Über den Inhalt muss ich hier wenig sagen. Das Wesentliche: Eine Gruppe von Holzfällern gerät in eine Begegnung mit einem Ufo, wobei einer von ihnen entführt wird. Soweit ein bekanntes Schema, aber was diesen Film von anderen unterscheidet, ist die Herangehensweise.
Es wird weniger von der Entführung geschildert, als vielmehr die Geschehnisse im Städtchen reflektiert. Dort kennt jeder jeden, so meint man, aber dennoch ist es immer wieder aufschlussreich, wie schnell sich Misstrauen und Hass regt, sobald etwas oder jemand das Weltbild und somit den Common Sense gefährdet. Ich fühlte mich gleich positiv an "Phenomenon" erinnert. Hier ist nicht von Belang, ob die Geschichte tatsächlich stattgefunden hat oder ob sie erlogen wurde von den Holzfällern, die entweder der Vertragsstrafe aus dem Weg gehen wollten oder bereits Gläubige einer Ufosekte waren. Wir wissen es nicht. Die menschlichen Regungen zumindest sind wahr, und dort punktet der Film. Die Schauspieler - obwohl größtenteils recht unbekannt - spielen ihre Rollen glaubhaft, besonders James Garner sticht hervor, aber auch Sweeney erfüllt meine Erwartung am Ende.
Den Film durchzieht eine subtile Spannung, die sich am Ende mit einem Schlag und - für mich - schockierend entlädt. Die Darstellungen sind glaubwürdig (das Wort "realistisch" ist hier fehl am Platze, weil wir keine Vergleichsmöglichkeiten mit der beschriebenen "Realität" haben). Dabei spart der Film mit Effekten und schleust unterschwellig spannungsgeladene Musik ein, soll heißen: er bleibt beim Wesentlichen.
"Feuer am Himmel" ist ein gelungener Film, der technisch hin und wieder B-Movie-artig daherkommt, aber in allen anderen Belangen als einer der besseren Alien-Entführungsfilme gelten kann.