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Final Extension
 
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Final Extension

Andromeda Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Audio CD (15. November 2004)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: New Hawen (SPV)
  • ASIN: B0006B0QJ8
  • Weitere Ausgaben: Audio CD
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.194 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. The Words Unspoken
2. Crescendo Of Thoughts
3. In The Deepest Of Waters
4. Starshotter Supreme
5. Chameleon Carneval
6. Extension Of The Wish
7. Arch Angel
8. Journey Of Polysperic Experience
9. Eclipse

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Boris Theobald TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
„Final Extension" ist die Neuauflage von Andromedas Debütalbum „Extension of the Wish" von 2001, dieses Mal komplett vom inzwischen etatmäßigen Sänger David Fremberg eingesungen und mit einem neuen Mix ausgestattet, der tatsächlich u.a. einige Double Bass- Stellen sehr viel markanter zur Geltung bringt als das in der Erstveröffentlichung der Fall war.
Da Fremberg durchaus als begnadetes Stimmwunder zu bezeichnen ist, hat sich die neue Aufnahme der Vocals- Spuren allemal gelohnt und veredelt das instrumental ohnehin bereits erhabene Album zu einem absoluten Must-Have. Bevor sich die Schweden mit Fremberg verstärkten, übernahm 2001 Ex- Darkane- Stimme Lawrence Mackrory kurzfristig den Part des Session- Sängers. Dessen Vocals waren okay; aber Frembergs in allen Lagen und Emotionen sagenhaft ausdrucksstarke Stimme macht Andromeda noch mal ein Stück weit einzigartiger - jeder Besitzer des Nachfolgealbums „II=I" weiß das.

„Extension of the Wish - Final Extension" bietet alles, was der Prog Metal- Junkie für die einsame Insel braucht. Wer auf Dream Theater, Fates Warning, Symphony X und Vanden Plas steht, der muss außer dem wunderbaren zweiten Album „II=I" nun auch dieses besitzen.
Anspruchsvolle, ständig wechselnde Rhythmen, komplexe Strukturen, großartige Soli und Doppelsoli von Gitarre und Keyboards (wie im Instrumentalstück CHAMELEON CARNEVAL), Läufe, Breaks, Verzögerungen, Tempowechsel...
Eine ausgeprägte Abneigung gegen längere und verfrickelte Instrumentalpassagen sollte nicht vorhanden sein. Denn „Extension of the Wish" ist nicht so leicht zugänglich wie „II=I". Und selbst wenn ein Song wie der Opener THE WORDS UNSPOKEN eigentlich eine Strophe- Bridge - Refrain- Struktur aufweist, besteht der Instrumentalanteil nicht bloß aus einem Gitarrensolo, sondern aus aufwändig ineinander verschachtelten Strukturen voller Variation und dynamischer Entwicklung.
Während CRESCENDO OF THOUGHTS streckenweise an Dream Theaters „Awake"- Album erinnert, startet das überragende 7-Minuten-Stück IN THE DEEPEST OF WATERS mit einem 2-minütigen Intro, das schon 2001 klingt wie „Train of Thought" 2003: genialste technische Kabinettstückchen und dabei vom Härtegrad her voll auf die Zwölf. Die Gesamtstruktur des Songs ist ein Beweis für das intelligente Songwriting: ein herrliches Intro, nach einem Gesangspart ein prachtvolles Break, ein furioses Solo und ein anschließendes Feuerwerk aus Instrumentalpassagen, bei dem niemals ein Instrument dauerhaft in den Hintergrund tritt und man als Hörer zu keinem Zeitpunkt wirklich erraten kann, was als nächstes kommt. Die Gesangsparts sind ein Beweis für die intelligente Umsetzung der Musik; keine Strophe wird einfach wiederholt, sondern stets mit neuen Elementen variiert, seien es gedoppelte Vocals, ein neuer Drive in den Drums oder zusätzliche Keyboards. Sänger David Fremberg beweist seine Klasse, wenn er am Ende des Breaks von einem in den nächsten Ton vom lyrisch zarten Gesang wieder in expressive Power übergeht. Und Variationen gegenüber den ursprünglichen Gesangsspuren hat er sich auch erlaubt: eine der stärksten Stellen des Albums ist die, wenn er nach Ende des langes Instrumentalparts eine Oktave höher ansetzt als zu Beginn des Songs.
Der Titelsong EXTENSION OF THE WISH erinnert mit ausgeklügelten Clean Guitar- Stellen und getragenen Gitarrenmelodien zeitweise an Fates Warning zur „Inside Out"- Zeit. Zwischen den starken Powerrefrains laden Andromeda zu einer instrumentalen Reise durch zauberhafte, ineinander verschachtelte Themenvariationen ein. ARCH ANGEL besticht als kleines Epos und entwickelt sich von einem langen Intro durch getragene, sphärische Atmosphären mit Clean Guitar und lyrischem Gesang bis hin zum kraftvollen Double Bass- Ausklang.

Die Klasse der Bonustracks steht denen der übrigen Songs in nichts nach; diese verströmen aber schon eine andere Atmosphäre, obwohl sie auch schon im August 2001 entstanden. Sie tragen schon die Handschrift von David Fremberg, der als Songwriter mit Hand angelegt hat. Das rhythmisch wunderbar komplexe JOURNEY OF POLYSPHERIC EXPERIENCE mit seinen grandiosen Melodielinien erklärt sich durch den Titel fast von selbst. Und ECLIPSE ist als anspruchsvolle Powerballade ein beinahe 7-minütiger Schaulauf von Frembergs Weltklasse-Stimme.

Andromeda sind ein bisschen von allem, was gut ist: tolle Dream Theater- würdige Reisen durch instrumentale Gefilde bei authentischem Metal, dabei mitreißende Strophen sowie Brecherrefrains wie bei Symphony X, rhythmisch komplex wie Fates Warning zu „Awaken The Guardian"- Zeiten, ausgestattet mit sensationellen Instrumentalisten und einem markanten Sänger, der den Vergleich mit einem Russel Allen nicht scheuen muss. Doch so gut jeder Vergleich ist, um die Musik Andromedas den Feinschmeckern unter den Prog Metal- Fans schmackhaft zu machen, so sehr ist auch festzustellen, dass die Band niemals alle Erwartungen, Klischees und Kopiervorlagen (die für die herausragenden Techniker kein Problem darstellen dürften) 1:1 erfüllt, sondern sich stets an einem Punkt von vorgefertigten Wegen ablöst und eigene beschreitet. Genau diese Individualität wird mit dem zweiten Album, dem außergewöhnlichen „II=I", weiter perfektioniert.

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