Sleepy Sun spielen eine interessante Mischung verschiedener Stile: Folkiges ist dabei, etwas Prog, ein wenig Stonerrock, Psychedelic ' Die Musik könnte somit theoretisch aus den späten 60ern oder 70ern stammen, und auch das Coverdesign legt diese Assoziation nahe, andererseits klingt das Ganze dann doch reichlich frisch und ist vor allem auch recht transparent produziert.
Die Songs sind eher im Mid- und Lowtempo-Bereich angesiedelt, was der CD eine sehr eigene, etwas schwül-drogige Stimmung verleiht. Dass sowohl mit einer Sängerin als auch einem Sänger agiert wird, gibt den einzelnen Songs jeweils einen sehr eigenen Touch. Highlights sind für mich Desert God, dass wabernd-ruhig beginnt, bevor dann ein Break mit einer abgefahrenen Mundharmonika das Stück in eine ganz andere Richtung führt, und Open Exes, dass ein wenig klingt wie Kyuss in Zeitlupe, aber mit komplett anderem Gesang. Und Sandstorm Woman ' würde sich hervorragend auf dem Soundtrack eines Tarantino-Filmes machen.
Freunde von Krautrock, experimenteller Indie- und Alternative-Musik, aber auch Stoner- und Wüstenrock-Anhänger sollten in jedem Fall mal ein Ohr riskieren, auf der MySpace-Seite der Band ist dies gut möglich. Da der männliche Gesang schon recht eigen ist, empfiehlt es sich in jedem Fall, das Album nicht blind zu kaufen!
Für ich ist Fever eine tolle Sommerplatte ' trotz aller Langsamkeit ist die Stimmung nämlich alles andere als herbstlich!