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Fight Club - Special Edition (2 DVDs im Steelbook)

DVD ~ Brad Pitt
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Produktinformation

  • Darsteller: Brad Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter
  • Regisseur(e): David Fincher
  • Komponist: The Dust Brothers
  • Format: Dolby, PAL, Special Edition, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1 EX), Englisch (Dolby Digital 5.1 EX)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
  • Erscheinungstermin: 16. November 2007
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 133 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (66 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000W7XR9W
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 6.307 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

OFDb.de

Mit "Fight Club" drehte David Fincher wohl seinen besten und meistdiskutiertesten Film, der Kritiker in zwei Lager spaltet. Man liebt ihn oder man hasst ihn. Ich habe mich fürs erste entschieden, denn dieses Werk ist einzigartig in Aussage, Sinn und Inszenierung.

Der Film beginnt mit einem namenlosen Erzähler. Einem ziellosen Menschen, der einen der vielen Bürojobs in einem Hochhaus in einer amerikanischen Metropole nachgeht. Vom stressigen Job und Leben zermürbt, ohne Ideale, Ziele und Motive, von Schlaflosigkeit geplagt sucht er sein Seelenheil bei Selbsthilfegruppen. Erst bei Menschen die verzweifelt und todkrank sind findet er Befriedigung, um sich zu entspannen.

"Seltsam, dass dir die Leute erst wirklich zuhören, wenn sie glauben, dass du krepierst" ist die erste vieler prägender Aussagen des Films. Der Satz ist zynisch und ehrlich und führt uns genau das vor Augen, was eigentlich niemand von uns wahr haben will. Verdeutlicht durch die Aktionen des Namenlosen.

Mit Tyler Durden lernt er wenig später eine weitere Person im Flugzeug kennen, die ihn auch sofort analysiert und durchschaut. Durden ist ein Mann, der Pornobilder in Disneyfilme schneidet und in Suppen von Banketts pinkelt. "Sicherheit ist eine Illusion" behauptet dieser Mann und beweist dieses sofort durch seine unbeschönigenden Taten. Geschickt spricht der Erzähler direkt die Zuschauer und macht damit ein Ausweichen unmöglich. Sehr intensive Erfahrung...

Durden ist genau dass, was der Erzähler gern sein möchte. Er ist talentiert, humorig, einfallsreich und extrem selbstbewusst. Als der Erzähler seine Wohnung verliert und nicht mehr weiß wohin er soll trifft er sich mit Durden auf ein Bier. Plötzlich verspüren sie die Lust sich zuschlagen, nicht aus Wut, sondern aus Überzeugung. So gründen sie den "Fight Club". Ein Verein, nur für Männer, in dem ganz normale Menschen sich einfach nur gegenseitig zusammenschlagen. Das ist der einzige Weg um aus der monotonen Lebensmaschinerie auszubrechen und überhaupt etwas zu fühlen. Es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren, sondern einfach mal aus sich selber herauszukommen und Dampf abzulassen. Selbstzerstörung ist hier Fortschritt, denn erst dadurch fühlt man sich lebendig.

Auch wenn der Trailer es vermuten lässt, geht es hier keineswegs nur um Schlägereien. Wird sich aber wieder getroffen, so hält Fincher drastisch drauf und beschönigt nichts. Gewalt wie sie in Sly und Arni Filmen zu sehen ist wirkt gegen diese reinen und klaren Aggressionen schon fast wie Verherrlichung. Eiskalt läuft's einem den Rücken runter.

Für Frauen ist bei so einem "Männerclub" kaum noch Platz. Ausnahme Marla besuchte ebenfalls die Selbsthilfegruppen und will Selbstmord begehen, bevor sich Tyler ihr annimmt und sie mal richtig durchnimmt. Diese Aktion stellt die Freundschaft der Männer auf eine harte Probe, doch fällt sie schließlich dem Zitat: "Nachdem wir von Müttern aufgezogen wurden, ist eine Frau das Letzte was wir brauchen" zum Opfer. Daher scheint ihr Schicksal besiegelt zu sein.

Gern wird die Konsumgesellschaft aufs Korn genommen und kritisiert. Da stehlen die beiden Hauptfiguren abgesaugtes, menschliches Fett aus einer Schönheitsklinik um daraus später Seife und Sprengstoff zu basteln, welches genau die kapitalistischen Einrichtungen zerstören soll, aus denen diese reichen Menschen geboren wurden bzw das man mit dieser Seife den Menschen ihr eigenes Fett wieder verkauft. Mit Firmen wie Microsoft, Ikea und Calvin Klein hält man sich gar nicht lange auf, denn mit so was wird innerhalb von Sekunden abgerechnet-
Ist es eigentlich bezeichnend das genau die Medienkonzerne, die diesen Film möglich gemacht haben hier abgeschossen werden?

