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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
.....als die Bilder nach "rechts" liefen,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Film als Propagandainstrument Joseph Goebbels' (Broschiert)
Der Film in Deutschland war noch ziemlich jung, als man von politisch-militärischer Seite erkannte, man müsse das neue Medium institutionalisieren. Und so standen die bewegten Bilder bereits unter einem schlechten Stern, als man mitten in der dramatischen Endphase des Ersten Weltkrieges die "Universum Film AG (Ufa)" gründete. Der politische Einfluß auf die damaligen Zelluloidstreifen war bereits enorm, doch was sich in dieser Hinsicht wenige Jahre später ereignen sollte, erahnte kaum jemand. Genau dieser Frage der politischen Instrumentalisierung von Film geht Constanze Quanz in ihrem Buch "Der Film als Propagandainstrument Goebbels`" nach. Dabei untersucht sie zunächst die persönlichen Einstellungen des einstmals mächtigen Propagandaministers in bezug auf sein Verständnis von Propaganda insgesamt sowie die Rolle, die der Film für Goebbels selbst gespielt hat. Danach versucht sie, uns einen "Moloch" des Dritten Reiches zu erklären: das "Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda", das - nicht nur - den Film beherrschte. Dieser beinahe unüberschaubare Apparat tritt so deutlich hervor, daß man die inneren Abläufe im Rahmen der Filmbeeinflussung erstmals umfassend nachvollziehen kann und die maßgeblichen Personen, Organisationen und Lenkungsmechanismen erkennbar werden. Von nicht geringerem Interesse ist gleichfalls ihre Auseinandersetzung mit der Rolle der Stars im NS-Filmsystem. Und dabei geht es weniger um die Instrumentalisierung von Sympathieträgern für ein verbrecherisches Regime, als vielmehr um deren Funktion innerhalb des Filmsystems, um die Wechselbeziehung zwischen Goebbels und "seinen" Glamourfiguren. Zu guter letzt überprüft die Autorin die gewonnenen theoretischen Erkenntnisse anhand dreier Filme, die für das NS-Filmsystem als repräsentativ angesehen werden dürfen: "Hitlerjunge Quex", "Jud Süß" und "Ohm Krüger". Dabei wird deutlich, inwieweit jeweils der institutionelle Anspruch von Filmlenkung und Kontrolle umgesetzt werden konnte und in welchen Bereichen Reibungspunkte festzustellen sind. Insgesamt liegt mit diesem Buch erstmalig eine umfassende Untersuchung der institutionellen Seite des NS-Filmwesens vor. Die bisherige Forschung zu diesem Bereich, die sich zumeist nur um die beteiligten Personen kümmerte, wird hiermit vor allem um die organisatorische Seite ergänzt; sie kommt somit der historischen Wahrheit ein gutes Stück näher. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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