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Fieber, Tagebuch eines Aussätzigen
 
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Fieber, Tagebuch eines Aussätzigen [Taschenbuch]

Klaus Kinski
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Eichborn (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821808551
  • ISBN-13: 978-3821808550
  • Größe und/oder Gewicht: 28 x 21,2 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 289.092 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Klaus Kinski
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Einen gänzlich anderen Klaus Kinski lernt man in Fieber -- Tagebuch eines Aussätzigen kennen. Ruhig und mit Bedacht, manchmal auch aufbäumend präsentiert sich der in den 50er-Jahren entstandene Gedichtband, der in Paris begonnen, und erst durch die Veräußerung einer Jugendliebe Klaus Kinskis 1999 der Nachwelt zugänglich gemacht wurde.

Die Lyrik zeigt sich zu Beginn noch jung und naiv, im zweiten und dritten Teil von Fieber demonstiert Kinski seine, vor allem durch den Vater im Geiste, François Villon, geschulte Wortkunst. Gleichermaßen sensibel wie fordernd, bilden sie das Manifest eines Unverstandenen, der die Gewaltigkeit der Gefühle bereit ist zu erforschen. Angereichert mit vielen seltenen und unveröffentlichten Fotografien, fordert die oftmals sehr direkte Sprache den Leser immer wieder heraus, um ihn im nächsten Moment mit einfühlsamen Gedanken zu versöhnen. Der Gedichtband schließt mit einem späten Zitat Kinskis, welches sich angesichts seines beeindruckenden Lebenswerkes bewahrheiten sollte: "Die Leute werden über mich sagen, dass ich tot bin. Das stimmt nicht. Ich kann nicht sterben." --Daniel Hofmann

Kurzbeschreibung

Er saß im Irrenhaus und im Gefängnis, er schlug sich mit Fans, Polizisten und Passanten: Der wilde Kinski bewegte die Massen und machte Schlagzeilen. Hier aber gilt es, den anderen Kinski zu entdecken: einen sensiblen jungen Künstler, anrührend in seiner Intensität und Hingabe, unablässig und verzweifelt auf der Suche nach dem Absoluten. Fieber - Tagebuch eines Aussätzigen versammelt bislang unbekannte frühe Gedichte Kinskis, präsentiert in einer kongenialen Komposition mit teilweise unveröffentlichten Fotos. Seine Sprache ist geschult an François Villon und Arthur Rimbaud, den frühen Expressionisten wie Paul Zech: ihre Lyrik verschlang und verinnerlichte Kinski, lange bevor er - Visionär und Besessener - mit der Rezitation ihrer Texte ein Millionenpublikum bewegte.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wer ihn noch nicht richtig kannte, der lernt ihn hier kennen. Klaus Kinski in seiner eigentlichen Art. Als Schauspieler, immer prallvoll, was sag ich, vollgepackt mit dem, was man diskret "er hat so was ich, weiß nicht was", so arg voller Dampf, unter Hochdruck immer, den er- und das konnte er auch- urplötzlich abließ und damit alles aufeinmal stoppte, um dann wie hinter einem Schirm unter entschuldigendem "verzeihen Sie, Madame" zu verschwinden, ganz langsam wie eine Flamme, die sich verschämt und still verlöschend verabschiedet. Hier aber, in seinem posthum erschienenen Buch wird er ganz offenbar. Hier öffnet er sich, vor allem in seinen Jugendgedichten. Ob nun die abenteuerliche Sache mit dem ausgeraubten Koffer stimmt oder nicht, das spielt hier und jetzt keine Rolle mehr, ist nur ein Stückchen schöner Geschichte. Was zählt, sind seine Texte, und die habens, weiß Gott, in sich.

Gestählt, natürlich als Schauspieler und wohl schon als junger Knabe an dem, was wir Schönheit, Musik oder Ästhetik nennen, kommt er davon zeitlebens nicht mehr los. Klassisches Metrum, erinnernd nicht nur an Villon oder Rimbaud, auch an Baudelaire oder gar Nietzsche, ganz bestimmt aber an Shakespeare, durchzieht seine wunderbaren Texte. Allein die FIEBER-Texte, also die, die dem Buch den Titel geben, irritieren einwenig, zeigen ihn so, wie wir ihn in Erinnerung haben, irritierendes Irrlicht dieser unserer Welt. Und noch etwas wird offenbar, nämlich die innere Zerrissenheit, die sich an Gott reibt, also eine Folge unserer (christlichen!) Erziehung(?), so will ich das mal ausdrücken. Als Warnung an alle verstanden, die sich immer noch ein Bild von Gott machen wollen. D a s geht nicht. Aber nun weiter im Text.

Ganz erstaunlich, schon beim Einlesen in die Texte, nimmt einen die eigene Musik, der eigene Ton gefangen, ein Zeichen genuiner Arbeit, die aus der Tiefe kommt und Kinski sagte auch einmal, er könne manchmal schreiben ohne aufzuhören, es flösse nur so aus ihm heraus.Die Gedichte eignen sich unglaublich gut zum Vortragen und ich werde sie deshalb gerne in meine Lesungen einbauen.

Zu danken ist Thomas Harlan für seine Einleitung und Kurzbiografie, ohne sie wäre vieles nicht verstehbar. Peter Geyer aber hat dieses Manuskript FIEBER und einiges mehr dazu ersteigert, eine Angelegenheit, die nicht hoch genug einzuschätzen ist (und noch sein wird). Dem Eichborn- Verlag ist ein perfektes Buch gelungen. Was gibt es noch? Ja, ganz wunderbare Bilder.

Die 5 Sterne reichen in diesem Falle nicht aus, eigentlich müßte ich mehr vergeben, aber daß sei mir wiederum vergeben und somit widme ich mich wieder dem, was wichtig ist, den Gedichten von Klaus Kinski.

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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wunderbar 4. Juni 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
einfach wunderbar,die seltenen bilder lassen kinskis bühnenpräsenz erahnen,die gedichte sprechen eine zart verletzliche und doch kraftvolle sprache
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