Immer wieder spielt der Film mit der Psychologie des Zuschauers. Provoziert ihn, regt ihn zum mit- oder nachdenken an. Man identifiziert sich mit dem Ich- Erzähler. Taucht in ihn ein und vertraut ihm fatalerweise.

Ziel der beiden Figuren, oder eher das von Durden, ist das Erreichen des Nullpunkts, bei dem es nicht mehr um Kapital und Lebensstandard, sondern nur noch um die pure Existenz geht. Man möchte komplett von Neuem anfangen und so alle Menschen auf eine Stufe stellen. Niemanden bevorteilen oder benachteiligen.

Faszinierend, dass die scheinbare Lösung die Durden anstrebt im Grunde nur eine andere Form der monotonen Kapitalismusgesellschaft darstellt. Denn die Rebellengruppe, die die beiden sich aufbauen ist genauso so totalitär wie die Gesellschaft, aus der sie ausbrechen wollen. Damit wandelt man vom Regen in die Traufe. Kein Fortschritt, sondern nur eine andere Form, in der die Menschen zwar kurzfristig frei sind, aber tagsüber wieder in ihren Käfig wandern und dem Ziel Freiheit erst nachts wieder nahe kommen.
Betrachtet man das Ende des Films stellt aber der kritisierte Kapitalismus die bessere Alternative da. Denn die Idee der beiden Hauptfiguren versinkt in Chaos und Katastrophe, wenn nicht sogar einer finalen Apocalypse.

Die Kameraarbeit trägt ihr übriges zum durchweg positiven Gesamtbild bei. Da wird mit irren Kamerafahrten durch den Film gepflügt, dass einem schwindelig wird oder mit extremen Close Ups der Zuschauer in den Filmsessel gedrückt. Durchatmen darf man jedenfalls nicht, denn sonst bekäme man wahrscheinlich eisigen Atem zu sehen. Nicht vergessen sollte man nicht, den anfangs unauffällig reingeschnittenen Tyler Durden, sowie den provokanten Penis kurz vor Schluß.
Oder auch die hellen und blassen Büroräume als Kontrast zu dem dunklen und verfallenen Haus, in dem der Erzähler mir Tyler Durden lebt. In den Büroräumen gibt es nichts individuelles, die blassen Gesichter der Menschen wirken wie Leichen, in die nur der zerschrammte und blauäugige Erzähler etwas Farbe bringt.

Spoilern möchte ich mal nicht die Überraschung des Films, die man als aufmerksamer Zuschauer aber schon sehr früh erahnen kann. Da der Film aber geschickt täuscht, habe auch ich diese Möglichkeit wieder verworfen. Diese Wandlung gibt dem Film noch mal eine neue Richtung, die dann aber zur vorhersehbaren Katastrophe führt. Überraschen lassen, denn das Projekt "Fight Club" wird später quadriert, um dann außer Kontrolle zu geraten.

Klasse übrigens Brad Pitt, der mit Worten wie "wir sind erzogen worden um Filmgötter zu werden und sind nun angepisst weil's nichts draus geworden ist" mal eben sich selber demontiert. Nach seinen "Good Guy" Filmen wie "7 Jahre in Tibet und Rendezvous" mit Joe Black" scheint er hier einen höllischen Spaß zu haben. Endlich der Ausbruch aus seiner Standardfigur, der sich in Filmen wie "12 Monkeys" schon ankündigte.

Großartig auch Edward Norton, als "Jedermann" den scheinbar nichts verzerrenden, glaubwürdigen Erzähler mimt und den Zuschauer damit gehörig aufs Glatteis führt, um ihm schließlich den entscheidenden Schubs zu geben, von dem er sich bis zum Filmende nicht mehr erholt.

Fazit:
"Fight Club" ist sehr harter Tobak und offensichtliche, zynische Kritik an der bestehenden Kapitalgesellschaft. Um die ganzen Anspielungen und Ideen des Films zu er- und begreifen ( Ich befürchte, dass ich eine Menge übersehen habe) unbedingt mehrmals ansehen. Vielleicht der ehrlichste und tiefsinnigste Film der letzten Jahre. Anspruchsvolles Meisterwerk, dass nichts beschönigt und einen tieferen Sinn besitzt.

