Nach dem 2006 erschienenen Zweitwerk FLIMMERN, was von SPIEGEL ONLINE zu den "zehn wichtigsten CDs des Jahres" gekürt wurde,
veröffentlichen sie jetzt den Nachfolger VOM FEUER DER GABEN.
"Man erkennt früh, dass die Dinge diesmal etwas anders laufen.
"Wir ziehen die Zeit", der Opener des dritten Klez.e-Albums "Vom Feuer der Gaben", besitzt einen Beat, dessen Prägnanz neu ist, eine Melodie,
die zwingend erscheint und bei aller Komplexität im Arrangement fast so etwas wie Leichtigkeit in sich trägt. Gleichzeitig führt der Song grandios
in die Irre, denn schon das folgende Stück "Der Saal", verbindet jene Stringenz mit einer Feierlichkeit, die aus dem Gospel zu stammen scheint und
auch im Text angerissen wird: "Kein Gott, kein Krieg, kein Held, kein Leid" heißt es hier, bevor die Gruppe aus Berlin musikalische Flächen
generiert, die man so in der deutschen Popmusik nicht erwartet."
Zudem schaffen sie in einer Zusammenarbeit mit 12 internationalen Künstlern, durch die Verbindung von Kunst & Musik, eine dritte Ebene, die es
so noch nicht gegeben hat. Dafür haben sie Künstler eingeladen zu je einem Lied, ein Kunstwerk zu schaffen. Und so entstand, angelehnt an die Idee
einer Dual Session, eine Sammlung zwölf verschiedener Werke, die auf ganz verschiedene Art und Weise mit den jeweils zugeordneten
Musikstücken kommunizieren + interagieren, beginnen eine gemeinsame Geschichte zu erzählen.
Die Bandbreite der Bilder entspricht dabei der der Musik: René Arbeithuber, den die meisten von seiner Arbeit mit der Popformation Slut kennen
werden, nimmt eine sehr direkte Übersetzung von "Wir ziehen die Zeit" vor. Jan Kruse von der traditionell geschmackssicheren Designschmiede
Human Empire illustriert "Madonna" einfach, aber drastisch. Und Andy Potts nimmt die Klangexplosion, die die zweite Hälfte des Titeltracks
so sehr prägt, als zentrales Element in sein verstörend-schönes Bild auf.
Nebendem: Kasper Eistrup für "In Gold", Paul Holland für "Der Welt ein Ort", W//:THEM für "Gebet für mehr", Boris Schmelter für "Der Saal",
Rose Schulze für "Die große Einfachheit", Liisa v. Bilerbeck für "Im Raum mit Toten", Mario Wagner für „Am Grund der tiefgrünen See“,
Daniel Lange für "Hier, wo Du strahlst", Michael Wutz für "Der Garten"