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Vati (Fiction, poetry & drama)
 
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Vati (Fiction, poetry & drama) [Taschenbuch]

Peter Schneider
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 64 Seiten
  • Verlag: rororo (1. Februar 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499136511
  • ISBN-13: 978-3499136511
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 11,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 609.731 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Schneider
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Vati" erzählt die Geschichte eines Nachgeborenen. Von anderen seiner Generation unterscheidet ihn, daß der Name seines Vaters noch aus großem Abstand einen ungeheuerlichen Schatten wirft. Obwohl der Sohn schuldlos ist, trägt er die Last des Vaters mit. Wie er hätten auch andere eines Tages erfahren können, daß Vati ein SS-Mörder war.

Autorenporträt

Dr. Peter Schneider arbeitet in Zürich in eigener psychoanalytischer Praxis sowie als Radioredakteur beim Schweizer Rundfunk.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Daß ein deutscher Schrifsteller sich entscheidet, über die Vergangenheitsbewältigung zu schreiben, ist keine große Überraschung. Das Diskussionsthema von der Rolle der Eltern im Zweiten Weltkrieg ist auch nichts Innovatives in der deutschen Literatur, jedoch der von Peter Schneider geschriebene Roman gibt dem Leser die Möglichkeit, sich in die Lage des Sohnes eines noch nicht gefangenen Kriegsverbrecher zu versetzen, und deshalb die Aspekte von erebter Schuld, die schwierigen, aber besonderen Verhältnisprobleme zwischen Eltern und ihren Kindern dieser Generation und den Ärger des Kindes über das Schweigen und den Mangel ihrer Eltern an der Unbarmherzigkeit zu untersuchen.

Obwohl die Namen der Figuren nie erwähnt werden, bringen bestimmte Details den Leser zur Erkenntnis, daß das Buch auf der wahren Geschichte Rolf Mengeles beruht, der seinen Vater in Süd-Amerika besucht. Diese fiktive Darstellung wurde während seiner Veröffentlichung von einigen Kritikern stark kritisiert, weil es ein Plagiat der Berichte der Bunte-Illustrierten sei. Sie haben auch empfunden, daß das Buch mit dem Kriegsverbrecher mitfühle und deshalb den Holocaust trivialisiere.

Der Leser sieht den Besuch durch die Augen des Sohnes und deshalb haben wir sofort für ihn Verständnis, jedoch damit wir nicht nur einen subjektiven Standpunkt bekommen, spricht der Ich-Erzähler zu einem "du", das nicht nur die Frage des Lesers stellt, die der Sohn normalerweise wiederstrebt zu beantworten, aber durch den Erzähler wird der Sohn gezwungen, seine Schuld anzuerkennen und sein Dilemma, seinen Vater "zu decken oder ihn zu verraten", zu diskutieren. Daß wir wenig über das "du" kennen, hat zur Folge, daß der Leser auf der Suche nach Antworten beteiligt ist.

Das Buch stellt der jüngeren Generation in einer sehr effektiven Art die Probleme der Nachkriegsgeneration dar, das Schweigen ihrer Eltern - nicht nur als SS-Verbrecher sondern auch als Mitläufer. Ich verachte den Vater im Lauf des Buches immer mehr und glaube nicht, daß es die wahren Schrecken des Holocaust trivilialisiert. Das Buch gibt mir, als einer jungen britischen Leserin, einen interessanten Einblick in die Gefühle der Nachkriegsgeneration und zeigt uns auch, wie diese Generation sich immer noch in die Erbschaft des Dritten Reiches verwickelt und davon betroffen fühlt.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Im Januar habe ich ihn gesehen. Du fragst mich, was ich erwartet habe: vielleicht ein Gefühl". So begins Peter Schneider's Vati, the story of a child who has grown up under the shadow of a parent implicated in the Nazi regime; now the war is over, the son visits his father in what proves to be a disturbing confrontation between the past and present. Although based upon the story of Rolf Mengele and his father, Joseph Mengele (1911-1979), infamous doctor at the Auschwitz concentration camp, Schneider effectively erases these names to give the story a wider resonance. As part of literature labeled Vergangenheitsbewältigung, the child/ parent relationship in Vati doubles up as both a focus on the Third Reich, and a 'coming to terms' ('Aufarbeitung') with the Nazi past for post-war Germans (much like Marcel Beyer's Flughunde).

