Zugegeben, ich lies mich vom Klappentext des Buchs beeinflussen und kaufte es am Flughafen. Da ich schon andere Werke von ihm glesen habe (z. B. Die Prophezeiung), freute ich mich schon darauf, mich in ein neues "Abenteuer" zu stürzen. Die Freude hielt auch die ersten paar 100 Seiten an, denn ich dachte, es würde sich noch entwickeln. Diese Hoffnung habe ich schnell aufgegeben. Ganz im Gegenteil: Schon bald nervten mich die sich wiederholenden Längen und die völlig unrealistischen Diskussionen. Ich gewann bald den Eindruck, die Autoren haben versucht, eine 100 Seiten-Geschichte auf über 700 Seiten auszudehnen. Wenn zum Beispiel Will wieder seine "Erinnerungen an germanische Dörfer" hat oder Kaffe einen Polo in brand setzt (also den Rücksitz) und alle, die dies beobachten es nicht für nötig halten, sich zu fragen, was eigentlich vor sich geht und die wirklich lähmende Tatsache, dass über vier Seiten beschrieben wird, wie Will mit einem Auto in die Stadt fährt um zu parken, dann sind das nur ein paar Beispiele.
Auch das Verhältnis zu Angela, die ihn zuerst am liebsten umbringen würde (und zwar tatsächlich) ist sehr merkwürdig. Als er dann mitten in einem Feuer steht und einen Brand löscht, kommt sie auf die glorreiche Idee, das Kreigsbeil zu begraben. So mir nichts dir nichts. ("Huch - es gab ein Feuer. Vertragen wir uns!"). Sehr unrealistisch.
Es ist eines der schlechtesten Bücher, das ich jemals gelesen habe. So hart das auch klingen mag.