Nach der nicht nur im Onlinezine hochgelobten "Wanja's Choice" die letzte Veröffentlichung der Diener. Hier kommt eine absolut durchwachsene Produktion: zwischen den Hau-drauf Werken, wie wir schon einige von dieser Band kennen, findet sich das eine oder andere punkig angehauchte Stück und einige leise, ruhige Stücke. Die schnelleren Tracks sind solide produziert, auf Mitsingen und Mittanzen ausgelegt. Die punkigeren kommen durch die kräftige Orgel ein wenig trashig - garagemäßig an, sie bekommen ein leichtes 60'ties Feeling. Einige Stücke haben Hitpotential: "Lion Rock", "Brighter Days" und andere. Dr Wermutstropfen: man könnte denken, die Butlers wollen es allen ein wenig recht machen. Was der eine oder andere schnelle Track mit Flachheit einreißt, wird mit musikalischer Genialität an anderer Stelle wieder gut gemacht. Auf jeden Fall dürfte es vielen schwer fallen, die Platte von vorn bis hinten in einem Stück zu geniessen. Das fällt auf und trübt den Gesamteindruck einer Band, die massig musikalische Erfahrung in mehreren sehr eigenen Sounds verarbeitet, die sehr gut arrangiert sind. Trotz aller Kritik an ihren Werken hat die Band mit Ihrer Auflösung die Skaszene um einen guten Liveact gebracht, was die Butlers ein allerletztes Mal am 27.4.2001 in Berlin bewiesen. R.I.P.