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Produktinformation
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Die Story von Fight Club ist ebenso eigenwillig wie brillant und schnell erzählt. Im Zentrum des Romans steht ein namenloser, unter Schlafzwang leidender Held, der seine einzige Befriedigung daraus zieht, sich in Selbsthilfegruppen als Gesunder unter Kranken mit erfundenen Gebrechen zu profilieren. Eines Tages trifft er auf den Künstler Tyler, dem er nach der Explosion seines Appartements eine Unterkunft verspricht -- unter der Bedingung, dass dieser ihn brutal zusammenschlägt. Der Spontankampf führt zur Gründung des ersten Fight-Clubs, einer Art brutalem Therapiezentrum für gestrandete Männer: bis sich die Institution verselbständigt und zu einem Hort des Terrors wird
Wer den gleichnamigen Kinoerfolg mit Edward Norton, Brad Pitt und Helena Bonham Carter in den Hauptrollen gesehen hat, wird Chuck Palahniuks Fight Club wie eine Art Eins-zu-eins-Adaption zum Streifen, als Buch zum Film gewissermaßen, verschlingen. Wer nicht im Kino war, hat jetzt die Möglichkeit, bei der Lektüre einen ganz eigenen Film im Kopf entstehen zu lassen. Denn Palahniuk erzählt so bildgewaltig und mit derart vielen originellen Einfällen und überraschenden Wendungen, dass man sich die rasant geschnittene Story trotz einiger abstruser Ideen blendend vorstellen kann. Wie Palahniuks andere Bücher, darunter Der Simulant oder Flug 2039, so ist auch Fight Club ein Meisterwerk der gehobenen Unterhaltungsliteratur: trivial nur für den, dem Spannung und Witz beim Lesen nicht genügen. --Stefan Kellerer
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Der Protagonist ist auf den ersten Blick wohl einer der gewöhnlichsten Menschen den man sich vorstellen kann. Er hat einen Job als Angestellter einer Autofirma. Er trägt einen Anzug mit Schlips und er fliegt von Stadt zu Stadt um als Unfallanalyst zu arbeiten. Außerdem leidet er an Schlaflosigkeit...seine Leben ist also nicht sehr aufregend. Dies ändert sich jedoch rapide als er auf den charismatischen Tyler Durden trifft. Tyler ist anders, er lebt anders, arbeitet anders und er hat genaue Pläne für sich und für unseren tragischen Helden. Immer weiter versinken die beiden in ein selbst geschaffenes Imperium der Anarchie bis die Situation eskaliert.
Die langsame Verflechtung beider Charaktere ist Kernbestand des Buches, welches vor Ideen und skurrilen Handlungen nur so sprüht. Durch seine intelligente Erzählweise, versteht es Palahniuk den Leser an die Handlung zu fesseln und ihn auch vor den Kopf zu stoßen. Die Auflösung am Ende ist ebenso überraschend wie verwirrend und bereitet dem Leser einen krönenden Abschluss des Buches. Dennoch, Fight Club ist nicht für die zartbeseideten. Es ist stellenweise eklig bis abstoßend. Aber wer sich davon abschrecken lässt ist selbst Schuld!
Der namenlose Ich-Erzähler hat ein Problem. Er kann nicht schlafen, und das monatelang. Wenn man so lange unter Schlafstörungen leidet, fühlt man sich wie "die Kopie, einer Kopie, einer Kopie". Dabei führt er, auf den ersten Blick jedenfalls, kein schlechtes Leben. Er kann sich alles leisten, so richtet er sich seine komplette Wohnung mit den neuesten IKEA-Möbeln ein. Er hat einen gutbezahlten Job als Koordinator für Rückrufaktionen bei einem großen Autohersteller. Bei dem Job kommt er viel herum und fliegt kreuz und quer durchs Land. Er erwacht jedesmal woanders, findet sich in einem anderen Flughafen, einem anderen Hotel wieder. "Schlafe ich? Habe ich überhaupt geschlafen?" fragt er sich oft und im Flugzeug betet er bei jedem Start und jeder Landung um einen Absturz. Eines Tages fängt er an verschiedene Selbsthilfegruppen zu besuchen. Leute mit Hodenkrebs, mit Blutparasiten, mit Hirnparasiten...Menschen die tatsächlich leiden. Dort kann er sich fallen lassen, weinen, er findet seine Ruhe und seinen Schlaf wieder. Zwei Jahre lang geht das so, bis Marla Singer in "seinen" Gruppen auftaucht. Sie hat sich genauso dort eingeschlichen wie er, sie stirbt nicht, wie er. Ein Störfaktor. In ihr erkennt er sich wieder und seine Schlaflosigkeit ist wieder da. Nichts ist mehr wie es war, und da verändert er sich immer mehr. Bis zu dem Tag, als Tyler Durden auftaucht. Tyler ist selbständig und stellt Seife her, er weiß auch wie man Nitroglyzerin und Plastisprengstoff herstellt. Tyler ist Filmvorführer in einem alten Kino und schneidet Pornoszenen in Kinderfilme rein. So kommt eins zum anderen, und der "Fight Club" wird gegründet...
Die meisten werden sicher zuerst den Film (wer kennt ihn nicht) gesehen haben, so auch ich. Ich wünschte ich hätte zuerst dieses Buch gelesen, denn die Story ist so genial verfilmt worden, dass man beim lesen des Buches weiß was als nächstes passiert. Trotzdem sind im Buch mehrere Episoden, die ausführlicher beschrieben werden, oder im Film komplett weggelassen wurden. So hat die Geschichte auch ein ganz anderes Ende als in David Finchers Film. Ein junges Buch, welches man gelesen haben muß. Es trifft den heutigen Nerv genau auf den Punkt. Schonungslos, brisant, faszinierend.
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