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Feuer brennt nicht: Roman
 
 
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Feuer brennt nicht: Roman [Gebundene Ausgabe]

Ralf Rothmann
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 303 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 3 (24. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518420631
  • ISBN-13: 978-3518420638
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 181.708 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ralf Rothmann
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ralf Rothmanns neuer Roman Feuer brennt nicht ist anders als die früheren Werke des 1953 geborenen Schriftstellers, der längst als einer der wichtigsten, besten Erzähler der Gegenwart etabliert ist. Feuer brennt nicht (ist) radikaler, angreifbarer, von existenzieller Wucht. ... Ralf Rothmann hat eine große Reflexion über Altern und Männlichkeit, Liebe und Begehren, Freiheit und Abhängigkeit geschrieben.«

(Felicitas von Lovenberg Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Rothmann ist ein Meister darin, Stimmungen aus einem beiläufigen Kuss, dem Flugverlauf einer Möwe zu erschaffen. Und wunderbar, wenn derart Miniaturhaftes in seinen Romanen mit satten Milieubeschreibungen verschränkt ist ...«

(Adam Soboczynski Die Zeit )

»Ralf Rothmanns neuer Roman Feuer brennt nicht ist ein Buch der Abschiede und des Schmerzes. Es ist ein Buch der zarten Empfindungen und brutalen Verletzungen, eine Liebesgeschichte, die sich zur ruinösen Dreiecksbeziehung ausweitet, ein verkappter Berlin-Roman, der die misslingenden Wanderbewegungen der West-Berliner in den Ostteil der Stadt nachzeichnet, und es ist vor allem ein Künstlerrroman, der unbarmherzig von den Nebenkosten der poetischen Produktion berichtet.«

(Hubert Spiegel )

»Ralf Rothmann ist längst zu einem Großmeister seiner Zunft herangewachsen.«

(Beatrice von Matt Neue Zürcher Zeitung )

»... die typischen Qualitäten des ... Autors: seine sensible Wahrnehmung des Details, seine intelligente Interpretation des ganz normalen Lebens und natürlich sein Stil, der viele Besonderheiten aufweist, ohne jemals gekünstelt oder pathetisch zu wirken.«

(Christian Schacherreiter Oberösterreichische Nachrichten )

»Feuer brennt nicht ist ein ganz intensives, ein tragisches und fraglos Rothmanns bisher persönlichstes Buch.«

(Peter Mohr Kleine Zeitung )

»Bei Ralf Rothmann darf man schon vor der Lektüre davon ausgehen, dass das Thema um eine neue, bereichernde Variation erweitert wird. Schließlich legt der 1953 geborene Schriftsteller seit Jahren Bücher vor, die zum Besten und Klügsten gehören, was die zeitgenössische deutsche Literatur zu bieten hat.«

(Björn Gauges Fuldaer Zeitung )

»Wie Rothmann das Scheitern beschreibt, macht aus Feuer brennt nicht einen großen Text.«

(Tiroler Tageszeitung )

Kurzbeschreibung

Berlin, fast zwanzig Jahre nach dem Mauerfall. Kreuzberg ist gesichtslos geworden, in den Szenebezirken lebt man auf zu dünnem Eis („man hört es leise knacken, wenn sie die Deckel ihrer Laptops schließen“), und so ziehen Alina und Wolf an den grünen Rand der Stadt. Am Müggelsee, wo die Unterschiede zwischen Ost und West noch nicht verwischt sind, dem Ort erstaunlicher Begegnungen mit Menschen aus der untergegangenen Republik, sieht Wolf sich aber zunehmend überfordert von dem alltäglichen Zusammenleben mit Alina, den „Details der Zweisamkeit“, der Enge trotz komfortabler Wohnung. Als plötzlich Charlotte auftaucht, eine Geliebte aus der Vergangenheit, ergreift er die Flucht in neue, vom offensiven Eros der Professorin befeuerte Sensationen – getarnt als Ausflüge mit seinem Labrador Webster. In dessen Fell hält sich der fremde Parfümduft jedoch unvermutet lange. Alina wird skeptisch, und so überwindet Wolf „die Hölle der Verheimlichung“ und ist überrascht: Seine Frau akzeptiert das Verhältnis zu der Anderen nicht nur, sie ermuntert ihn sogar dazu ... „Heute noch etwas erfinden heißt, der Wahrheit verloren gehen.“ Ralf Rothmann hat einen Roman über das behutsame Zusammenwachsen von Ost und West und eine Chronik des erotischen Begehrens geschrieben, eine dunkel-glühende Liebesgeschichte.

