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Vom Feuer der Gaben (limitiertes Hardcover-Buch, leinenbezogen + geprägt)
 
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Vom Feuer der Gaben (limitiertes Hardcover-Buch, leinenbezogen + geprägt)

Klez.E Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (30. Januar 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Loob Musik (Universal)
  • ASIN: B001M0JTVS
  • Weitere Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 101.219 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Wir ziehen die Zeit
2. Der Saal
3. Die große Einfachheit
4. Madonna
5. Hier, wo Du strahlst
6. Der Garten
7. Vom Feuer der Gaben
8. Im Raum mit Toten
9. In Gold
10. Am Grund der tiefgrünen See
11. Der Welt ein Ort
12. Gebet für mehr

Produktbeschreibungen

motor.de

Nach fast dreijähriger Arbeit haben Klez.e ihr drittes Album endlich fertig gestellt. Mit „Vom Feuer der Gaben“ ist ein Stück Musik entstanden, das überraschen und polarisieren wird.



„Ist das alles? Der schönste Moment?“, fragt Tobias Siebert gleich zu Anfang im Opener „Wir ziehen die Zeit“. Nein. Da kommt noch viel, viel mehr: Streicherkaskaden, üppige Bläserarrangements, Kirchenorgel, mehrstimmige Chöre, alte Druckermaschinen, Waldzithern, Didgeridoos, Elektrobeats und bildende Kunst. Es wurde ordentlich geklotzt für das neue Klez.e-Album. Als gebundenes Hardcoverbüchlein erscheint es, mit je einem von externen Künstlern angefertigten Bild pro Song.
Auch textlich wird hier mit großen Themen hantiert: Gott und der Mensch, Revolutionen von unten, Glaube, Liebe, Hoffnung, Natur. Ein Konzeptalbum zur deutschen Romantik könnte man meinen. „Im Raum mit Toten“ riecht nach Vormärz und Sturm und Drang, in „Der Garten“ ist die blaue Blume zum Greifen nahe, „Madonna“ ist ein Aufruf zu mehr Religiösität. Doch aus der Bedeutungsschwere wird mit Choralheftchen und Kirchenorgel plötzlich so eingängiger Pop, dass man fast fragen möchte: „War das nicht schon immer so?“. Und was hätte dies nicht alles für die Zukunft des deutschsprachigen Pop zu bedeuten: Die Möglichkeit einer Öffnung hin zur Klassik, eine Selbstverständlichkeit des musikalischen Zitats und vor allem auch eine des hemmungslosen Stilmixes, gar der Überführung von als „altbacken“ eingestuften Kulturgütern in die Gegenwart.

Hier wird nicht nur ein überraschend komplexes Album abgeliefert, sondern auch ein Diskurs ins Rollen gebracht. Man fühlt sich an 1999 erinnert, als Blumfeld mit „Old Nobody“ die deutsche Popwelt durcheinander wirbelten, indem sie Schlageraphorismen für die Indie-Generation aufbereiteten und in Folge dessen ungeheuer an Popularität gewannen. Wie sieht es da mit den Berlinern von Klez.e aus? Nach den geschmackvoll-vertrackten ersten Alben „Leben Daneben“ und „Flimmern“ jetztKonzerthaus oder Staatsoper statt Indieschuppen? Gar Endstation Polarkreis 18? Musikalisch sind die Wogen jetzt geglättet und pompös mit Blattgold ausgeschmückt, es prunkt an allen Ecken und Enden.




Die komplexen Arrangements sind zwar geblieben, fügen sich aber jetzt zu wohliger Harmonie zusammen. Das kann man gut und gern als Kurswechsel betrachten und sollte sich auch in den Verkaufszahlen positiv bemerkbar machen. Mehr von allem heißt in diesem Zusammenhang vor allem mehr Pop. Ein zweigespaltenes Echo wird sich da wohl kaum vermeiden lassen. „Was hier fehlt wird nun mehr klar: Es ist die Balance, die um uns war“, singt Tobias Siebert in „Hier, wo du strahlst“ und genau diese Balance wird Presse und Fans in der nächsten Zeit beschäftigen.
Denn Vielleicht hätte auch ein bisschen weniger „Schönheit“ dem Album ganz gut getan, ein bisschen weniger verkrampfte Anachronismen in den Texten, dafür ein wenig mehr Ecken und Kanten. Vielleicht bietet das Album aber auch genau das, was im deutschen Independent-Bereich lange fehlte – Mut zur Größe, zum Überschwang, zu hymnischer Melancholie, zu wirklich großem Pop, der dennoch genug Ideen und Originalität besitzt und selten so gut hörbar war wie auf „Vom Feuer der Gaben“.

Kurzbeschreibung

Nach dem 2006 erschienenen Zweitwerk FLIMMERN, was von SPIEGEL ONLINE zu den "zehn wichtigsten CDs des Jahres" gekürt wurde,
veröffentlichen sie jetzt den Nachfolger VOM FEUER DER GABEN.

