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Fidelio (Highlights) (Elo)

8 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Audio CD (2. November 2012)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Decca (Universal Music)
  • ASIN: B009J3K3AQ
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 85.424 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Overture
2. "O Wär Ich Schon Mit Dir Vereint" (Act 1)
3. "Mir Ist So Wunderbar" (Act 1)
4. Marsch (Act 1)
5. "Ha! Welch Ein Augenblick!" (Act 1)
6. "Abscheulicher! Wo Eilst Du Hin?" (Act 1)
7. "O Welche Lust, In Freier Luft Den Atem Leicht Zu Heben!" (Act 1)
8. "Gott! Welch Dunkel Hier! - In Des Lebens Frühlingstagen" (Act 2)
9. "Er Sterbe! Doch Er Soll Erst Wissen" - "Vater Rocco! Der Herr Minister Ist Angekommen" - "Es Schlägt Der Rache Stunde")
10. "O Namenlose Freude" (Act 2)
11. "Heil Sei Dem Tag" (Act 2)

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Kundenrezensionen

3.1 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von vully TOP 500 REZENSENT am 15. Oktober 2010
Format: Audio CD
Der 05.11.1955 war ein besonderer Tag für Österreich. Kurz vorher war durch den Staatsvertrag mit den Alliierten die staatliche Souveränität des Landes wieder hergestellt worden. Und nun wurde nach 10 Jahren die im Krieg zerstörte Wiener Staatsoper wieder eröffnet - ein Symbol für die ganze Nation, vergleichbar fast mit der Fußball-WM 1954 für Deutschland.

Als Eröffnungspremiere wählte man Beethovens Fidelio und übertrug live im Rundfunk und sogar im jungen Fernsehen. Den Mitschnitt hat Orfeo jetzt technisch überarbeitet wieder herausgebracht. Das Ergebnis ist kurz gesagt überwältigend. Offenbar hat die festliche Stimmung sich auch auf alle Mitwirkenden übertragen und sie über sich hinauswachsen lassen:

Operndirektor Karl Böhm dirigiert temperamentvoll, dramatisch, ja fast heftig und doch detailreich - wer nur seine braven, akademischen Studioaufnahmen kennt, wird von dieser mit- und hinreißenden Aufführung sehr überrascht sein.

Die Sänger folgen ihm und wachsen über sich selbst hinaus: Martha Mödls Leonore ist live viel temperamentvoller als in ihrer Studio-Aufnahme, Irmgard Seefried in absoluter Topform singt eine entzückende Marzelline - mit ihrem Jubelklang ist sie eine echte Alternative zu träumerischen Sena Jurinac. Ludwig Webers väterlicher Rocco (leider wie damals üblich ohne seine Arie im ersten Akt) und Waldemar Kmentts ernsthafter Jaquino lassen ebenfalls keine Wünsche offen.

Paul Schöffler - damals schon 57 Jahre alt - macht durch Temperament und Erfahrung wett, was seiner Stimme an Schönheit fehlt. Als Pizarro überzeugt er damit.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Schwalb am 22. September 2009
Format: Audio CD
"Dieser Mensch hat eine Stimme, sie dringt in die Tiefen des Herzens"
Wenn man sich einmal mit der Tatsache angefreundet hat, dass es sich hier um eine Mono Aufnahme handelt, dann kann man sich der künstlerischen Qualität zuwenden: Zunächst gehe ich davon aus, dass entsprechend der Aufnahmetechnik im Jahr 1950 in einem ohne Schnitt aufgenommen wurde. Dies vor Augen geführt stelle ich einmal fest, dass ich mir eine derartige dichte, authentische Aufführung mit heutigen Sängern nur wünschen kann! Allen voran Kirsten Flagstadt, die mir in dieser Einspielung noch besser gefällt als die Nilsson, die ich auch persönlich noch gehört habe. Wunderbar singend und dennoch bösartig ist der Pizarro von Paul Schöffler, der auf Platten sonst oft nicht gut rüberkommt. Ein Genuss der Bass von Josef Greindl - steckt alle derzeit auftrentende führende Bässe locker in die Tasche. Luxus pur ist Elisabeth Schwarzkopf als Marzelline.
Kommen wir zu den Tenören, die ja beide in Ihrer Karriere den Florestan gesungen haben: da scheiden sich wohl die Geister. Anton Dermota gefällt mir auch in der kleinen Rolle des Jaquino nicht sehr gut. Es wäre aber unfair, ihn nur nach dieser Einspielung zu beurteilen ohne ihn zu seiner Glanzzeit in seinen wirklichen Glanzpartien des italienischen Faches gehört zu haben.
Und Julius Patzak als Florestan: viel wurde über seine eigenartig gefärbten Vokale geschrieben, er klingt auch im Bemühen um deutliche Artikulation sehr Wienerisch.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sagittarius am 17. Februar 2012
Format: Audio CD
Hat je ein Trompeter das berühnmte Signal, das die Wende im Drama einleitet, so schmissig, so exatissime gespielt wie in der Aufführung bei Toscanini ? Sie standen in der Furcht ihres Meister, und es war ein Zuchtmeister.

Unübertroffen. Der Rest ist sehr historisch.Jammerschade, dass dieser Präzisionsfanatiker keine gute Technik zur Verfügung hatte ( der Mitschnitt von Bruno Walter, drei Jahre zuvor, ist technisch viel besser).

Der hier anzutreffende Klangbrei ist eigentlich nicht anhörbar, bis auf den grossartigen Trompeter.....
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Ehlers am 6. November 2012
Format: Audio CD
Dieser Mitschnitt entstanden am Wiedereröffnungsabend der Wiener Staatsoper nach dem zweiten Weltkrieg ist Zeugnis einer wirklich gelungenen Aufführung. Spiritus rector Karl Böhm dirigiert hitzig ohne zu hudeln und die Sänger sind nahezu ausnahmslos spitzenklasse. An ganz vorderster Front muss da der sensationelle Anton Dermota genannt werden; der lyrische Tenor gibt den Florestan so selbstverständlich, als sei die Partie für ihn und nicht eigentlich für einen jugendlichen Heldentenor geschrieben. Auch Paul Schöffler als bitterböser Pizarro und der väterlich-liebende Ludwig Weber sind hier bei den Herren sehr gute Vertreter ihrer Partien.
Bei den Damen fällt die Summe nicht ganz so positiv aus. Ist Irmgard Seefried wirklich hübsch anzuhören, so ist doch die Leistung von Martha Mödl in der Titelpartie eher skeptisch zu beurteilen. Ihr Mezzosopran ist, auch im Vergleich mit anderen Rollenvertreterinnen gerade ihrer Stimmgattung, doch etwas zu schwerfällig für die Leonore, die Koloraturen wollen nicht so aus richtig aus der Kehle strömen. Und die Höhe wird hart erkämpft, wirkt unfrei und an exponierten Stellen einfach nur schrill.
Dennoch ist dies im Gesamtbild ein Mitschnitt der lohnt, weil die positiven Aspekte durchaus überwiegen; ein wahrlicher Meilenstein.
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