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt nicht sehr viele Bücher, die mich so beeindruckt haben, dass ich sie mehrmals lesen möchte - bei "Feuer brennt nicht" war ich traurig als es zu Ende gelesen war und ich erlag fast der Versuchung es gleich noch einmal zu lesen. Zum Einen deshalb, weil es in diesem Buch so viel (Zwischen)Menschliches zu entdecken gibt und ich mir nicht sicher bin alles beim ersten Lesen gefunden zu haben. Zum Anderen weil ich vieles meiner eigenen Lebenssituation darin wiedergefunden habe, als wenn ich in manchen Kapiteln in einen Spiegel blicken würde. Auch wenn ich kein Autor bin haben mich die Gedanken von Wolf, das Verhalten von Alina und die Besonderheit ihrer Beziehung tief berührt.
Eine Empfehlung zum jetzt und immer wieder lesen und zum Nachdenken über das was eine Partnerschaft zwischen Mann und Frau wirklich ausmacht bzw. ausmachen könnte...
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Es sind Sätze, um die sich ein Schimmer des Staunens und Entzückens" legt, sinniert der Protagonist in Ralf Rothmanns neuem Roman und Gleiches empfindet der Leser. Denn der Duktus des Autors erzeugt diesen ganz speziellen Glanz, dieses Glitzern und Funkeln. Mit wunderbaren Zustands- und atmosphärisch dichten, prosaisch-poetischen Landschaftsbeschreibungen, mit großartigen Augenblicksaufnahmen und Alltagsbeobachtungen und vor allem einer grandiosen Personencharakteristik erzeugt der Autor immer wieder ein Innehalten, Verinnerlichen und Ergötzen am Gelesenen. Rothmann schreibt Sätze, "die man ohne Gähnkrämpfe lesen kann", die auf dem Papier nahezu lebendig klingen und unglaublich stimmungsvoll sind, ja, die man beinahe rahmen möchte. Da mag man die folgende Aussage verzeihen: "Rezensenten können eh nicht lesen, was schon daran zu erkennen ist, wie falsch sie oft zitieren".

Offensichtlich hat 55-jährige viel Autobiografisches in seinem Text verarbeitet. Hauptakteur Wolf - sein Alter Ego - hat nicht nur die Anzahl der Buchstaben seines Vornamens (die beiden letzten sind gar völlig identisch) und das Alter mit Rothmann gemeinsam, sondern ist ebenso wie er Schriftsteller und lebt in Berlin. In Rückblicken und Erinnerungen erzählt er aus seinem Leben und dessen Verwicklungen, die - wie könnte es anders sein - durch zwei Frauen bzw. eine ménage à trois, die Wolf unterhält, hervorgerufen werden.

Derweil fängt alles so unkompliziert an: relativ unbekannter Autor gibt eine Lesung und lernt auf dieser Veranstaltung eine junge Buchhändlerin kennen. Man hat guten Sex miteinander, verliert sich wieder aus den Augen, kommt letztendlich doch zusammen und führt ein, von "teilnahmsvoller Distanz" geprägtes, sich wunderbar ergänzendes gemeinsames Leben. Denn Alina, so heißt die Angebetete, hat das was ihm, "der freien Existenz voller Anmut und Abenteuer" fehlt: Bodenhaftung. Und sie ist beste Kritikerin: " 'Das ist falsch', sagte sie einmal und zeigt auf eine Stelle kurz vor dem Schluss. 'Feuer brennt nicht! Feuer flackert oder leuchtet oder raucht. Brennen tut was anderes...' ".

Die bewegliche Freiheit jedoch - beide leben lange Jahre in zwei getrennten Wohnungen - wackelt gehörig, als sich die beiden entschließen, aus dem Zentrum weg in eine gemeinsame Wohnung am idyllischen Rand von Berlin zu ziehen. Hier macht Wolf nicht nur die plötzliche zwischenmenschliche Enge zu schaffen, sondern auch das Klientel: viele Alte, "Bürger des vergangenen Staates, die selten lächeln, kaum je grüßen und statt 'Supermarkt' noch 'Kaufhalle' sagen." Das Universum scheint über diesem Teil Berlins etwas kleinkarierter zu sein.

Vielleicht ist "Steppen"-Wolf aufgrund dessen empfänglicher, als die mondäne, kluge, clevere und weltgewandte Wissenschaftlerin Charlotte, eine frühere Geliebte, auf der Bildfläche erscheint und sich eine leidenschaftliche Affäre entspinnt. Die Gefühle für Alina sind trotzdem noch die gleichen, ja, Wolf ist sich sicher, dass "erst ein Fehltritt [...]den Tango vollkommen" macht. Zumal die Sprache, die er mit Charlotte deklamiert, nur die der nackten Körper ist, "lange, gut gebaute Sätze, fast nur mit dem Atem gesagt". Charlotte fürs Grobe, Alina für das Feine und Sinnliche. Doch in der "Hölle der Verheimlichungen", dem "Himmel der Lügen" und vieler offen, sehr direkt und beinahe pornografisch beschriebener Treffen später offenbart sich der mittlerweile Fünfzigjährige Wolf "seiner Frau" Alina...

