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Feuerherz.
 
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Feuerherz. [Taschenbuch]

Senait G. Mehari
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Droemer/Knaur (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426778351
  • ISBN-13: 978-3426778357
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 160.625 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Erste Erinnerungen ans Waisenhaus „Orfan“ in Asmara. Mengistu hieß der allmächtige Gott, der alles geschaffen hatte, wie die Schwestern predigten. Das vierjährige Kind wusste nichts über den äthiopischen Diktator. Es wusste auch (noch!) nichts vom Krieg, den er gegen Eritrea, die Heimat des Kindes, führte. Die Sterne schienen nicht günstig für die kleine Senait, die als Baby in einem Koffer aufgefunden wurde. Der Vater war entfleucht, die Mutter hatte den unerwünschten Nachwuchs einfach ausgesetzt. Es sollte anders kommen. Jahre später würde „das Kofferkind“ Senait Mehari in einem fernen Land seine Stimme erheben.

Es ist eine laute und anklagende Stimme, die das „Feuerherz“ gegen die Zustände in ihrer Heimat richtet. Auf „Orfan“ folgte ein von italienischen Nonnen geführtes Heim. Die Betschwestern und die weißen Kinder ließen für Senait fünf Jahre zur Tortur werden. Rettung erfolgte durch Tante Mbrat. Senait kam zu ihren Großeltern, die bisher schönste Zeit ihres Lebens. Das Idyll sollte jedoch nicht lange währen. Der verschwundene Vater und seine neue Frau meldeten Besitz an. „Alle eritreischen Väter schlagen ihre Kinder“. Ein bitterer Satz, bald bittere Wahrheit. Als die Kriegsfront näherrückt, beginnt der traurige Höhepunkt in Senaits bisherigem, kurzen Leben: Der Vater liefert sie und ihre Schwester kurzerhand im Rekrutierungsbüro der ELF ab. Die jüngste Soldatin der eritreischen Befreiungsarmee tritt ihren furchtbaren Dienst an.

Eine Kindheit, die Narben hinterließ. Rassistische deutsche Taxifahrer lassen die Wut hochkochen. Senait kann zickig sein, unnachgiebig, wie sie zugibt. Sexueller Missbrauch, Armut, sowie ein Leben in ständiger Todesnähe, machten kein schmiegsames Schmusekätzchen aus ihr, wie der prügelnde deutsche Drogenfreund aus gutem Hause drastisch erfahren muss. Es ist aber auch diese unbeugsame Qualität, die sie unbeirrt ihre musikalische Karriere planen ließ. Senait indes setzt Prioritäten. Nicht ihrem musikalischen Erfolg, imponierend genug, gilt das Hauptaugenmerk ihres Berichts, sondern ihren geknechteten Landsleuten. Sie besuchte ihre Heimat. Hier ist Missionsarbeit bitter nötig. Mit ihrem Buch ist Senait G. Mehari dies auf erschütternde Weise gelungen. –Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Es sah nicht so aus, als wäre Senait ein langes Leben bestimmt: Ihre Mutter setzte das Neugeborene in einem Koffer aus. Ihr Vater fürchtete, seine Familie nicht mehr ernähren zu können, und gab seine kleine Tochter in eine Rebellenarmee. Als Kindersoldatin wäre Senait um ein Haar von einer Granate zerrissen worden. Ihre Kindheit war ein Albtraum. Dass sie ihn überlebte, grenzt an ein Wunder. Jetzt erzählt Senait ihre Geschichte - die Geschichte einer jungen Frau, die sich gegen ihr Schicksal stemmt und ihren eigenen Weg ins Leben sucht.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Oberflächliche Inhaltsangabe eines interessanten Lebens, 4. Oktober 2004
Die Autorin beschreibt ihre Lebensgeschichte. Sie ist ein äthiopisch-eritreischer Mischling, wurde von ihrer Mutter ausgesetzt, vom Vater als Kindersoldatin zur ELF geschickt und gelangte schließlich nach Deutschland. Sie löst sich von ihrem tyrannischen Vater und wird selbständige Künstlerin.

Die Geschichte Senaits ist sicherlich sehr interessant. Leider gelingt es der Autorin an keiner Stelle, mehr in die Tiefe zu gehen und Zusammenhänge, Gefühle oder Ideen zu entwickeln. Ihr wahres Leben, ihre eigentlichen Kämpfe und wie sie sie überwindet, bleiben stets im Dunkeln.

