Kurzbeschreibung
Mit Enno Patalas, ehemals Leiter des Münchner Filmmuseums, erweckt Edgar Reitz eine imaginäre Kinemathek zum Leben, in der Film als Sieg der Phantasie über die Wirklichkeit gefeiert wird. Im großen Vorführsaal gibt sich die Elite des deutschen Films ein Stelldichein: Schreie und Trommelschläge Oskars ("Die Blechtrommel", 1979) eröffnen die Vorführung. Volker Schlöndorff stellt die Frage nach dem deutschen am deutschen Film und benennt eine radikale Haltung, bedeutungsschwere Filmsprache, ein gewisser Grad an Künstlichkeit und inhaltliche Dichte. Diese Charakteristika belegt er z.B. in den Filmen Fritz Langs ("Metropolis", 1926; "Der müde Tod", 1921; "M", 1931). Alexander Kluge ("Die Patrioten", 1977) arbeitet mit einem eher philosophischen Ansatz, den er mit Wim Wenders ("Paris, Texas", 1984) teilt. Letzterer stellt die Frage nach dem Ursprung des Mißtrauens zwischen deutschen Filmemachern und ihrem Publikum.