, die im Sarg ein eigenes Stück "hören" wollen. Manko: Es wurden nur DJs und Elektroniker befragt, Popstars fehlen. Was wünschte sich wohl Amy Winehouse - die Dealersehnsucht "I'm waiting for my Man" ...? (mw)