Auch wenn im Roman kaum etwas passiert und der Plot mit einem Minimum an Agierenden auskommt, so gelingt Ralf Rothmann trotz mancher derber Beschreibungen, ein äußerst feingezeichneter Roman. In seiner ihm ureigenen, poetischen Sprache vermag er Sätze zu bauen, die "nicht schon beim ersten Stirnrunzeln" zerfallen. Der 55-jährige Autor kann wie kein anderer unterscheiden "zwischen Vers und Gebärde und weiß, wie man etwas verschweigen muss, damit es leuchtet."

Fazit:
"Von sich zu schreiben in der ersten Person geht selten ohne Verstellung . . . So bleibt nur die dritte Person, eine dürftige Tarnung, womöglich mit sprechendem Namen."
Ralf Rothmanns stark autobiografischer Roman erzählt vom Altern, Arbeiten und Lieben eines Schriftstellers sowie dessen vornehmlich sexuellen Verlockungen, denn das "ist ihm seit je das Hauptsächliche im Leben" und auch ein großes Thema dieses Romans.
"Feuer brennt nicht" ist ein ernster und pathetischer, manchmal gar beunruhigender und aufregender Text, der trotz seiner Handlungsarmut in sich absolut rund ist und dessen Worte, Sätze und das daraus gebildete Rothmannsche Gefüge noch lange nach dem Zuschlagen der letzten Seite im Unterbewusstsein des Lesers nachklingen. Ein Buch, das gleichwohl über existenzielle Fragen nachdenken lässt.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Günter Nawe "Herodot" TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Um es vorab zu sagen: Ralf Rothmanns "Feuer brennt nicht" ist einer der berührendsten und literarisch bedeutendsten Romane, die in letzter Zeit zu lesen waren.

Überzeugend weiß der Autor nicht nur die Beziehung(en) zwischen zwischen Alina und später zwischen der früheren Geliebten Charlotte zu schildern. Natürlich ist es die Sexualität in ihren vielfältigen Erscheinungsformen, die von Rothmann ausführlichst geschildert wird. Aber dahinter verbirgt sich mehr: das Psychogramm des schon etwas alternden Schriftsteller, der längst seine beste Zeit hinter sich hat. Er liebt die um einiges jüngere Alina, er findet in der ebenfalls bereits alternden Charlotte eine Sexpartnerin, die ihn, wenn man so will, über die Midlifecrisis hinweghilft. Doch irgendwann ist die Belastung zweier Beziehungen auf einmal für Wolf zuviel. Er muss aus der "Hölle der Verheimlichung" heraus und gesteht Alina. Anfangs spielt Alina mit. Am Ende aber... Eine brillante Studie, die hier in einer ebenso brillante Erzählung daherkommt.

Was Sprache vermag, zeigt sich auch in der Schilderung des Umfelds, in dem sich die Geschichte abspielt. Umfeld: das heißt Berlin zwanzig Jahre nach dem Mauerfall. Längst hat sich im Szeneviertel Kreuzberg der Unterschied von Ost und West erledigt. Am Müggelsee dagegen ist er noch sicht- und spür- und erlebbar. Hier ist noch ein wenig von der untergegangenen Republik zu erfahren. Nicht nostalgisch verklärt, sondern einfach geschildert. Um Beziehungen geht es also auch hier. Eine deutsch-deutsche Bestandsaufnahme zwanzig Jahre danach - exemplarisch dargestellt am Beispiel der "Provinz".
Es ist nicht das erste Mal, dass Ralf Rothmann sein schriftstellerisches Können unter Beweis stellt. Dieser Roman reicht darüber hinaus.
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eitel und langweilig
Also so soll also "Deutschlands bester Erzähler" schreiben? Sehr schade. Ich hatte mehr erwartet. Erotische Details sind ja nun wirklich keine Mutprobe mehr! Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Friedfisch veröffentlicht
Ein außerordentlich...
...gutes Buch. Die Art und Weise wie er hier schreibt ist einfach genial. Man kann sich direkt in die Personen hineinversetzen und es lässt ein nicht mehr los.
Vor 15 Monaten von sarah wischke veröffentlicht
Rührende Geschichte
Feuer brennt nicht von Ralf Rothmann,ist eine Liebesgeschichte,eine Dreiecksgeschichte die unter die Haut geht. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Detlef.H. veröffentlicht
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Veröffentlicht am 14. März 2010 von Dr. Ursula Kempf
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