Man man man, was war das wieder für ein Genuss, den jungen Damen und Herren im mittlerweile fünften Teil beim Ableben zuzusehen. Ich mein, wie oft wartet man in einem Film schon sehnsüchtig auf den Tod eines Protagonisten. Das kann wohl nur >>Final Destination<< so richtig von sich behaupten. Oft lag das schlicht und ergreifend an den coolen Ideen der Macher, wie sie die Charaktere um die Ecke zu bringen wissen. Hin und wieder lag es aber auch einfach nur, zumindest in den letzten drei Teilen des öfteren, am Cast selbst, der teilweise so dermaßen schlecht war, das man sich danach sehnte nicht noch eine Szene mit ihnen erleben zu müssen.
Bei Teil 5 ist Gott sei Dank ersteres der Fall, denn >>Final Desination 5<< ist in meinen Augen der bis dato beste Teil der Reihe...und das mit Abstand. Er ist wirklich verdammt cool inszeniert, bei weitem nicht mehr so verblödend wie seine Vorgänger, und das wichtigste, er macht einfach von Anfang bis Ende Spaß und das aus folgenden Gründen. Zum einen ist es natürlich das, wofür man sich diesen Streifen hier an sieht, genau...das Sterben. Das steht auch in Teil 5 wie zu erwarten war wieder an oberster Stelle. Die Art und Weise wie alle Anwesenden nach und nach ihre rote Suppe über den Bildschirm vergießen ist natürlich wieder mega brutal inszeniert, aber vor allem auch super gut gemacht und in Punkto: Einfallsreichtum, erneut kaum zu toppen. Die Effekte spielen durch die Bank weg in der obersten Liga und sorgen nicht nur einmal dafür, das sich der eigene Magen ordentlich zusammen zieht, da alles so verblüffend echt ausschaut. Die Ideen sind selbstverständlich auch im fünften Ableger wieder mal mehr und mal weniger nachvollziehbar aber hey, das hier soll unterhalten und das tut es.
Ein weiterer Punkt dafür dass das hier endlich mal wieder richtig gut funktioniert ist der ordentliche Cast. Viel das schauspielerische Talent ab dem zweiten Teil immer weiter auf eine Ebene, auf der man getrost auf das Blut hätte verzichten können, da die Darsteller und ihre Leistung schon Horror genug waren, ist das hier zum Glück wieder das genaue Gegenteil geworden. Nicht das hier jemand jetzt eine orcarreife-Darstellung erwartet, nein das nun nicht, aber, hier dominieren einfach stink normale junge Darsteller, die eine runde Performance abliefern, das Schlachtfeld. Keine dämlichen Models mit aufgeblasenen ***, keine super coolen Playboys und das beste, keine dummen Dialoge bei denen man Brechreiz bekommt. Nein das hier bewegt sich auf einem soliden Level und das ganze unnötige Gedöns der Vorgänger wurde über Bord geworfen, was diesem Spektakel hier verdammt gut tut.
Die Story reißt sich natürlich auch in Teil 5 kein Bein aus, erfüllt aber das übliche Schema und dient mal wieder gut als Bindeglied zwischen den ganzen Blutfontenen, Körperteilen und Knochen die man so zu Gesicht bekommt.
BILD & SOUND:
Bild-und Tontechnisch ist das hier genau so positiv wie der Film selbst. Die Optik spielt in der gehobenen Klasse und ist stets scharf und farb-bzw. kontrastreich - keine Körnchenbildung. Der Ton liegt in DD 5.1 vor und ist über die gesamte Laufzeit sauber abgemischt, hier gab es nichts zu beanstanden.
SPRACHEN:
DD 5.1: Deutsch, Italienisch, Französisch, Spanisch
DTS-HD 5.1: Englisch
UNTERTITEL:
Französisch, Schwedisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Niederländisch, Isländisch, Kantonesisch
FAZIT:
Wer die ersten vier Teile schon gut fand, der wird hier sowieso zuschlagen. Wer sich allerdings wie ich seit Teil 2 immer weiter vom Final Destination-Franchise entfernt hat, sollte hier unbedingt wieder einen Blick riskieren, denn es lohnt sich wirklich. Ursprünglich hatte ich im übrigen vier Sterne eingeplant, allerdings musste ich nachdem ich das Ende sah, noch einen oben drauf packen, denn das Finale hier war richtig gut.