Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gönnen Sie sich diese Alternative zum Film, 25. April 2008
Der Film ist Kult. Das Buch sowieso. Deshalb gehört es auch in jedes gut sortierte Bücherregal. Obwohl, und das muss man dabei sagen: "Fight Club - Das Buch" polarisiert. Es ist markant geschrieben. Schnell. Hart. Roh. Es kommt auf den Punkt. Direkt. Ohne Umschweife. Ich liebe diese Erzählweise, die weit von der herkömmlichen Prosa abweicht. Es entwickelt durch die prägnante Ausdrucksweise eine ganz eigene Sprachgewalt. Die aber nicht jedem Leser liegen wird. Es polarisiert. Für Bücherwürmer stellt sich nicht die Frage, warum zusätzlich zum Film noch das Buch lesen. Für Filmliebhaber hier mein Rat: Trotz Film, unbedingt zum Buch greifen und vergleichen. Das Buch weicht inhaltlich an wesentlichen Stellen vom Film ab. Es wird sehr schnell ersichtlich, dass die Story im Original nicht zur Verfilmung geeignet ist. Ein abweichendes Drehbuch war absolut notwendig, um zum Film zu führen. Allein aufgrund der Unterschiede zwischen Originalgeschichte und filmischer Umsetzung lohnt sich der Vergleich. Ich finde beides gelungen und kann mich nicht entscheiden, was ich vorziehen würde. Fight Club gehört allein durch den hervorstechenden Charakter der Erzählsprache zu meinen Lieblingsbüchern. Deshalb kann ich Ihnen das Buch wirklich ans Herz legen.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Freundschaft mal anders, 21. August 2005
Dass Chuck Palahniuk als Autor bereits als Held einer ganzen Generation gehandelt wird und immer mehr Leser durch seinen Erzählstil begeistert, ist ebenso wahr wie gerechtfertigt. Palahniuks Romane beschäftigen sich größtenteils nicht mit stereotypen Erfolgsmenschen sondern eher mit den Versagern und den Unbeachteten der modernen Gesellschaft. Und so ist es auch in Fight Club der Fall. Der Protagonist ist auf den ersten Blick wohl einer der gewöhnlichsten Menschen den man sich vorstellen kann. Er hat einen Job als Angestellter einer Autofirma. Er trägt einen Anzug mit Schlips und er fliegt von Stadt zu Stadt um als Unfallanalyst zu arbeiten. Außerdem leidet er an Schlaflosigkeit...seine Leben ist also nicht sehr aufregend. Dies ändert sich jedoch rapide als er auf den charismatischen Tyler Durden trifft. Tyler ist anders, er lebt anders, arbeitet anders und er hat genaue Pläne für sich und für unseren tragischen Helden. Immer weiter versinken die beiden in ein selbst geschaffenes Imperium der Anarchie bis die Situation eskaliert. Die langsame Verflechtung beider Charaktere ist Kernbestand des Buches, welches vor Ideen und skurrilen Handlungen nur so sprüht. Durch seine intelligente Erzählweise, versteht es Palahniuk den Leser an die Handlung zu fesseln und ihn auch vor den Kopf zu stoßen. Die Auflösung am Ende ist ebenso überraschend wie verwirrend und bereitet dem Leser einen krönenden Abschluss des Buches. Dennoch, Fight Club ist nicht für die zartbeseideten. Es ist stellenweise eklig bis abstoßend. Aber wer sich davon abschrecken lässt ist selbst Schuld!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Projekt Chaos, 30. Dezember 2004
Chuck Palahniuk setzt sich in seinem Roman "Fight Club" mit einem modernen Thema auseinander. Der Mann in der Identitätskrise. Männer finden sich heute, entgegen dem was von ihnen erwartet wird, in einer unterwürfigen Rolle wieder. Die Geschichte spiegelt unsere heutige, neurotische Gesellschaft wider. Die Hauptfigur ist an einem Punkt angelangt, wo sie keinen Ausweg mehr weiß. Er wird durch sein eigenes Unterbewusstsein gezwungen aus seinem einsamen und materialistisch eingestelltem Leben auszubrechen. Der namenlose Ich-Erzähler hat ein Problem. Er kann nicht schlafen, und das monatelang. Wenn man so lange unter Schlafstörungen leidet, fühlt man sich wie "die Kopie, einer Kopie, einer Kopie". Dabei führt er, auf den ersten Blick jedenfalls, kein schlechtes Leben. Er kann sich alles leisten, so richtet er sich seine komplette Wohnung mit den neuesten IKEA-Möbeln ein. Er hat einen gutbezahlten Job als Koordinator für Rückrufaktionen bei einem großen Autohersteller. Bei dem Job kommt er viel herum und fliegt kreuz und quer durchs Land. Er erwacht jedesmal woanders, findet sich in einem anderen Flughafen, einem anderen Hotel wieder. "Schlafe ich? Habe ich überhaupt geschlafen?" fragt er sich oft und im Flugzeug betet er bei jedem Start und jeder Landung um einen Absturz. Eines Tages fängt er an verschiedene Selbsthilfegruppen zu besuchen. Leute mit Hodenkrebs, mit Blutparasiten, mit Hirnparasiten...Menschen die tatsächlich leiden. Dort kann er sich fallen lassen, weinen, er findet seine Ruhe und seinen Schlaf wieder. Zwei Jahre lang geht das so, bis Marla Singer in "seinen" Gruppen auftaucht. Sie hat sich genauso dort eingeschlichen wie er, sie stirbt nicht, wie er. Ein Störfaktor. In ihr erkennt er sich wieder und seine Schlaflosigkeit ist wieder da. Nichts ist mehr wie es war, und da verändert er sich immer mehr. Bis zu dem Tag, als Tyler Durden auftaucht. Tyler ist selbständig und stellt Seife her, er weiß auch wie man Nitroglyzerin und Plastisprengstoff herstellt. Tyler ist Filmvorführer in einem alten Kino und schneidet Pornoszenen in Kinderfilme rein. So kommt eins zum anderen, und der "Fight Club" wird gegründet... Die meisten werden sicher zuerst den Film (wer kennt ihn nicht) gesehen haben, so auch ich. Ich wünschte ich hätte zuerst dieses Buch gelesen, denn die Story ist so genial verfilmt worden, dass man beim lesen des Buches weiß was als nächstes passiert. Trotzdem sind im Buch mehrere Episoden, die ausführlicher beschrieben werden, oder im Film komplett weggelassen wurden. So hat die Geschichte auch ein ganz anderes Ende als in David Finchers Film. Ein junges Buch, welches man gelesen haben muß. Es trifft den heutigen Nerv genau auf den Punkt. Schonungslos, brisant, faszinierend.
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