in einem Punkt mag ich den vielen Lobpreisungen nicht zustimmen - sonderlich abwechslungsreich ist die CD nämlich nicht. Klar, das instrumentale Intro und das elektronische Zwischenspiel sprengen die gewohnten Normen und wirken fremd - und ohne Zweifel zurecht ganz anders.
Aber das sind halt nur Einsprengsel, die man eigentlich nicht als eigenständige Lieder werten kann. Zumindest mir fällt das schwer. Aber dass die CD in meinen Ohren doch größtenteils einem Stil folgt, macht nicht allzuviel. Aus mehreren Gründen. Zum einen, weil "Panic! at the Disco" es geschafft haben, in der weit geöffneten und stark gefüllten Schublade der alternative Music einen eigenen, nicht besetzten Stil zu finden, zum nächsten, weil der Musikstil der Band einfach Spaß macht, und nicht zuletzt auch deswegen, weil so noch ein kleines Steigerungspotential für folgende Alben der Band bleibt.
Die Band bietet auf ihrer CD also moderne gute Laune Musik, die die meisten Parties in Schwung bringen sollte und dazu doch recht tiefgründige Texte. Musikalisch sehr ansprechend gespielt, und gut gesungen. Viel mehr kann man von einem Debutwerk junger Musiker nicht erwarten.
Auch wenn ich den 5. Stern nicht ganz geben mag (zu den allerbesten Platten aller Zeiten fehlt halt doch noch eine Winzigkeit), so ist die CD dennoch eine der bislang besten Scheiben des Jahres 2006.
Ich gebe in etwas präziserer Wertung 8 1/2 von 10 Punkten, und eine klare Hör/Kaufempfehlung. Wer "I write sins, not tragedies" mag, kann sich die CD eigentlich bedenkenlos kaufen. Auch wenn die Melodieführung der anderen Songs einen Tick sperriger ist und nicht ganz so leicht ins Ohr geht, ist der Stil und auch die Klasse der Titel durchaus vergleichbar.