Ein Nick Mason- Solo- Album, das keines ist: Weil die Plattenfirma auf jedes Solo- Album eines Pink Floyd- Mitglieds Rekordvorschüsse lieferte, hielt Nick Mason Namen und Trommelstöcke hin, um der Jazzpianistin Carla Bley eines ihrer größten kommerziellen Erfolge zu ermöglichen. Während Mason im Hintergrund einen geraden Rock- Beat mit gelegentlicher Disco- High- Hat hinlegt, zelebrieren abwechselnd Karen Craft und der ehemalige Soft Machine- Trommler Robert Wyatt allerlei verrückte Moritaten über kaputte Autos, Sportskanonen und Marsmenschen. Brillant jazzig in Szene gesetzt ist der Bley- Ehemann Mike Mantler an der Trompete, der berühmte inzwischen verstorbene Tenor Saxofonist Gary Windo und der brillante Bassvirtuose Steve Swallow. Ein eher rockiger Fremdkörper dagegen ist Gitarrist Chris Spedding, dessen Slide Gitarrensoli so unverschämt nach David Gilmour klingen, dass sich der Pink Floyd- Fan doch wieder etwas zu Hause fühlt. Also für jeden was dabei!