Besitze das Album nun schon geraume Zeit, ebenso wie auch "Letting of the Happiness", "Lifted" und die "Collection of songs" und ich höre alle Alben auch nach etwa 2 Jahren noch nahezu täglich. In bestimmten Phasen auch mal 2 Tage lang am Stück. Die Kritik an Conors Stimmchen lass ich mir ja noch gefallen, denn die ist durchaus Geschmackssache. Ebenso wie die recht einfach gehaltene, schlecht abgemischte, dadurch aber sehr authentische Musik. Das muss nicht jedem gefallen und so soll das ja auch sein. Conors Texte...In ihnen findet man sich wieder. Selten fiel mir das gefühlsmäßige Verstehen der englischen Sprache so einfach. Er benutzt eine einfache, bildhafte, wunderbar poetische Sprache, die sich einem nicht verschließt, sondern die erfasst werden will.
Was ich aber unbedingt klarstellen möchte und was eigentlich auch Grund für das Schreiben dieser Rezension war: Conor ist KEIN Britpop. Wie man auf diesen Gedanken kommen kann, ist mir auch nach 2 Jahren mit dieser Musik völlig unklar. Man mag es Folk nennen, vielleicht auch irgendwie Emo (ohne den Punk ;-)), aber ganz sicher ist es kein Britpop.
Zur CD kann ich soviel nicht sagen, da ich alle Alben von Bright Eyes liebe und mit 5 Sternen bewerten würde. Es ist einfach unglaublich traurige, authentische Musik, die einem Tränen in die Augen treibt, gleichzeitig aber immer die Hoffnung am Leben erhält, alles könnt nur halb so schlimm sein. Schließlich hat man einen Freund, der einen versteht, dem es ähnlich geht. Der daraus Großes geschaffen hat. Der seine Krisen sinnvoll umgesetzt hat, bewiesen hat, dass das geht. Ein Leben ohne Bright Eyes kann ich mir, grad in depressiven Momenten, aber durchaus auch dann, wenn ich gut drauf bin, nur noch sehr schlecht vorstellen. Tanzbar ist Bright Eyes wohl aber nicht. Soll man auch gar nicht, schließlich ist man mit Zuhören beschäftigt.
Nun ja, allen die Conor für sich entdecken und sei es auch erst mit seinen neuen 2 Alben gratuliere ich und ich wünsche ihnen viel Vergnügen mit dieser Musik.