Jedes der einzelnen Kapitel hätte die Vorlage für eine mitreißende Erzählung oder Darstellung liefern können, stattdessen wird nur ganz oberflächlich ein unzusammenhängendes Bild der jeweiligen Lage geliefert.

Wer tiefere Informationen über die Autorin oder die Länder, in denen sie gewesen ist, erwartet, wird enttäuscht. Zum Beispiel werden die politischen Kenntnisse der Autorin über ihr eigenes Land und Äthiopien zusammengefaßt in der Phrase, daß es sich wohl um Diktaturen handele - eine Erkenntnis, die dem interessierten Leser schon vor der Lektüre klar war.

Auch die Erfahrungen der Autorin im deutschen Musikgeschäft werden nur "angekratzt" und vermitteln im wesentlichen überhaupt nichts.

Das Buch liest sich wie ein Interview, bei dem die falschen Fragen gestellt werden; leider ist das Buch letztlich eine verpaßte Chance.

Zum Vergleich: Wer "Rote Azalee", eine ähnliche Geschichte einer jungen Chinesin, kennt und schätzt, dem wird "Feuerherz" als oberflächliche Darstellung zu wenig bieten.

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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Interessantes Leben, schwache Erzählung, 6. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Senait Mehari ist ein unerwünschtes Kind im eritreischen Teil Äthiopiens und kommt während des Bürgerkriegs zur Welt. Ihre Mutter will sie nicht und versucht, sie auszusetzen. Sie kommt ins Heim und wird von den Großeltern und einer Tante erst nach Jahren nach Hause geholt. Wer ihre wirkliche Mutter ist, sagen ihr die Großeltern nicht.
Die Großeltern geben sie schließlich dem Vater weiter, der mit seiner dritten Ehefrau und Kindern aus zwei Ehen lebt - er haßt die ca. sechsjährige Senait vom ersten Augenblick an und tyrannisiert sie mit Schlägen.
Die Stiefmutter rettet das Mädchen vor dem Vater, aber nur, indem sie ihn überredet, das Kind nicht selbst umzubringen, sondern zu den Soldaten der "Jebha", der Eritreischen Befreiungsfront zu geben. Dort wird Senait in einem Augenblick aufgenommen, als der Kampf im Bürgerkrieg praktisch verloren ist; sie kann nur noch als Kanonenfutter dienen.
Sie wird schließlich von einem Onkel gerettet, kommt nach Deutschland zum Vater, flieht vor dessen Gewalttätigkeit und baut sich ein eigenes, unabhängiges Leben auf.
Diese Lebensgeschichte bietet Stoff für eine überwältigende Biographie, die aber leider nicht befriedigend umgesetzt ist. Erzählerisch ist das Buch leider schwach, an den entscheidenden Stellen werden Zusammenhänge nicht erzählt und hintergründige Informationen oder tiefergehende Gedanken nicht entwickelt.
Ein interessantes Buch, das wegen der erzählerischen Mängel nur drei Sterne "ergattert".
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Alles andere als eine Biografie!!!!!, 3. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Feuerherz. (Taschenbuch)
Also schön ist es ja dass das Land Eritrea in den Medien auftaucht, gut ist auch dass dieses Buch deutlich aufzeigt was der Europäer doch so gerne hört. Eine hübsche Afrikanerin die Stärke zeigt, FAST von Hyänen zerbissen wird, die Hauptstadt mit übrigens ca. eine halbe Million Menschen, abends in die Häuser rennt, weil die Löwen wieder in der Stadt sind. Ausser im städtischen Zoo gibts keine Löwen oder andere interessante Tiere. Habe das Besuch zweimal gelesen und mich prächtig amüsiert. Wie leicht ist es doch den Europäer zu täuschen, Senait ist aber nur eine Figur, den Hintergrund gab es bereits vorher schon, nämlich dieses naive Bild über Afrika. Wer's kauft ist selber schuld. Zumindest rutscht Senait bei Interviews, wenn sie überhaupt noch welche macht, mal kurz die Wahrheit über die Lippen, wie sie während ihrer ersten Konfrontation sagte, ich habe dieses Buch nicht selbst geschrieben, ich hatte nie eine Waffe in der Hand, ich war nie an der Front,... Naja jetzt hat sie zumindest genug Einnahmen gemacht....
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