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Als Feuer vom Himmel fiel. Der Bombenkrieg in Deutschland
 
 
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Als Feuer vom Himmel fiel. Der Bombenkrieg in Deutschland [Gebundene Ausgabe]

Stephan Burgdorff , Christian Habbe
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Dva; Auflage: 2., Aufl. (14. November 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421057559
  • ISBN-13: 978-3421057556
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 692.109 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ganze Städte wurden zu Ruinen, bis zu 600.000 Menschen starben unter den Trümmern: Der alliierte Bombenkrieg gegen Nazi-Deutschland hatte verheerende Folgen. Spätestens seit dem Erscheinen von Jörg Friedrichs Bestseller Der Brand haben die Deutschen dieses Thema wieder entdeckt. Der Sammelband Als Feuer vom Himmel fiel (herausgegeben von mehreren Spiegel-Redakteuren) fasst nun den aktuellen Stand der Debatte um den Bombenkrieg zusammen: Die Autoren lassen in zahlreichen Artikeln noch einmal Revue passieren, was die Luftwaffe der Amerikaner und Briten in Deutschland anrichtete. Namhafte Historiker nehmen Stellung zu den umstrittenen Aspekten in der Erinnerung an den Bombenkrieg. Porträts des britischen Luftmarschalls "Bomber Harris" und Interviews mit ehemaligen Piloten runden das hoch informative und spannend zu lesende Buch ab.

1942 hatte das Luftfahrtministerium in London den Befehl ausgegeben, durch Flächenbombardements auf deutsche Städte "die Moral der gegnerischen Zivilbevölkerung, insbesondere die der Industriearbeiterschaft" zu zerstören. Dieses Ziel allerdings "scheiterte auf der ganzen Linie", wie der Historiker Hans Mommsen in seinem Beitrag präzise nachweist: Die Deutschen begehrten nicht gegen das NS-Regime auf, sondern rückten angesichts der existenziellen Not noch enger zusammen.

Trotzdem ging das Bombardement mit unverminderter Härte weiter. Historische Reportagen machen dieses Grauen deutlich. So entfachte die "Operation Gomorrha" im Sommer 1943 in Hamburg einen "Feuersturm von apokalyptischem Ausmaß": Mehr als 40.000 Menschen verbrannten oder erstickten.

Die Härte dieser Angriffe ist allerdings nicht zu verstehen ohne Blick auf die Kriegführung der Deutschen –- auch das verschweigt dieses Buch nicht. Ausführlich wird über die vorausgegangenen deutschen Luftangriffe auf Städte wie Warschau, Rotterdam oder Coventry berichtet. Und so warnt der Historiker Hans-Ulrich Wehler denn auch vor einem "deutschen Opferkult" als möglicher Folge der neuen Diskussion um die alliierten Luftangriffe.

Gegen eine solche Fehlinterpretation der Geschichte hilft nur der Blick auf die historischen Fakten und dazu leistet dieses lesenswerte Buch einen Beitrag. --Christoph Peerenboom

Kurzbeschreibung

1943 begannen die Alliierten mit der systematischen Zerstörung deutscher Städte durch Flächenbombardements. Mehr als 600 000 Zivilisten verloren ihr Leben. Das Spiegel-Buch bietet in Text und Bild einen umfassenden Überblick über dieses unmenschliche Kapitel des Zweiten Weltkriegs. "Da ist eine Stadt wirklich ausradiert worden" jubelte Goebbels, nachdem deutsche Bomber 1940 Coventry zerstört hatten. Zivilbevölkerung und Wohngebiete waren für Luftkriegsstrategen nicht mehr tabu. Die Alliierten versuchten mit 1000-Bomber-Angriffen die Moral der Bevölkerung und ihre Unterstützung für das Naziregime zu brechen. Winston Churchill wollte Deutschland zur Wüste machen.
Das Grauen der Feuerstürme steht heute im Zentrum des öffentlichen Interesses. Spiegel-Autoren und Historiker erzählen hier anschaulich und sachlich fundiert die Geschichte des Bombenkriegs. Sie fragen nach der moralischen Rechtfertigung und beschreiben die Hintergründe, die traumatischen Erfahrungen der Opfer, das schwierige Überleben in den Trümmern und die Folgen für die zerstörten Städte.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Der Brand" revisited 10. November 2005
Kann es nach Jörg Friedrichs "Der Brand" überhaupt noch eine Darstellung des Bombenkriegs geben, die den Leser neugierig macht? - Die Frage ist nach der Lektüre von "Als Feuer vom Himmel fiel" mit einem uneingeschränkten JA zu beantworten. In der Textsammlung von Stephan Burgdorff und Christian Habbe wird das Thema Bombenkrieg aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Interessant ist hierbei die Vorgeschichte und die Einordnung der Debatte über den Krieg in den historischen Kontext (Hans-Ulrich Wehler). - Aber in dem Band kommen nicht nur "Experten" zu Wort. Mehrere Aufsätze enthalten einen alltagsgeschichtlichen Zugang zu dem Thema. Hier berichten Zeitzeugen über das "Alltägliche" des Bombenkriegs. Zu ihnen gehören sowohl Bomberpiloten als auch vom Luftkrieg betroffenen Normalbürger. Besonders lesenswert ist das Abschlußkapitel über die Folgen der Zerstörung. Dass die Nazis selbst einen "Wiederaufbau" in ihrem Sinn planten, ist vielleicht nicht generell bekannt. Der Text liefert hierzu interessante Details. - Alles in allem: ein sehr lesenswertes Buch, das vermutlich noch etliche Neuauflagen erleben wird.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ehrlich gesagt hat mich dieses Buch und die darin enthaltene Dokumentation über den angloamerikanischen Bombenkrieg sehr beeindruckt und fassungslos gemacht. Sicher - jeder weiß von den Flächenbombardierungen deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg. Aber das quantitative und qualitative Ausmaß an Tot und Zerstörung ruft dann doch bei uns Nachgeborenen wirklich blankes Entsetzen hervor.

Mit ehrenhafter Verteidigung und gerechtem Krieg hat das alles tatsächlich nichts mehr zu tun gehabt. Es war ein grauenhaftes und verbrecherisches Abschlachten, und die Hinterbliebenen der unschuldigen Opfer haben von angloamerikanischer Seite ehrlich gemeinte entschuldigende Worte und Reue, wenn nicht gar Entschädigungsleistungen verdient.
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