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Fiasko [Taschenbuch]

Stanislaw Lem
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp (20. November 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518396749
  • ISBN-13: 978-3518396742
  • Originaltitel: Fiasco
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,1 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 21.392 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Stanis?aw Lem
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im 22. Jahrhundert versucht ein Raumschiffkommando mit einer außerirdischen Zivilisation Kontakt aufzunehmen. Doch diese ist in einem fatalen Zustand, seit über 100 Jahren befindet sich das fremde Planetensystem in einer Phase eines kalten Krieges und Wettrüstens.

Über den Autor

Stanislaw Lem wurde am 12. September 1921 in Lwów (Lemberg) geboren, lebte zuletzt in Krakau, wo er am 27. März 2006 starb. Er studierte von 1939 bis 1941 Medizin. Während des Zweiten Weltkrieges musste er sein Studium unterbrechen und arbeitete als Automechaniker. Von 1945 bis 1948 setze er sein Medizinstudium fort, nach dem Absolutorium erwarb Lem jedoch nicht den Doktorgrad und übte den Arztberuf nicht aus. Er übersetzte Fachliteratur aus dem Russischen und ab den fünfziger Jahren arbeitete Lem als freier Schriftsteller in Krákow. Er wandte sich früh dem Genre Science-fiction zu, schrieb aber auch gewichtige theoretische Abhandlungen und Essays zu Kybernetik, Literaturtheorie und Futurologie. Stanislaw Lem zählt heute zu den erfolgreichsten und meist übersetzten Autoren Polens. Viele seiner Werke wurden verfilmt.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Genial 7. August 2002
Von Alexander I. TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Jeder stellt sich die Frage "Wie verläuft der Erste Kontakt"? Die Menschen, lange auf der Suche nach einer anderen Intelligenz im All, entdeckt endlich ihre Nachbarn. Doch wie Kontakt aufnehmen? Kontaktieren sie uns zuerst? Wir sie? Sind sie feindlich? Haben sie Angst? Schicken sie uns weg? Laden sie uns ein? Aber was ist.... wenn garnichts passiert?

Dieser Frage sieht sich die Besatzung des Raumschiffes gegenüber, die den Ersten Kontakt mit einer neu entdeckten Spezies herstellen soll. Dabei besteht die Besatzung durchweg aus Wissenschaftlern bis auf eine Ausnahme. Ein Raumpilot gelangt durch einen Unfall der in einer ausführlichen Vorgeschichte (die an sich schon ein eigenes Buch wert wäre) beschrieben wird an Bord des Raumschiffes und wird eher unfreiwillig zum Hauptdarsteller der Geschichte.

In typischer Lem Manier dreht sich die Geschichte um die Menschen und "ihre" Technik, die Menschen und ihr Umgang mit dem fremden und nicht zuletzt um ihren typischen Anthropomorphismus, der ständig bestrebt ist ihre eigenen Eigenschaften auf ihre Umgebung und ihnen Fremdes zu projizieren.

Entfernt an das Meisterwerk "Solaris" erinnernd, stehen sie hier wieder vor einer fremden Macht die von sich aus keinerlei Informationen preisgibt. Das philosophische Element dieser Begegnung kommt hier klar heraus: Die Erkenntisse die wir von etwas gewinnen, was von sich aus keine Informationen hergibt,werden ausschließlich von unseren Fragen bestimmt. Wir erfahren immer nur das, was wir erfragen können - die Art der Frage bestimmt dabei die Antwort und läßt uns über die Hintergründe im Dunkeln. Dabei stellt sich die Besatzung hintergründig nicht nur einmal die Frage: Fragen wir in die richtige Richtung?

Was wir nicht erfragen können - das, an was wir nicht von uns aus denken - das bleibt im Dunkel...
So entwickelt sich die Begegnung zwischen Menschen und Unbekannten zu einer einseitigen - der Gegenüber agiert nicht, er reagiert nur, und manchmal nicht einmal das.

Die Spannung die Lem aus dieser Geschichte zieht ist fesselnd. Aus dem Unwillen aufzugeben entwickelt sich alles in eine Richtung die den Leser miträtseln und miterahnen läßt.

Das Finale ist kräftig und wer Lem kennt der weiß - das Ende des Buches ist erst der Anfang des eigenen Denkens.

