Kurzbeschreibung
Schäden an Gebäuden durch Feuchte und Salze - ob im Altbau oder bei Bauten der letzten Jahrzehnte - ist eines der Kernthemen in der Sanierungspraxis. Schimmer im Inneren und Putzzerstörungen außen fallen deutlicher ins Auge als ein verfaulter Balkenkopf oder eine überholte haustechnische Ausstattung. Dieser Bereich ragt in fast alle beim Bauen wichtigen Wissensgebiete: Vor allem muss der Planende, der Architekt und Bauingenieur, in der Lage sein, für ein bestimmtes Gebäude - mit einem bestimmten Schaden, hervorgerufen durch bestimmte Ursachen, für eine bestimmte Nutzung - jene Lösungen zu nennen, die dem Gebäude mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis entspricht.
Der Autor über sein Buch
"Bauschäden am Altbau durch Feuchtigkeit und Salze" ist seit Jahrzehnten eines der Kernthemen der Sanierungspraxis. Zum einen sicherlich deshalb, weil grüngrauer Schimmel im Inneren und Putzzerstörung außen deutlicher ins Auge fallen als ein verfaulter Balkenkopf oder eine überholte haustechnische Ausstattung oder einige Risschen in der Wand; zum anderen aber wird dieser Bereich wie sonst kein anderer überschwemmt von unbrauchbaren Verfahren und "unbrauchbaren" Anbietern. Die Beschreibung der verschiedenen Verfahren und Maßnahmen gibt auch dem Laien den nötigen Überblick; die praktischen Beispiele, die zur besseren Übersichtlichkeit und Umsetzung in eigene Sanierungsfälle stets nach der gleichen Abfrage bearbeitet sind, können einen Einstieg erleichtern. Der Fachmann findet in manchen Bereichen eine Vertiefung, auch wenn immer noch genügend "weiße Flecken" trotz vierjähriger Bearbeitung und einer vielfachen beruflichen Praxis übrig geblieben sind. Auf eine vertiefte Betrachtung theoretischer Zusammenhänge wurde bewusst verzichtet: Dieses Buch widmet sich in erster Linie den baupraktischen Fragen. Einen deutlichen Raum nehmen in diesem Buch die vorbereitenden Maßnahmen ein - und dies sehr bewusst: Die meisten Fehler und damit Schäden und Folgeschäden sind darauf zurückzuführen, dass Schadensursachen, aber auch die Vorgaben aus Gebäuden und Umgebung nicht oder zu wenig oder zu falsch ermittelt wurden.
Über den Autor
Claus Arendt, Dr.-Ing., Architekt, Jahrgang 1941. Architekturstudium an der TU München, 1967 Diplom-Ingenieur, freier Architekt sowie freie Mitarbeit am Lehrstuhl Haustechnik der TU München. 1970 Wissenschaftlicher Assistent am genannten Lehrstuhl, 1974 2. Staatsexamen zum Regierungsbaumeister. 1975-1986 Technisches Referat am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. 1978-1990 Lehrauftrag im Rahmen des Aufbaustudiums: "Technische Ausstattung unter besonderer Berücksichtigung von Altbauten", "Bauphysik, insbesondere raumklimatische Probleme", "Bereiche der Baustofflehre". 1985 Gründung des Instituts für Gebäudeanalyse und Sanierungsplanung, IGS, das bundesweit sowie im Ausland in den Bereichen Haustechnik, Bauphysik, Bauklime, Baustoffkunde beratend und begutachtend tätig ist. Ab 1986 alleiniger Inhaber und Geschäftsführer, 1995 Verkauf des Instituts, seither beratende Tätigkeit. Seit den 70er Jahren Vortragstätigkeit, Lehr- und umfangreiche Forschungsaufträge, Ver! öffentlichungen diverser Fachbücher.
Jörg Seele, Dr.-Ing. habil., Jahrgang 1943. 1968 Diplom Hochbau, 1969-1974 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Baukonstruktionslehre und Industriebau, Hochschule für Bauwesen Leipzig. 1974 Promotion mit Dissertation über Entwurfsmethodik. 1975-77 Prüfingenieur für den Entwurf von Hochbauten. 1977-1989 Lehrtätigkeiten an verschiedenen Hochschulen: Baukonstruktionslehre, Bauphysik, Entwerfen. 1985 Habilitation über Langzeitverhalten von Umhüllungskonstruktionen. Seit 1976 Tätigkeit als Gutachter und Bausachverständiger, Schwerpunkt Altbauten. Seit 1990 Mitarbeit im IGS, ab 1995 Mitinhaber und Geschäftsführer des IGS München. Ab 1997/99 Lehraufträge: Bauphysik (Köln), Denkmalpflegepraxis (Hildesheim). Seit den 70er Jahren: PLanung im Altbau, Bearbeitung von Forschungsaufträgen, umfangreiche Vortrags- und Veröffentlichungstätigkeit im In- und Ausland.