Schneider's management of the plot is unusual, namely because of the striking narrative technique. "Ich" (narrator and son) has a shadow - the nameless "du" - a fictional addressee void of the constraints of political correctness. The Du criticizes the narrator, forcing him to defend and analyse his actions, hence creating a link between the Ich's unique experience and that of the contemporary reader. Hereby, Schneider does not limit his book to those whose parents have committed crimes against humanity, but opens up the text to any willing reader.

Vati does not make for comfortable reading. The fundamentals of the story - the meeting in Brazil, the childhood flashback, the effect of a new cultural habitat on the narrator, are all littered with references to his psychological instability. The narrator's description of his own thought processes is often distorted; his private fears and expectations cause him to have strange optical illusions. The reader may also find the story's implied notions concerning genetic inheritance alarming. The narrator is frightened by what the future may hold. Will he inherit from his father all that is abhorrent to him? Vati does, however, invite readers to see beyond the limited perspective of the narrator and to question his actions and motivations.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Was würden Sie empfinden, wenn ihr Vater ein Mörder wäre? Schlimm genug, aber was ist, wenn er ein SS-Morder wäre? Was würden Sie machen? Der Ich-Erzähler dieser Novelle steckt genau in diesem Dilemma, seinen Vater entweder zu decken oder ihn zu verraten. Der Ich-Erzähler erzählt widerstrebend seine Geschichte in einer Rückblende einem Schulfreund, den er zwanzig Jahre lang nicht gesehen hat. Er fängt mit seinem Besuch bei seinem Vater in Brasilien an, dann geht er zu seiner Kindheit über und schließlich kehrt er zum Besuch zurück. Obwohl der Erzähler im Text nie genannt wird, bietet Schneider uns einige Anhaltspunkte für dessen Identität. In dem der Autor die Identität des Protagonisten nicht verrät, suggeriert er dem Leser, daß diese Erzählung allgemein zutreffend ist, und daß sie nicht nur Kindern eines SS-Mörders, etwas zu sagen hat. Für Vati wendet Peter Schneider den Montagestil an, aber mit weniger Erfolg als für den auch von ihm geschriebenen Mauerspringer. In der Erstausgabe gab er die Quelle seines Materials nicht an und weswegen er stark kritisiert wurde. Es wurde ihm vorgeworfen, dab Teile der Novelle den Bunte-Interviews sehr ähneln würden. Als eine junge Britin, ist mir das völlig egal, weil ich noch nie Bunte-Interviews gelesen habe. Man muß sich aber fragen, ob Schneider etwas Neues mit diesem Material gemacht hat oder nicht. Eine Frage, die ich persönlich nicht beantworten kann. Die ganze Novelle hindurch bekommen wir einen Einblick in die Motivationen des Ich-Erzählers, seinen Vater zu besuchen. Als Folge davon fand ich es einfach, Mitleid mit ihm zu haben, aber gleichzeitig fand ich den Mangel an einer kritischen Stimme ein bißchen frustrierend. Zur Verteidigung dieser Novelle muß ich sagen, daß sie hoch komplizierte Fragen in Angriff nimmt, die zudem sehr kontrovers sind. Diese Novelle ist nicht das gelungenste Stück Literatur. Trotzdem sollte man sie lesen, schon allein, weil Vati einige wichtige Fragen der Mittäterschaft anschneidet. Kann man 'schuldig geboren' sein? Wenn man diese Novelle liest, könnte man diesen Aspekt zumindest für sich selbst entscheiden.
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