"Ich habe den Braten gerochen, und nie von der Sprache gesprochen." wurde der Autor dieses Buches mit einem Wort von Werner Heisenberg gewarnt. Glücklicherweise hat Schüttpelz die Warnung in den Wind geschlagen, dieses Werk verfaßt und einen genialen Wurf gelandet - mitten in geheiligte Gefilde der Poetik. Worum geht es? Es geht um die Theorie der "rhetorischen Figur", salopp ausgedrück, um alles, was Poesie ausmacht: Metapher, Allegorien usw. Die Standardmeinung lautet, die rhetorische Figur sei eine "Abweichung" von der "Normalsprache", was natürlich voraussetzt, das es ein "Normalsprache" überhaupt gibt. Schüttpelz stellt im ersten Teil des Buches die Theorie der Figur als "sekundäres" Element dar und kritisiert sie, um dann im zweiten Teil zu erläutern, daß die rhetorische Figur im Gegenteil zur traditionellen Meinung "primär" ist. Dies alles geschieht mit großer sprachlicher Eleganz, Gelehrsamkeit und Witz. Viele wissenschaftstheoretische Leitern enden im Leeren und lassen einen hilflos zurück. Dieses Buch macht einem klar, daß man weiter kommt, wenn man zu Fuß geht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)