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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
FIRST CONTACT, mal anderst... 11. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Stanilaw Lem gehört zu meinen unumstrittenen Favoriten. Obwohl sich mit grossen Ausnahmen praktisch jedes seiner Bücher im Genre "ScienceFiction" bewegt, vermag er vom Grundthema her Szenarien behandeln, welche im eigentlichen nicht auf SciFi-Boden basieren. Wohl finden seine Geschichten im benannten Umfeld statt - in Raumschiffen, auf fremden Planeten usw. - doch sind es abgesehen von den Geschichten Ijon Tichy's meistens nicht die Abenteuer an für sich, welche mich von anhin in seine Welt entführt/verbannt haben, vielmehr die erstaunlich realistischen Zwischentöne, welche schlussendlich das Geschehen formieren. Auf "Solaris" werden beispielsweise intimste Gedanken und Sehnsüchte materialisiert, die untereinander nicht bloss der Existenz willen, sondern der inhaltlichen Aussagekraft wegen verschwiegen werden. (Bsp. Pädophile Homosexualität) So findet die Geschichte "FIASKO" wohl in einem fernen Sonnensystem statt, doch man ergötzt sich auch hier nur zum kleinen Teil an "kosmischen" Bildern und SciFi-Szenarien. Diese werden auch mit Liebe zum Détail beschrieben (Eisring um den Planeten), doch vielmehr sind es die Konflikte, die in diesem Umfeld entstehen. Der erste Kontakt zu einer anderen Zivilisation, von welcher nicht einmal das Aussehen bekannt ist, wird mit anfänglich zwei theoretischen Entwicklungsmöglichkeiten, bzw. einer Grundfrage thematisiert: Wird unsere Ankunft freundliche oder feindliche Reaktionen auslösen? Der effektive Konflikt zwischen den beiden Rassen und den Menschen untereinander gestaltet sich in der dritten, zuvor nicht bedachten Form des ÜBERHAUPT NICHT stattfindenden Kontaktes und man könnte mögliche Parallelen zu Solaris entdecken, wo die fehlende Möglichkeit zur Kommunikation in jeglicher Form mehr Fragen als Antworten liefert: WEISS man von unserer Existenz? Ist der Nicht-Kontakt Summe vorerst feindlicher - oder geheimer Absicht? Gibt es dort möglicherweise militärische Einheiten, die vor dem "offiziellen Kontakt", vor Einbeziehung der eigentlichen Zivilisation eigene Abklärungen tätigt? Wie können wir Aufmerksamkeit erlangen wenn keine Reaktion erfolgen, wie weit dürfen/können wir an der Oberfläche kratzen, ohne ein Fiasko zu riskieren? Gleichzeitig ist man darüber informiert, was eine Fehlhandlung auslösen KÖNNTE, denn der Raum im besagten Sonnensystem weist kriegerische Spuren massenhaft anwesender Überwachungssateliten auf, deren übermässig vorhandene Anzahl keine Logik aufweist. Auch in Solaris ist der Protagonist über mögliche Konsequenzen bewusst, nur weiss er nicht, aufgrund welcher früherer Handlungen diese erfolgt sein könnten. Der grössere Teil des Buches beinhaltet demnach massenhaft Spekulationen auf mögliche Auswirkungen, schildert grundverschiedene Überlegungen einzelner Wissenschaftler auf ein und dasselbe Problem, bevor das nächste thematisiert wird. Dies könnte (und wird) einigen StarTrek-Fans und ähnlichen SciFi-Freaks missfallen, denn die weitere Entwicklung der Geschichte ist trotz der "fiktiven" Ausgangslage unheimlich realistisch und deshalb für meinen Geschmack überaus genial. ERGO: Wer eine ernsthafte, leicht mystische, streckenweise sehr theoretisch behandelte Auseinandersetzung einer phantastischen, actiongeladenen First-Contact-Alien-Version vorzieht, ist mit diesem Roman besser bedient, als ihm möglicherweise recht ist.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der Protagonist ist sich seines Ichs nicht sicher. Nach Jahren aus dem Eis gerettet, weist sein Gehirn Gedächtnislücken auf und er kann nicht sicher von sich sagen wer er ist. Zumindest das Archiv kann helfen seine Person auf zwei Vermisste einzugrenzen.

