Kurzbeschreibung
Peter Huemer ist nicht nur eine der profiliertesten Stimmen im deutschsprachigen Radio, sondern hat sich darüber hinaus als Miterfinder des "Club 2" als Pionier von Fernsehformaten positioniert, die ihrer Zeit voraus waren, und dabei ein mittlerweile legendäres Genre geschaffen. Sein Rückschluss aus dieser jahrelangen Tätigkeit ist nun ebenso lakonisch wie provokant. Die Frage nach dem Warum führt er in seiner Theodor-Herzl-Dozentur aus. Huemers journalistisches Ausdrucksmittel ist das wohl nächstliegende, gleichzeitig auch das profundeste: das Wort und in weiterer Folge das Gespräch, in dem eingeladene Gäste sich selbst und ihre Welt darstellen, in dem aber auch gesellschaftliche Zustände kritisch durchleuchtet werden. Im Radio ist das große Gespräch, das der freien Assoziation ohne rigide Zeitbeschränkungen Raum gibt, selten geworden, im Fernsehen ist es fast gänzlich zugunsten anderer Formate verschwunden, obwohl es die Grundform unserer Kommunikation darstellt. In seinen Vorlesungen befasst sich Peter Huemer auf kritische und sehr pointierte Weise mit dem Gespräch in den Medien, damit, wie die Medien Wirklichkeit konstruieren und wie alle Bereiche unseres Alltags davon betroffen sind.
Über den Autor
Peter Huemer, Dr. phil., Journalist und Historiker, geb. 1941, Studium der Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Wien. 1974-76 Mitarbeit bei Claus Gatterers Fernsehmagazin "teleobjektiv", von 1977 bis 1987 Leiter der Fernsehdiskussionssendung "Club 2", seit 1987 Leiter "Gespräche und Diskussionen" im ORF-Radio.Wolfgang R. Langenbucher, geb. 1938, O. Univ.-Prof. für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. Promotion 1963, Habilitation 1973. 1975 bis 1983 an der Universität München tätig, seit 1984 an der Universität Wien. Seit 1972 Mitherausgeber der Zeitschrift "Publizistik"-Vierteljahreshefte für Kommunikationsforschung. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Publizistik und Kommunikationswissenschaft.