Nick Kymes erster Roman über die Feuersalamander, einem legendären Orden der Space Marines ist auf den ersten Blick ein verwirrendes Buch. Ein Grund dafür sind die zahlreichen Charakter, die uns Kyme hier auf ca. 480 Seiten vorstellt. Neben den Sergeanten Dak'ir und Tsu'gan gibt es da noch den neuen Kommandanten der dritten Kompanie N'keln, sowie andere Personen. Hier nur eine kurze Auflistung zur Verdeutlichung:
Pyriel (Scriptor), Elysius (Ordenspriester), Praetor (Terminator), Ba'ken, Iagon usw. Dabei ist es noch einigermaßen leicht, diesem Aufgebot an Space Marines zu folgen. Verwirrender wird es jedoch, wo es um die verschiedenen Handlungsstränge geht. So beginnt Kyme mit dem Tod des alten Hauptmannes verursacht durch einen gewissen Nihilan und seine Drachenkrieger, dieser Handlungststrang, über den man das ganze Buch hinweg grübelt und der zeitweise nahezu aus den Augen verloren wird, erfährt jedoch ein viel zu rasches, unbefriedigendes Ende.
Auch ansonsten wirkt es wie einen Aufeinanderreihung zahlreichen kurzer Episoden, die nur vage miteinander verknüpft sind, und deren Ausbau ein großartiges Potential in sich geborgen hätten. Doch Kyme geht diesen Weg nicht, vielleicht behält er sich manche Konflikte für Folgebände vor. Der Planet Scoria hingegen, auf denen die dritte Kompanie schließlich strandet ist eher lieblos, genauso wie das dortige Szenario sich stark an vorherige W40k-Geschichten anlehnt.
Es gibt jedoch Momente, wo Kyme eine atemberaubende Szenerie erschaffen kann. Dort, wo er den Heimatplaneten der Salamanders, Nocturne, beschreibt, und manch andere lassen seine Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, kurz aufblitzen. Solche Momente sind jedoch umso betrüblicher, da sie die verpasste Gelegenheit offenbaren. 'Auf dem Amboss der Schlacht' ist der Kriegsruf der Salamanders, einer Legion der ersten Gründung. Dieses Buch jedoch verwandelt sich bei eingehender Betrachtung in einen deformierten Metallklumpen in dem sich zwar manches Kleinod findet, der aber im Ganzen stark an Format verloren hat.