Die Euphorie der 5* Rezensenten vermag ich nicht nachzuvollziehen:
Das Lektorat von Schüren muss gerade von Praktikanten besetzt gewesen sein, als die redundanzstrotzenden, umständlichen Wortanhäufungen von Frau Bienk durchgewunken wurden:
"Filmanalyse ist im Sinne des eingangs bereits ausgeführte Bewußtmachung des 'kritischen Blicks' keine Beschäftigung filmbegeisteter Fans, auch keine allein der Filmkunst oder der Filmindustrie dienliche Feststellung über den rechten Gebrauch der filmkünstlerischen Mittel. Sie dient vielmehr...."
Seite 15 Abs2 Satz 1
Welche/r Filmfan möchte sich durch solche -leider i m m e r wieder im Buch anzutreffenden- morastigen Wortgebilde durchwaten? Was haben Schüler/innen sich Zuschulde kommen lassen, um hiermit gequält zu werden?
Sehr schade das alles.
Die "hausbackenen" Beispiele in dem Buch finde ich dabei akzeptabel: Sie erleichtern evtl. ein "Zurechtfinden", ein "Verknüpfen" mit wahrscheinlich schon Bekanntem in der Erfahrungswelt der Leserschaft.
Die mitgelieferte DVD mag Qualitätsschwächen haben; sie macht aber in vielem etwas von dem Gut, was die Autorin zuvor textlich anrichtete. Die Aufgabentexte und die DVD selbst sind wesentlich besser als 90% des Buches.
Meine Tipps:
Von Aufgabe zu Aufgabe springen, die textlich verdaubaren Text der Lösungen und DVD nutzen.
Im Buch zumindest die ersten 30 Seiten rausreissen; ähnlich wie bei dem "Klub der toten Dichter".