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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Absolut empfehlenswert für alle die bereits 'Das Schweigen der Lämmer' und 'American Psycho' verschlungen haben,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fettsack (Broschiert)
Daniel 'Chaingang' Bunkowski ist ein fünfhundert Pfund schwerer Psychopath, der von der Regierung in Vietnam als Einmann-Killerkommando eingesetzt wurde. Zugegeben wurde das jedoch nie und entgegen aller Erwartungen ist Bunkowski wohlbehalten aus der grünen Hölle zurückgekehrt. Sein Blutdurst und sein unstillbarer Trieb zu Töten geraten vollends außer Kontrolle. Chaingang hinterlässt eine blutige Spur des Grauens, bis der Serienkillerspezialist Jack Eichord auf den Fall angesetzt wird. Eichord verliebt sich in die attraktive und elegante Witwe eines der Opfer und auch Edie und ihre Tochter Lee Anne sind von dem besonnenen Ermittler beeindruckt. Als ein Verdächtiger festgenommen wird und Jack Eichord gegen seinen Willen im Fernsehen als Held gefeiert wird, erkennt Chaingang seinen Feind und richtet seine Mordlust gegen Edie Lynch und Lee Anne'Zugegeben die Aufmachung wirkt äußerst trashig und würde besser zu einem Undergroundcomic passen, doch inhaltlich und stilistisch bietet 'Fettsack' dem Leser einen Serienkillerroman der sich erfrischend von dem üblichen Mainstream des Genres abhebt. Rex Miller benutzt eine präzise, bildliche Sprache um die Gräueltaten von Chaingang Bunkowski und die Ermittlungen Jack Eichords zu beschreiben. Die Charakterisierung erinnert an den Krimi Noir, denn auch Eichord ist im Grunde eine gescheiterte Existenz, die sich mit der Jagd nach Psychopathen über Wasser hält, und erst durch die aufrichtige Liebe einer Frau und deren Tochter wieder Sinn im Leben findet. Besonders eindrucksvoll und gelungen ist dem Autor aber die Darstellung des titelgebenden Serienmörders, der trotz seiner omnipräsenten Grausamkeit eine Geschichte und eine Vergangenheit hat, die zeigen, wie aus einem kleinen Jungen eine boshafte Killermaschine auf zwei baumstammartigen Beinen wurde. So entwickelt Bunkoswki eine merkwürdige Sensibilität gegenüber Hundewelpen, wohingegen er Menschen mit einer kalten Brutalität hinrichtet, die beispiellos ist. Dabei besitzt der Roman durchaus satirische und gesellschaftskritische Aspekte, die verhindern, dass sich die Geschichte vom 250 Kilo schweren Killer zu ernst nimmt, unfreiwillig komisch und damit unglaubwürdig wird. Kaum jemand hegt Zweifel daran, dass Chaingang Bunkowski im realen Leben keine zehn Schritte machen könnte, ohne einen asthmatischen Anfall zu bekommen, geschweige denn eine derartige Blutspur zu hinterlassen. Und doch entwickelt sich dieser Fettsack zu einer Bedrohung, die die kompletten 270 Seiten über immer real und ernstzunehmend bleibt. Sicherlich ist der Stil bisweilen gewöhnungsbedürftig, ebenso wie die häufigen Schauplatz- und Zeitenwechsel, wenn Bunkowski von seiner Kindheit und seiner Arbeit in Vietnam träumt, doch wer 'Fettsack' gelesen hat wird sicher sein, dass es etwas Vergleichbares auf dem deutschen Buchmarkt bislang nicht gegeben hat. Aber Vorsicht: Nichts für schwache Nerven! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Im Kopf des Killers,
Rezension bezieht sich auf: Fettsack (Broschiert)
Abgründige Bosheit, gefühllose Kälte, äußerste Brutalität: diese Perspektiven der Seele sind es, die Rex Miller in "Fettsack" beleuchtet. Im Mittelpunkt steht der titelgebende Protagonist Daniel Bunkowski, missbraucht als Kind, geschmiedet in Vietnam, hochintelligent, unaufhaltbar. Bei dieser konsequenten Absolutheit der Charakterisierung drohen alle andere Spieler im Roman zu Schattenrissen zu verblassen. Miller gelingt es aber, mit einer geradezu zärtlichen Liebesgeschichte stattdessen einen klaren Kontrapunkt zu setzen: der Cop Jack Eichord verliebt sich in die Witwe eines früheren Opfers des Serienkillers Bunkowski. Im Wechselspiel zwischen keimender Familienidylle und blutigem Morden funktioniert der Roman am besten. Die comichafte Überzeichnung Bunkowskis zieht glücklicherweise nur wenig Klischee hinter sich her, die Glaubwürdigkeit bleibt erhalten, der Leser emotional bei der Sache.Sprachlich siedelt der Roman im Pop. Miller beherrscht das Weben trancehafter Assoziationsketten, die den Strom von Handlungen und Gedanken der Akteure authentisch vermitteln. Das ansonsten nicht weiter erwähnenswerte Finale des Romans scheint sich in einem einzigen Satz abzuspielen, der den Leser immer weiter und weiter treibt, kaum Zeit zum Atmen lässt. Das ist beeindruckend und gelungen. Das fehlende Puzzlestück in der Serienkillerliteratur ist dieser Roman nicht. Kompromisslosigkeit auf der einen, subtiler Witz auf der anderen Seite machen ihn aber zu einem durchaus kurzweiligen Lesevergnügen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
gelungene Splatter-Satire,
Von Prince of Darkness (from Hell) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Fettsack (Broschiert)
Zugegeben, das Cover ist gewöhnungsbedürftig und schreckt sicherlich ab.Aber man muss "Fettsack" zu Ende gelesen haben, man muss die satirischen und gesellschaftskritischen Töne erkennen, dann kann man diesen Roman als geniales Werk honorieren. Die Klappcoveraufmachung ist sehr gut, ebenso die Neu-Übersetzung von Joachim Körber. Rex Millers Stil ist eine Wucht. Sehr bildreich und erfrischend originell. Und dabei muss man bedenken, dass der Roman schon so viele Jährchen auf dem Buckel hat. "Slob" (so der original-Titel) stammt aus dem Jahr 1988 und "Chaingang" aus dem Jahr 1992. Die Storyline ist auch anspruchsvoll, da sie verschiedene Zeitebenen mit Rückblenden bedient und zu unterschiedlichen Orten springt. Ich habe dieses Buch sehr genossen, da es mich prächtig unterhalten hat. Natürlich darf man nicht alles bierernst nehmen ... wie gesagt, honoriert es als Horror- und Splatter-Satire. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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