Es ist nicht nur die Geschichte der Schwestern Tissington,sondern auch die von Mal Willoughby. Er ist ein liebenswürdiger Überlebenskünstler. Nach einer politischen Veranstaltung lernen sich Emilie und Mal kennen. Und damit verknüpfen sich ihrer beide Lebenswege,obwohl Welten zwischen ihnen liegen. Mal lernt auf den Goldfeldern den Goldkommisar Carnegie kennen und der bietet ihm den Job eines Vorreiters bei einem Goldtransport an. Dieser Transport wird überfallen und drei Männer werden dabei getötet. Für die Polizei ist klar ,daß Mal einer der Täter ist. Da er keine Chance für ein faires Verfahren sieht, muß er fliehen. Aber auch Ruth und Emilie Tissington haben kein Glück. Ruth scheitert mit ihren hohen Anforderungen als Gouvernante bei einer Farmersfamilie. Aber auch Emilie hat große Schwierigkeiten mit ihrer Vorgesetzten,kommt aber mit den Kindern sehr gut zurecht. Kurz nach seiner Flucht,trifft Mal Emilie noch zweimal und kann sie von seiner Unschuld überzeugen. Denn in Wirklichkeit hat der Goldkommisar zusammen mit einem anderen Ganoven den Überfall geplant und durchgeführt. Es ist ein fast perfekter Plan,nur ist ihm das Glück nicht hold. Und sehr bemerkenswert ist für mich dabei,wie aus einem Täter auch ein Opfer wird. Emilie gelingt es im Laufe der Ereignisse, sich immer mehr an ihre Situation und das Land anzupassen. Inzwischen treiben die Ereignisse immmer mehr ihrem Höhepunkt entgegen. Denn Mal wird auf der Flucht von seinem Onkel verraten,weil er dem Geld das auf Mal ausgesetzt ist, nicht widerstehen kann. Es ist ein großartig geschriebenes Buch, mit sehr viel Liebe zum Detail. Es wird dabei klar,wie schwer die Umstellung von einer Kultur zu einer anderen ist. Wie hart der Kampf ums nackte Überleben ist und um sich einen Platz in der Gesellschaft zu erringen.