Der Gerettete nimmt an einer Expedition zu einem ferne Planeten teil, auf dem die Wissenschaft intelligentes Leben vermutet. Nach der Ankunft wird sehr schnell klar, das der Stand der Wissenschaft dort, dem der Erde gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts entspricht. Die Entdecker werden sehr früh bemerkt. Doch extremes Misstrauen beherrscht die Situation. Der Bordcomputer mit dem vielsagenden Namen GOD hat seine Schwierigkeiten, adäquate Übersetzungen zu liefen: „Die Hilflosigkeit, die GOD vor diesen Tausenden Fotos erkennen ließ, machte dem Menschen bewusst, dass in dieser auf scheinbar absolut objektive Informationsverarbeitung ausgerichtete Maschine dennoch ein Erbteil Athropozentrismus geronnen war." Oder anders: „Man wollte etwas erfahren über eine fremde Vernunft, und man erfuhr, welch enge Geistesverwandtschaft zwischen den Menschen und Ihren Computern bestand."

Auf dem Planeten stehen sich zwei Mächte feindlich gegenüber. Jede Form der Kontaktaufnahme wird als Vorteil für die Gegenseite interpretiert. Man ist nicht an Kontakt interessiert. Auch die Entdecker stehen unter Druck, wollen endlich auf den Planeten, was ihnen immer wieder versagt wird. Die fatale Entscheidung eine Machtdemonstration abzugeben und den begleitenden Mond zu sprengen endet in einer Katastrophe. Alle Beteiligten sprechen sich gegenseitig Vorwürfe aus.

Der Planet hat viele Rätsel; es regnet ständig dort und allem Anschein nach sind die Bewohner auch noch dafür verantwortlich. Alle Begriffe, die mit Bewegung im Zusammenhang stehen, gehen ins Leere. Da fällt doch die Entscheidung, der Protagonist erhält die Erlaubnis den Planeten zu besuchen.

Stanislaw Lem's letztes Romanwerk setzt sich schwerpunktmäßig mit nicht irdischer und künstlicher Vernunft auseinander. Er stellt dabei treffend heraus, das Begriffe nicht eins zu eins übersetzbar sind. Eskimos haben über einhundertfünfzig Begriffe für Schnee. Eine fremde Rasse, für die Eigenbewegung unbekannt ist, dürfte für die Menschheit vor unvorstellbare Dialogprobleme stellen, an denen sich selbst unsere Computer schwer tun. Der Roman ist spannend und kompakt geschrieben. Neben Solaris sicher eines der besten Werke von Stanislaw Lem.

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Sein bestes
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Vor 8 Monaten von Nathalie Verena Ulrich veröffentlicht
von Lem nur das Beste
Wer Lem kennt, kennt auch Pirx...
Ich fand es ungeheuer rührend, das Lem diesem von Ihm so detailreich entwickelten Charakter in diesem Buch noch einen Auftritt... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Rene Trojan veröffentlicht
Viel Sciene unterbrochen von Fiction
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Fiasko erschien 1986 in der deutschen Übersetzung (Volk und Welt, DDR; Fischer Verlag, Bundesrepublik). Lesen Sie weiter...
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S. Lem. Fiasko
Lesevergnügen pur, wenn man nicht einen reinen Sci-Fi Roman lesen, sondern auch ein bisschen in mögliche Bewegründe der einzelnen Protagonisten eintauchen... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von aragon_3 veröffentlicht
Spannende, intelligente ScienceFiction
Ich würde sagen, diese Geschichte ist typisch für Lem. Sehr intelligente ScienceFiction, und noch dazu hoch spannend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Januar 2010 von Maik Hoffmann
Anstelle des Fremden finden wir nur uns selbst
"Das Fiasko " ist in meinen Augen einer der besten Romane zum Thema "Kontakt", der jemals geschrieben wurde. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. September 2007 von Michael Wagner
Nicht völlig überzeugend ...
Vor kurzem habe ich meine Jugendvorliebe für Stanislaw Lem wiederentdeckt und nun - nach "Solaris" und "Die Stimme des Herrn" mich erneut dem "Fiasko" gewidmet. Lesen Sie weiter...
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