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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Musik ist zeitlos, auch über das Leben hinaus" - Wenn..., 19. Dezember 2004
...diese Regel jemals bestand hatte, Elliott Smith beweist sie eindrucksvoll. Figure 8 ist ein Meisterwerk, die Frage stellt sich erst gar nicht. Viel schwerer wird es in Worte zu fassen sein wie ein drogengeschasster Mensch, mitten im Leben stehend, nur solche Noten zu Papier bringen kann? Es fliegt der frisch geschlüpfte Schmetterling in der hintersten Ecke einer Backstreet-Bar über klimpernde Pianotasten, swingenden High-Hats und ausgetrockneten Gitarrensaiten. Ellioth Smith ist dieser Falter. Glückseelig drücken sich seine Songs unter seine Flügel, um sie neugeboren über süße Instrumente hinweg zu tragen. Sie sind durstig, ihre Wurzeln trocken, und er schwengt voller Begeisterung die sehnsüchtig erwartete Gießkanne.Lange fackelt er nicht um uns zu zeigen das sein Name zur Elite der John Lennons und Paul Simons dieser Welt gezählt werden muss. Son of Sam beginnt, und das Bier schwappt auf dem Klavier hin und wieder zurück, bis schließlich die Vibes einer maßlos überreitzten E-Gitarre das Gebräu zum überlaufen bringen, entgültig der "Overdose" einsetzt. Es folgt die erste und letzte Ruhe, er gönnt sie uns mit dem luftig flockigen "Somebody that i used to know". Und dann,... ja dann haut der "Junk bond trader ein. Das Imperium schlägt zurück, möchte man meinen. Es kracht, er singt und wir alle sitzen gefesselt, fallen in den Sessel und halten unsere Britney Spears & Co Fresse um diesen Mann für die letzten gut dreissig Minuten zuzuhören. "Everything means nothing to me" säuselt er irgendwann jaulend. Ein Echo das sich beinah weinerlich, doch voller Sehnsucht, ungebremst zum nächsten Track unerbittlich vorantreibt, und spätestens, wirklich, aller, aller spätestens wenn "LA"'s Gitarre sich erzählt weiss man das hier eine Platte abläuft, die so unbeschreiblich gut geschrieben wurde, dass einem die Tränen kommen. Das ist der Pop'n-Rock'n Roll wie er in den sechzigern von Beatles und Konsorten zelebriert wurde, dass es nur so in der Schwarte kracht. "Wouldn't mama be proud?" fragt er. Ja Elliott, verdammt noch mal und wie! Ob nun Deine "Color bars", die sich keine fünf Sekunden anspielen, um selbst chartverseuchte Hirne zum tanzen anzuregen, bis zu Deinem einminütigem Abschied, als hätten Beethoven und Mozart ein neuzeitliches Featuring hingelegt. Whiskeyglas in der linken, Heroinspritze in der rechten, damit ein Geist voller Leben und eine Stimme sanft wie eine Wolldecke die Bühne einnimmt, sie zerreist, wie sie zum Ende hin in ihrer Genialität nur von Mutter Natur getopt werden kann - Ihr wisst schon; Die Mar von Raupe und Schmetterling. Maßlos unverschämt zeitlos und auf ewig legendär, was hier für ein Songwriter gelebt hat, er ist es Wert entdeckt zu werden!
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