Die Counting Crows gehören zu den Bands wie bespielsweise Weezer und Sonic Youth, mit denen ich aufgewachsen bin und die meinen Musikgeschmack bis heute hin prägen. Als ich mit 6 oder 7 Jahren zum ersten Mal "Recovering the Satellites" hörte, wusste ich genau, diese Musik wird mich immer begleiten, obwohl ich damals noch kein Wort verstand, über was sie eigentlich sangen. Kinder weinten bitterlich als die Spice Girls sich trennten, ich darüber das es wohl kein neues Counting Crows Album mehr geben würde. Das Best-Of hat mir dann wieder Mut gemacht, diese schönen Songs bis heute hin zu würdigen.
Es ist ein Best-Of von dem man einfach nur das Beste erwarten kann. Viele bekannte Songs wie "Mr. Jones", "American Girls", "A Long December" oder "Big Yellow Taxi", aber auch nicht zuviele, das es schon wieder mächtig wirkt. Früher eher im Hintergrund gehaltene Songs, "Einstein on the Beach" oder "Anna Begins", einer meiner Lieblingssongs, treten nach Vorne, Neuaufnahmen wie "Friend of a Devil" oder "She don't want nobody near" zeigen wiederum Vielseitigkeut und Mut ein Best-Of genauso aufzubauen. Meisterwerke der Textkunst, keine andere Band kann so schreiben, mit solch einer Wucht an Gefühlen und trotzdem einer Sanftheit und im anderen Augenblick wieder mit dieser Coolness. Ein perketes Zusammenspiel. Praktisch wie Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Noch heute bin ich froh, das die Counting Crows da waren, mich von dem Spektakel der Backstreet Boys abhielten, und doch ein wenig traurig, das man heute noch kaum von ihnen hört.
Anspielen möchte ich gerne noch auf Dashbord Confessional's "So long, so long", eingespielt mit Adam Duritz.
Ein wunderbar realistisches Träumen.