Götz Alsmann hat das unmögliche geschafft: Mit diesem Album stellt er das nahezu unschlagbare Meisterwerk 'Zuckersüß' weit in den Schatten. Während 'Ich liebe die Sonne, den Mond und die Sterne' noch stark an Titel wie das 'Vagantenlied' erinnert, swingt er mit 'Ich will nur ein bisschen' auf und davon. Spätestens ab 'Ahoi' ist es unmöglich ruhig im Sessel sitzen zu bleiben. Nun noch eine kurze, leicht melancholische Verschnaufpause und es gibt beim 'Jonathan-Boogie' kein Halten mehr. Die nun folgende Weltreise über das Land aus tausendundeiner Nacht Nordpol (an dem sich Götzi leider nie verlieben könnte) führt rasant an Damen mit dem 'gewissen Oh-la-la', deren zärtliche Lippen zu 'tausend Küssen' verleiten, vorbei. Vor einer jazzigen 'Blauen Stunde' bleibt es uns überlassen die Frage 'Bin ich nicht ein wunderschöner Mann?' - der sogar pfälzer Wein trinkt, obwohl er Wein gar nicht mag - zu beantworten. Wer nun aber meint sich nach einigen weiteren mitreißenden oder aber auch eher tragenden Glanzleistungen schon bei 'Winke, Winke' beim Mitwippen vollends verausgaben zu dürfen, der täuscht sich gewaltig, denn erst nach einem kurzweiligen 'Liebesglück' wünscht uns Götz Alsmann eine 'schlaflose Nacht', die wir am besten mit einem erneuten Genuß dieser fabelhaften Platte beginnen.