--- André K. (Blade Runner)


Produktbeschreibungen

Fight Club - SE - Steelbook DV

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3.0 von 5 Sternen Klar verschlechtertes Bild, 16. Januar 2008
Ich kann den Kommentaren über die verbesserte Bildqualität leider nicht rechtgeben, sie hat sich nach meinem Vergleich deutlich verschlechtert. Den Vergleich habe ich mit der Single-Disc Variante von 2000 (von 20th Century Film und TaurusFilm) gemacht. Das Bild der Two-Disc Special Edition von 2007 ist deutlich verrauschter und schmutziger. Ich habe beide DVD's an vielen Stellen nacheinander verglichen und es fällt deutlich auf. Schade! Die Aufmachung und die Extras der neuen Box sind nämlich sehr gelungen, daher werde ich beide behalten...
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein genialer Film, der jeden in seinen Bann zieht, sofern er ihn erträgt!, 21. Juli 2009
Diese Rezension stammt von: Fight Club (DVD)

Die Story um den kaputten Yuppie in unserer nicht minder kaputten Konsumier-dich-zu-Tode- und Nach-uns-die-Sintflut-Welt ist so verschreckend-destruktiv und gleichzeitig apokalyptisch-erleuchtend, dass sich Fight Club zu Recht einen Platz in der Spitze der weltbesten Filme erobert hat.

Unbedingt anschauen - aber nicht ohne vorher eine gewisse Schmerzresistenz aufgebaut zu haben.

Top-Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt.
Gruß
Frank
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27 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen KULT KULT KULT !!!, 6. Oktober 2007
Was für ein Film!! Ich habe selten so viele Leute das Kino verlassen sehen...
Die Story ist ein Schlag in die Magengrube, es geht hart zur Sache und das Ende dieses Films gehört zu den Besten der letzten 20 Jahre...schlicht genial!! Edward Norton ist der Wahnsinn, mehr geht nicht. Ein Film, den man gesehen haben muss!

Jetzt also eine Neuauflage der ungekürzten 18er-Version im Steelbook. Bild und Ton wurden restauriert, es gibt neue Extras und Audiokommentare.
Da lohnt sich eine Neuanschaffung auch für die, die bereits die 2 Disc-Edition besitzen - KAUFEN, KAUFEN, KAUFEN !!!
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5.0 von 5 Sternen Genial !!!!!!!
Dies ist das einzige Wort das mir einfällt,
die story hat alles was eine gute story braucht,witz ,spannung , gute darsteler und man kann drüber nachdenken . Lesen Sie weiter...
Vor 27 Tagen von Gunter Henze veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme aller Zeiten
Diesen Film muss man einfach gesehen haben!
Fight Club ist von Anfang bis Ende ein ganz großer Film. Brad pitt und Edward Norton spielen wie von Sinnen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Thorsten Langer veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Der Film der Filme
Fightclub ist deswegen so genial weil er für alle Zuschauer funktioniert.

Mann kann ihn schaun, wenn man es mag das sich Leute einfach nur aufs Maul hauen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Forced Film Freak veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen kein 16:9 leider:(
insgesamt ist alles gut gelaufen nur leider war die formatangabe bei mir nicht korrekt... kein 16:9....
Vor 3 Monaten von Sebastian Niborn veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Klasse
Ob man jetzt unbedingt die FSK 18 Version braucht, kann jeder selbst beurteilen. Der Film ansich ist schon klasse.
Vor 4 Monaten von D. Stabenow veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Hardcore
Der Film ist so gut, dass er nun zu meinen Lieblingsfilmen gehört. Er ist derart brutal, dass sogar ICH für ein paar Sekunden wegkucken musste. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Sedat Güler veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Klassiker mit Wiedererkennungswert!
Entweder man hasst diesen Film oder man liebt ihn. Auf mich trifft eher zweiteres zu. Meiner Meinung nach sollte man sich den Streifen aber vorher wenigstens einmal anschauen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von B.M. veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen absoluter Top Film
der Film ist absolute Spitzenklasse... Die Handlung ist genial und die Sprüche einfach weltklasse... den Film muss man unbedingt gesehen haben!!
Vor 5 Monaten von Christian Giesert veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Gute Aufmachung der Box, spitzen Film
Über den Film selbst muss man wohl nicht mehr viel sagen, einfach großartig.
Die Aufmachung der Box hat mir sehr gut gefallen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Florian Müller veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Nicht überzeugend
Ich habe versucht, mir diesen film gestern auf Kabel 1 anzusehen. Versucht, auf grund der hiesigen guten beurteilungen. Ich habe nicht sehr lange ausgehalten. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Buch-Konsument veröffentlicht

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