Was bei „Final Destination 2" schon nach den ersten 15 Minuten gravierend auffällt - dieser Film ist weitaus blutiger und brutaler als der erste Teil. Die Geschichte ist natürlich ganz genau dieselbe wie in Teil 1. Doch trotzdem haben es die Autoren geschafft, die Story des 2. Teils um einiges komplexer zu gestalten, damit dem Zuschauer das Gefühl gegeben wird, dass es doch irgendwie was Neues ist.
Kimberly möchte mit ihren Freunden in Urlaub fahren, hat eine Vision, dass sie alle in einem furchtbaren Verkehrsunfall sterben werden, diese Version rettet ihr das Leben, und allen anderen, die in den Unfall verwickelt worden wären. Doch damit ist es noch lange nicht vorbei. Alle Überlenden sterben nach und nach, da der Tod sein Muster erfüllen will. Kimberly weiß von den Vorkommnissen des Flugs 180, dem Flug, den Alex Browning und ein paar seiner Mitschüler vor genau einem Jahr nicht angetreten haben, was ihnen eigentlich das Leben retten sollte. Doch Kimberly weiß auch, was danach mit allen Überlebenden geschah. Und sie weiß, dass Clear die einzige Überlebende der „Nachwirkungen" ist. Sie nimmt Kontakt zu ihr auf, und jetzt kommt das Geniale: bald stellen sie fest, dass alle Beteiligten der neuen „Vorsehung" in Verbindung stehen zu den Opfern vor einem Jahr. Mehr möchte ich nicht verraten. Aber eins ist Clear und Kimberly klar - von der Todesliste kann man nicht ganz so leicht abspringen, wie man es gerne hätte. Und so tun sie sich zusammen um den Tod (erneut) zu überlisten. Ob es klappt oder nicht...tja, seht euch den Film an, und ihr werdet es merken.
Also wie gesagt - dieser Teil widmet sich weitaus intensiver den Splatter-Elementen als der Vorgänger. So was ist natürlich immer Geschmackssache, aber ich muss sagen, für diesen Film war das genau richtig und angebracht. Mich hat die FSK 16 schon gewundert, denn abgetrennte Körperteile, herausquellende Gedärme und Blutspritzen en masse stehen bei dieser Geschichte an der Tagesordnung. Allerdings sollte man nun nicht fälschlicherweise annehmen, dass das im Vordergrund stehen würde. Es geht nicht um endlose Schlachtszenen und Blut, die Story ist hier schon der Teil, auf den man sich dann doch konzentriert. Und wenn man mal genau überlegt - die Geschichte von Final Destination und der Fortsetzung ist GANZ schön krass. Wie oft ist man selbst dem Tod evtl. schon von der Schippe gesprungen, und weiß es nicht mal? Vielleicht sogar gerade gestern, und nun will der Tod seinen Plan vollenden...ist dieser Gedanke nicht ziemlich beängstigend? Ich zumindest habe mir solche Fragen ganz automatisch gestellt...aber es ist genau wie mit der „was wäre wenn"-Frage: wenn man zu intensiv drüber nachdenkt, dreht man irgendwann durch. Also am besten gar nicht erst damit anfangen ;-) Eigentlich wollte ich damit auch nur sagen, dass die Geschichte mindestens genauso fesselt, wie die Splatterszenen schocken!! Somit ist eine perfekte Kombination gelungen, und kaum ein anderer Horrorfilm hat mich so rundum zufrieden gestellt wie „Final Destination 2". Was im ersten Teil eine absolut geniale und neue Idee war, wurde im Nachfolger sogar noch mehr perfektioniert und noch komplexer gestaltet. Also absolute Kaufempfehlung!! Und auch Suchtgefahr, denn bei einem Mal ansehen wird es bestimmt nicht bleiben!!!