"Man erkennt früh, dass die Dinge diesmal etwas anders laufen.
"Wir ziehen die Zeit", der Opener des dritten Klez.e-Albums "Vom Feuer der Gaben", besitzt einen Beat, dessen Prägnanz neu ist, eine Melodie,
die zwingend erscheint und bei aller Komplexität im Arrangement fast so etwas wie Leichtigkeit in sich trägt. Gleichzeitig führt der Song grandios
in die Irre, denn schon das folgende Stück "Der Saal", verbindet jene Stringenz mit einer Feierlichkeit, die aus dem Gospel zu stammen scheint und
auch im Text angerissen wird: "Kein Gott, kein Krieg, kein Held, kein Leid" heißt es hier, bevor die Gruppe aus Berlin musikalische Flächen
generiert, die man so in der deutschen Popmusik nicht erwartet."

Zudem schaffen sie in einer Zusammenarbeit mit 12 internationalen Künstlern, durch die Verbindung von Kunst & Musik, eine dritte Ebene, die es
so noch nicht gegeben hat. Dafür haben sie Künstler eingeladen zu je einem Lied, ein Kunstwerk zu schaffen. Und so entstand, angelehnt an die Idee
einer Dual Session, eine Sammlung zwölf verschiedener Werke, die auf ganz verschiedene Art und Weise mit den jeweils zugeordneten
Musikstücken kommunizieren + interagieren, beginnen eine gemeinsame Geschichte zu erzählen.

Die Bandbreite der Bilder entspricht dabei der der Musik: René Arbeithuber, den die meisten von seiner Arbeit mit der Popformation Slut kennen
werden, nimmt eine sehr direkte Übersetzung von "Wir ziehen die Zeit" vor. Jan Kruse von der traditionell geschmackssicheren Designschmiede
Human Empire illustriert "Madonna" einfach, aber drastisch. Und Andy Potts nimmt die Klangexplosion, die die zweite Hälfte des Titeltracks
so sehr prägt, als zentrales Element in sein verstörend-schönes Bild auf.

Nebendem: Kasper Eistrup für "In Gold", Paul Holland für "Der Welt ein Ort", W//:THEM für "Gebet für mehr", Boris Schmelter für "Der Saal",
Rose Schulze für "Die große Einfachheit", Liisa v. Bilerbeck für "Im Raum mit Toten", Mario Wagner für „Am Grund der tiefgrünen See“,
Daniel Lange für "Hier, wo Du strahlst", Michael Wutz für "Der Garten"

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wir und die Wahl... 15. Februar 2009
Format:Audio CD
Dieses Album regt zum Nachdenken an. Schon der Titel verlangt nach Klärung.
Der Hörer wird in eine Welt von kontrastreichen musikalischen Bildern geführt, der dazu gereichte Text markiert das philosophische Moment. Dieser ist meist ungeschliffen und will auch gar nicht in eine gekünstelte Form gebracht werden, wodurch er auf seine Weise auf mich wiederum sehr poetisch wirkt. Ein Beispiel:
"Ein neuer Tag, ein Anfang hin ist da / und ein Versuch vom Leben darin ist da [...]" (Die große Einfachheit)
In ihrer Grundform ist die Musik teilweise recht beat- und gitarren-lastig, trotzdem niemals eintönig, ganz im Gegenteil. Das Instrumentarium erinnert mich zuweilen an Neil Hannons "The Divine Comedy", hier mal eine Zither, dort eine Orgel, ein Chor und jede Menge Streicher. Es werden Klangwelten von musikalischer Intelligenz und emotionaler Tiefe erzeugt, die gemeinsam mit dem Text vom einsamen Sehnen über Selbsterkenntnis bis hin zur Sucht nach Zerstörung reichen. Themenschwerpunkte sind Glaube, Liebe, Hoffnung, Schmerz, Schuld, es ist einige Male von Gott die Rede. Trotzdem würde ich dem Konzept keinen kirchlich-religiösen Charakter zuordnen. Es wird wohl vielmehr ein Bild angesprochen, welches zum Hinterfragen des eigenen Lebens dient.
Gleichzeitig nimmt die Gesellschaftskritik einen großen Stellenwert ein, so z.B. Gigantomanie, Selbstgefälligkeit und Leistungsorientierung, sprich Entmenschlichung.

Bei weitem kein leichter Stoff, dieses Album will nicht nur gehört, nein, es will verarbeitet werden.
Es ist ein Werk mit philosophischer Tiefe, psychologischer Dichte und spricht zutiefst menschliche Bedürfnisse an.

Der Weg, den dieses Album beschreitet, beginnt übrigens schon, sobald man das Booklet in die Hand nimmt. Zwischen zwei Klappen aus wertigem Leinen sind zu jedem Titel ein Bild präsentiert, welche ebenfalls die kognitiven Fähigkeiten des Betrachters fordern und das Erlebnis bereichern.

Gute Arbeit, weiter so!
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Klez.e - Vom Feuer der Gaben 10. November 2011
Von N. Probst
Format:Audio CD
Habe Klez.e auf einem Konzert in Hamburg gesehen und war von der Klangdichte begeistert. Ihr technisches Können haben die Jungs auch im Studio eingesetzt. Die z.T. etwas düsteren Songs sind ein echter Hörgenuß für Freunde von melanchonischer Musik. Hoffentlich gibt's Nachschub.
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empfehlenswert 25. Februar 2010
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
eigentlich kann man sich bei der rezension recht knapp halten:
ein grossartiges album.
visuell, haptisch und ohrenschmausig. :-)
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