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Dem Ensemble, dem im Übrigen nur klassisch ausgebildete Künstler angehören, geht es weniger um wissenschaftlich belegte authentische Aufführungspraxis. Mittelalterliche Quellen werden bei den Musikern höchstens als Impuls gesehen, die Freude am Musizieren ist bei weitem wichtiger. Für ihre jüngste Aufnahme fin amor ließen sie sich von der keltischen Liebesdichtung und den bretonischen Tänzen inspirieren. Sehnsüchtige Liebeslieder wechseln ab mit komplex arrangierten Instrumentalstücken: Ein lebhafter Klangcocktail aus verschiedensten musikalischen Traditionen ensteht, in dem das originale farbige Instrumentarium des Mittelalters zum Einsatz kommt. Wer weiß heute schon, wie ein Organistrum, die große Form der mittelalterlichen Drehleier, oder ein Portativ, eine Fidel oder eine Schalmei klingen? Das Ensemble macht es vor und entführt den Hörer in eine magische exotische Klangwelt. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Sängerin Syrah, eigentlich Sigrid Hansen, deren charismatische Ausstrahlung und schillernde Stimme von unwiderstehlichem Zauber ist. --Teresa Pieschacón Raphael
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Interessante Weiterentwicklung!,
Rezension bezieht sich auf: Fin Amor (Audio CD)
Estampie werden nicht müde, neues Terrain zu erkunden. Wer sich gefragt haben sollte, was nach dem überwältigend schönen Album "Ondas" eigentlich noch kommen sollte, "Fin Amor" gibt die Antwort: etwas anderes! Keine Rückentwicklung, keine Stagnation, sondern eine Erforschung neuer stilistischer Bereiche, insbesondere der keltischen Folklore (und zwar der echten! nicht des Celtic-Pop-Gesäusel aus der Film- und Fernsehwerbung!), u.a. ermöglicht durch die neu hinzugekommene Harfenistin im Ensemble. Besonders deutlich werden diese keltischen Einflüsse in dem herben Instrumental "Hanter dro", in dem getragenen, an Enya erinnernden "Summerwunne" und nicht zuletzt im Titelstück, das von Loreena McKennitt stammen könnte. Aber auch "alteingesessene" Estampie-Fans kommen auf ihre Kosten, z.B. beim Eingangsstück mit mehrstimmigen Frauengesang über Percussionsteppich, bei dem eher derben "Exiit diluculo" (eine ebenfalls interessante Fassung hiervon findet sich übrigens auf dem Album "Troubadours, Trouvères, Minnesänger" des "Ensembles für frühe Musik Augsburg", in das jeder Estampie-Möger zumindest auch einmal reinhören sollte!), bei "a la fontana", wo rauer Männerchor aufs reizvollste Syrahs schwebenden Sopran einrahmt und nicht zuletzt dem Wessobrunner Gebet aus dem 9. Jh. Weitere Höhepunkte sind das tändelnde "Bluomenrot" und nicht zuletzt das nach einem verhaltenen Intro richtig swingende "floret silva", das man noch vor sich hin summt, wenn die CD schon längst verklungen ist. Besser geht's nicht. Estampie wäre der Erfolg zu gönnen, den Pseudo-Mittelalterbands wie Corvus Corax oder Salatio Mortis mit ihrem Einheitsgedudel und gleichförmigen Beats "dank" des Mittelalterbooms heute leider verbuchen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
brilliante Reinterpretation mitteralterlicher Musik,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fin Amor (Audio CD)
Meiner Meinung nach erreicht "Fin Amor" nahezu die Qualität von "Ondas".Seitdem ich "Ondas" gekauft habe, bin ich ein Estampie-Fan. Um die Qualität von Estampie beurteilen zu können, sollte man ein Mal die beiden Versionen von "Non e gran cousa" hier bei Amazon vergleichen, und zwar in der Interpretation von Estampie in der "Signum"-CD und in der Interpretation des "Ensemble für frühe Musik Augsburg" in der "Camino de Santiago"-CD. Selbst in der geringeren Amazon-Qualität (das Original klingt deutlich besser) gefällt mir die Estampie-Version sehr viel besser. Für meinen Geschmack ist die Augsburger Version ist eine typisch akademische Nachempfindung, während Estampie eine künstlerische Version liefert. Zur Beurteilung meiner Einschätzung Ihrerseits bewerte ich hier die vier Alben, die ich gekauft habe: "Kreuzritter" von 1996 liefert nach meiner Auffassung sehr viel weniger brilliante Stücke (nähmlich nur "Maugrez touz sainz") als "Ondas" (2000) ("Reis Glorios", "Disse Mi", "O Fortuna", "EstampieV", "Voi ch'amate"), "Fin Amor" (2002) ("Hanter dro", "Sancte Sator", "Fin Amor", "Wessobrunner Gebet") oder "Signum" (2004) ("A voi gente", "Sine nomine", "Non e gran cousa", "Bona condit"). Ich bevorzuge etwas mehr die Rhythmusbetonten Titel. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mittelalterliche poetische Musik,
Rezension bezieht sich auf: Fin Amor (Audio CD)
Das ist mittelalterliche Musik authentisch dargestellt auf hohem klanglichen Niveau der heutigen Zeit. Diese Musik berührt mich sehr, schon allein dieser Gesang trägt einen weit fort und zeigt Bilder einer alten Welt fern von dieser. Getragene und rhytmische Stücke wechseln ab und sind für meine Ohren gelungene Interpretationen mit alten Musikinstrumenten von Texten aus dem zumeist 13. Jahrhundert. Vergleichbar mit dem Album "Ondas"! Da sollte man unbedingt reinhören!
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