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Niki de Saint Phalle ist - im besten Sinne - eine der populärsten Künstlerinnen unserer Zeit. Wenige Jahre nachdem die Autodidaktin auf den Spuren von Rousseau und Dubuffet zu malen begonnen hatte, fand sie Anschluss an die Künstlergruppe »Nouveaux Réalistes«. Ihr Changieren zwischen privater Ikonografie und radikaler politischer Aussage traf den Nerv der Zeit: Vor allem ihre Schießbilder und -aktionen, in denen sie »weißgekleidet wie eine vestalische Jungfrau« weibliche Albträume und männliche Rationalität bekämpfte, erregten das öffentliche Interesse. Mit den Nana-Skulpturen antizipierte sie Mitte der sechziger Jahre die aufkeimende Frauenbewegung und gelangte zugleich weit über den Feminismus hinaus zu einer ganzheitlichen Lebens- und Kunstauffassung, die sie zuletzt in ihrem toskanischen Tarot- Garten Gestalt werden ließ. Im August 2000 übereignete Niki de Saint Phalle dem Sprengel Museum Hannover mehr als 300 ihrer Werke. Anhand dieses außergewöhnlichen Konvoluts, das von den frühen Assemblagen über die Schießbilder, Zeichnungen und Skulpturen alle wesentlichen Schaffensphasen bis heute umfasst, zeichnet die Publikation die künstlerische Entwicklung Niki de Saint Phalles beispielhaft nach. Zur Künstlerin:
Niki de Saint Phalle *1930 in Neuilly-sur-Seine. 1933 Übersiedlung nach New York. 1948/49 Fotomodell für Vogue, Harper's Bazaar, Life Magazine. 1955 erste Begegnung mit Jean Tinguely, ihrem späteren Ehemann, mit dem sie bis zu seinem Tod 1991 eine fruchtbare Künstlerbeziehung verband. Lebt und arbeitet in Kalifornien.
Ausstellung: Sprengel Museum Hannover 19.11.2000-25.2.2001
»Ein umfangreicher Bildband, der die Stiftung dieser Jahrhundertkünstlerin eindrucksvoll dokumentiert.« Pforzheimer Zeitung
Niki de Saint Phalle: Wahrzeichen von Hannover Die Niki de Saint Phalle-Grotte in den barocken Herrenhäuser Gärten in Hannover besuchten seit der Eröffnung vor fünf Monaten rund 250 000 Menschen.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fast eine Retrospektive,
Von
Rezension bezieht sich auf: La Fete - Die Schenkung Niki de Saint Phalle (Gebundene Ausgabe)
Der Katalog zur Ausstellung im Sprengel-Museum ist zwar erst mit Verspätung erschienen, bietet aber einen umfassenden Einblick in das Schaffen Niki de Saint Phalles - von den ersten Gemälden über die Schießbilder bis hin zu Ihren Nanas. Besonders beachtenswert ist der große Abschnitt mit vielen grafischen Werken. Ein wirklich lohnender Titel für alle Niki-Bewunderer mit nur einem Abstrich: Da die Schenkung nur eine kleinere Zahl ihrer Skulturen beinhaltete, sind entsprechend wenige im Katalog zu sehen. Weil man sie bei Niki aber vielleicht erwarten würde, gibt es vorsichtshalber einen Stern weniger. Ansonsten eines der schönsten Bücher über ihr Schaffen.
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