Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einblick, Vertiefung und kompaktes Nachschlagewerk., 26. November 2003
Ein „Tausendfüßler in Wanderstiefeln" eröffnet das von Gerhard Schult und Axel Buchholz herausgegebenen Handbuch zum Fernsehjournalismus. Anhand dieser Spezies, die im Verlauf des Buches immer wieder vorkommt, stellt der Autor der Einleitung, Gebhard Plangger, dar, wie verschieden in Zeitung und Fernsehen über einen Wandertag berichtet wird. Zwei Texte werden dazu einander gegenüber gestellt, einer ist als Nachricht für eine Zeitung konzipiert, der andere, der Tausendfüßler, entpuppt sich im Laufe der kommenden Seiten als Text eines Nachrichtenfilms. Zum Tausendfüßler kommen Bilder und Töne, Wanderschuhe auf feuchter Straße und Stimmengewirr. Anhand des Ablaufs eines nur zwei Minuten langen Nachrichtenfilmes werden gleich zu Beginn des Handbuches Themen und Fertigkeiten, Hergänge und Probleme des Fernsehjournalismus formuliert. Dabei begnügt Plangger sich nicht mit einzelnen Schlaglichtern, sondern präsentiert in den folgenden zehn Seiten das gesamte Storyboard des kurzen Films. Schon im Einstieg bleibt das Handbuch so nicht bei flüchtigen Beobachtungen stehen, die sich schon im halb-interessierten Vorbeigehen erschließen würden. Nachvollziehbare Einstiege und detaillierte, informative Erläuterungen eignen dem Buch als Ganzem, weshalb es tatsächlich nicht nur eine erste Ahnung vom Fernsehjournalismus vermittelt, sondern für Leser mit genügend Muße und Interesse auch anhand verschiedener Übungsbeispiele einen durchaus praktisch relevanten und eingängigen Einstieg in die Theorie des Fernsehjournalismus bietet. Dabei überrascht das gelungene Zusammenspiel von Vielseitigkeit und Tiefe des Buches, das sich mit allen Aufgabenbereichen des Fernsehjournalisten befaßt. Die schon in der Einleitung eingeführte Notwendigkeit der Vermittlung von Bild, Ton und Text für einen Fernsehbeitrag wird in einem ersten Abschnitt näher beleuchtet, wobei vor allem dem professionellen Umgang mit Bildern als Sprache viel Raum gegeben wird. Hierbei sorgt ein ausführlicher Übungsplan dafür, daß es nicht nur bei einer theoretischen Erläuterung bleibt, sondern auch das notwendige Sehvermögen Schulung erhält. Nach diesen intensiven Einführungen in die Voraussetzungen des Fernsehjournalismus und seiner Gesetzmäßigkeiten werden ähnlich ausführlich und im steten Wechsel zwischen praktischer Darstellung und theoretischer Durchdringung Formen von Fernsehbeiträgen dargestellt und erläutert. Diese formalen und abstrakten Voraussetzungen des Fernsehgeschäftes werden ergänzt von einem eben so ausführlichen Teil über die praktische Umsetzung der Bilder und Formen. Der tatsächliche Ablauf einer Fernsehproduktion von der Planung zur Realisierung liefert hier das Gerüst für die einzelnen Beiträge, wobei etliche Details wie verschiedene Kameraausrüstungen und die besonderen Bedingungen von Studioproduktionen Berücksichtigung finden. Alle diese Abschnitte werden beispielsweise durch hilfreiche Checklisten ergänzt und nennen weiterführende Literatur zur intensiveren Auseinandersetzung. Seinen sinnvollen Abschluß findet das Handbuch in einem Abschnitt über Ausbildungswege und Kontaktadressen für den Einstieg ins Fernsehgeschäft. Das Handbuch eignet sich als interessanter Einblick für Einsteiger ebenso wie auch als Vertiefung oder kompaktes Nachschlagewerk für den geübten Fernsehjournalisten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Standardwerk - aber einiges ist veraltet., 10. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Fernseh-Journalismus: Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis (Taschenbuch)
Wer sich für Fernsehjournalismus interessiert, ein Praktikum beim Fernsehen macht oder sich auf eines vorbereiten will, kommt an diesem Buch nicht vorbei. So einfach ist das. der Autor geht genauestens - und manchmal ein wenig trocken - auf alle Bereiche ein, die ein angehender Fernsehjournalist kennen muss. Recherche, Bildsprache, Ton, Technik: Nichts wird ausgelassen. Insofern ist die Anschaffung allemal lohnenswert. Leider ist das Buch schon ein wenig älter. Und viele Regeln beim Fernsehen ändern sich rasant. Die in diesem Buich beschriebene Faustregel von "Ein Bild sollte mindestens 6 Sekunden lang stehen" gilt schon lange nicht mehr. Ein Update wäre fällig und wünschenswert. Fazit: Kaufen - aber nicht als Einziges lesen! :)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Buch für den TV Dschungel, 4. Dezember 2007
Die siebte und vollständig aktualisierte Auflage verspricht auf dem letzten Stand zu sein. Als Erfolgsrezept scheint sich die gelbe Farbe für das Cover des Buches durchgesetzt zu haben. Doch leider war es das auch schon mit der Farbe, der Innenteil des Buches ist mit grauen Grafiken gespickt, die das nüchterne und seriöse Bild dieses Nachschlagewerkes unterstreichen. Seit zwei Jahrzehnten ist Fernseh-Journalismus von Gerhard Schult und Axel Buchholz das Handbuch für Ausbildung und Praxis. Wer sich für das Fernsehen interessiert, ein Praktikum beim Fernsehen absolvieren mochte oder schon mitten drin statt nur dabei" ist, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Alle Bereiche des Fernsehens und seine Spielarten werden genauestens - doch leider allzu oft sehr trocken - beleuchtet. Anschaulich und teil-weise auch in kleinen praktischen Tests wird die Komposition von Bild und Technik dem Leser nähergebracht. Die Anschaffung des Buches ist ein Muss für die ersten Schritte im Dschungel Fern-sehen, auch für Profis oder alte Hasen in diesem Geschäft dient es als Nachschla-gewerk. Gerade bei letzt genannten könnten die neuen Beiträge von Anne Will oder Peter Klöppel auf ein reges Interesse stoßen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|