Pressestimmen
"Seit Mitte der siebziger Jahre greift der ambitionierte Dokumentarfilm häufig auf selbstreflexive Strategien zurück. Über die Aussage, dass Dokumentarfilme dann besonders aufklärerisch wirken, wenn sie ihre eigenen Konstruktionsprinzipien offenbarten, gingen die dazu angestellten Untersuchungen bislang allerdings kaum hinaus. Mit seinem Buch Filme über sich selbst - Strategien der Selbstreflexion im dokumentarischen Film zeigt Dr. F. T. Meyer nun anhand verschiedener Filmanalysen, dass die Selbstreflexion die kritische Strategie des Dokumentarfilms der Moderne und der Postmoderne darstellt." Stefan Otto: www.kino-zeit.de "Endlich ermöglicht mal eine Arbeit einen neuen Blick auf den dokumentarischen Film - in dem nicht nur die Frage nach einer vermeintlichen 'Authentizität' oder 'Genauigkeit' im Vordergrund steht -, denn gerade solche Konzepte stellen die genannten Filmemacher in Frage. Dass das Ergebnis nicht etwa eine postmoderne Beliebigkeit ist, sondern eben Formen eines politisch bewussten Filmemachens sein können, das belegen die oben genannten Beispiele eindrücklich - denn mit Vertov, Vigo, Marker, Farocki und Kluge hat F.T.Meyer einige der wichtigsten linken FilmemacherInnen versammelt. Gerade in der Linken wird leider viel zu wenig über Strategien der Selbstdarstellung reflektiert [...], insofern liefert Meyers Buch eine geeignete Inspirationsquelle für alle KulturarbeiterInnen. Im akademischen Kontext ist es darüber hinaus ein lang ersehnter, fundierter Beitrag zur Auseinandersetzung mit filmischer Repräsentation." Lorettas Leselampe, Freies Sender Kombinat Hamburg/Radio Unerhört, 22.10.2005 "Wohltuend setzt sich die Arbeit von manchen Diskursen über den Dokumentarfilm ab, wenn sie diesen selbstverständlich als Teil der Geschichte des neuzeitlichen Realismus begreift, und nicht umsonst gehen die theoretischen Begriffsklärungen bis zu diesem Punkt der Entwicklung des modernen Subjekts im 16. Jahrhundert auf Descartes und Montaigne zurück. Bemerkenswert ist auch eine weitere Differenzierung und Charakterisierung filmischer Selbstreflexivität im Kontext der Überlegungen zum Verhältnis von Moderne und Postmoderne bei Lyotard." Norbert M. Schmitz, MEDIENwissenschaft, 3 (2006)
Kurzbeschreibung
Von Mitte der 70er Jahre bis heute greift der ambitionierte Dokumentarfilm immer häufiger auf selbstreflexive Strategien zurück. In kenntnisreichen und detaillierten Werkanalysen weist der Autor in dieser umfassenden Untersuchung nach, dass "Selbstreflexion" die kritische Strategie des Dokumentarfilms der Moderne und Postmoderne darstellt. Für den Leser öffnet sich eine überraschende und spannende Perspektive auf den Zerfall und die Rekonstitution des Genres.