Von Arnim ist ja berühmt für seine Kritik der deutschen Parteienlandschaft. Wenn er im Fernsehen interviewt wird kann man als Tätigkeitsbezeichnung "Parteienkritiker" lesen. Nur leider ist das auch das einzige was von Arnim versteht. Und auch das noch nichteinmal besonders gut. Denn Kritik sollte eigentlich ausgewogen sein und Wege eröffnen. Was von Arnim macht, ist fast nur Beschimpfung. Er kramt alles hervor, aus dem man der Politik einen Strick drehen kann, verallgemeinert gnadenlos und vergißt dabei vollends die Gründe der Politiker für ihr Verhalten. Seine Schwarz-Weiß Malerei ist überhaupt nicht differenziert und verkennt in ihrem blinden Aktionismus die Realitäten. Sicher, viele seiner Kritikpunkte sind durchaus berechtigt und müssen angesprochen werden. Zweifellos, das wird auch an der aktuellen Affäre der CDU deutlich. Nur leider sind die Verhältnisse nicht so einfach wie von Arnim glauben machen will. Sein Verdienst ist das Mahnen. Das sollte aber nicht so weit gehen, daß Tatsachen in einem unwirklichen Licht dargestellt werden. Wer sich für das Thema interessiert sollte auf ausgewogenere Literatur aus dem Bereich der Politikwissenschaft zurückgreifen und sich ergebnisoffen informieren. Dazu kann auch die Lektüre dieses Buches gehören, von einer Beschränkung darauf kann ich im Sinne der Wahrheitsfindung aber nur abraten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)