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In der Ferne, die Normandie
 
 
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In der Ferne, die Normandie [Gebundene Ausgabe]

Jonathan Hull , Bernhard Jendricke , Robert A. Weiß
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455035868
  • ISBN-13: 978-3455035865
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 717.890 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jonathan Hull
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine bewegende, liebenswerte Geschichte ... die den Leser mit einem ganz neuen Gefühl von Hoffnung und Verständnis zurücklässt." (Publishers Weekly)

Kurzbeschreibung

„Matts Asche zu stehlen war das Beste, was Andrew jemals getan hatte. Alle hatten ihn in Verdacht, aber sie konnten ihm nichts beweisen. Das perfekte Verbrechen.“ Feinfühlig und bewegend schreibt Jonathan Hull über die Nöte eines Jugendlichen, über Großvater und Enkel und darüber, wie Brücken der Verständigung zwischen Jung und Alt entstehen können.

Der Diebstahl von Matts Asche ist eines von Andrews harmloseren Vergehen. Als der Sechzehnjährige mit dem Messer auf einen Mitschüler losgeht, ist es vorbei mit dem Verständnis für den Pubertierenden – er fliegt von der Schule. Seine Mutter weiß sich keinen anderen Rat, als ihn zu seinem alleinstehenden Großvater Mead zu schicken. Aber ist es wirklich eine gute Idee, den verstockten Jugendlichen zu einem alten Mann abzuschieben, der von den Sorgen und Bedürfnissen junger Leute ungefähr so weit entfernt ist wie die Erde vom Mars? Außerdem schwelgt Mead immer noch in der Trauer um seine verstorbene Frau. Kein Wunder, dass Andrew sich verweigert und den wohlmeinenden alten Mann auflaufen lässt. Erst als die Situation eskaliert, entschließt sich der Großvater zu handeln. Kurzerhand geht er mit Andrew auf Europafahrt. Für Mead eine Reise in die Vergangenheit, zu den Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs. Dort, in der Normandie, liegt sein dunkles Geheimnis begraben. Und Andrew ist der erste Mensch, dem er davon erzählt. So wird die Fahrt in die Normandie nicht nur zur Katharsis für Mead, sondern gibt Andrew auch die Möglichkeit, sich seinem Großvater endlich zu öffnen und ihm die Geschichte über seinen besten Freund Matt anzuvertrauen.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Mead ist ein ehemaliger GI, der im Zweiten Weltkrieg beim Angriff der Normandie eingesetzt wurde. Die erlebten Traumata des Krieges sind so schlimm, dass er sehr zurückgezogen lebt und ein recht unwirscher Mensch geworden ist. Sein Enkel Andrew ist ein Kind der MTV-Generation, der immer wieder Probleme in der Schule hat und schließlich sogar kriminell wird. Beide sind Außenseiter. Die verzweifelte Mutter bringt Andrew schließlich bei seinem Großvater unter. Zunächst prallen Gegensätze aufeinander, doch dann unternehmen die beiden eine Reise in die Normandie. Hier kommen die Erinnerungen hoch, Mead öffnet sich erstmals und erzählt von seinen Erlebnissen, darunter ein dunkles Geheimnis, das er seit Jahrzehnten in sich hinein gefressen hat. Auch Andrew taut auf und eine Freundschaft entsteht.

Diese Geschichte ist sehr gut geschrieben, feinfühlig und liebevoll vollzieht Hull das Gespräch zwischen den Generationen und das wachsende Vertrauen in sich und in die Welt nach. Auch der geschichtliche Hintergrund ist gut eingebunden. In der eher unüblichen Sicht des amerikanischen Soldaten, eigentlich die "Gewinner" des Krieges, zeigt er die großen Leiden, die auch auf dieser Seite stattgefunden haben. In der Figur des Mead wird zwar nur die Vergangenheit eines Einzelnen aufgearbeitet, doch Mead steht für viele Soldaten, die ihre Erinnerungen und Verluste bis heute mit sich tragen müssen. Beeindruckend und empfehlenswert.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Landung in der Normandie, als Hintergrund für eine Geschichte über die Probleme von jung und alt. Der eine (Andrew, Enkel des zweiten Weltkriegsveteranen Mead) leidet an seiner Aussenseiterrollte in der Schule. Der andere (Mead) wird zeit seines Lebens heimgesucht von den traumatischen Erlebnissen während seiner Zeit als Fallschirmjäger in der Normandie.

Gemeinsam ist ihnen beiden das Schweigen!

Feinfühlig und bewegend schildert Jonathan Hull wie sich die zwei näher kommen. Die Fahrt nach Europa zu den Schauplätzen des D-Days ist ein gekonnter Höhepunkt in der Geschichte und löst das Schweigen der beiden.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wegen eines mittelschweren Deliktes wird der sechzehnjährige Andrew von der Schule verwiesen. Niemand interessiert sich für die Gründe, fragt den schmächtigen, introvertierten Jungen, was ihn dazu getrieben hat. Seine allein erziehende Mutter weiß sich ebenfalls keinen Rat und ist hauptsächlich mit der Pflege ihrer Disthymia beschäftigt. So wird der Knabe zunächst mal auf drei Wochen zu seinem knorrigen Großvater nach Kalifornien geschickt. Nach dem Tode seiner Frau lebt dieser eher zurück gezogen, achtet auch nicht auf die Avancen seiner sympathischen Nachbarin.

Was sich nun zwischen diesen drei sehr unterschiedlichen Charakteren an äußerer und vor allem innerer Wandlung vollzieht, gehört zum Rührendsten, was ich in den letzten Jahren gelesen habe. Niemals kitschig. Und immer, wenn man glaubt "Vorsicht! Klischee." findet Jonathan Hull eine ungeahnte Wendung. Mal humorig, mal ernst. Tatsächlich versteht man jede Handlung und deren Motivation. Nichts wirkt hier ungereimt. Dabei bleibt die Story stringent auf volle Distanz. Selbst die zuweilen wechselnde Zeitebenen bringen einen nicht aus dem Fluß. Im Gegenteil. In ihrer erzählerischen Folgerichtigkeit erwecken sie erst recht die Neugier, wie's wohl weiter geht. Ein schönes Buch, das völlig zu unrecht niemals den Weg auf die Bestseller-Listen geschafft hat. Oder auch nicht. Wenn man bedenkt, was sich da so tummelt. Dann vielleicht doch lieber Geheimtip. Mein innger Lesetip ist's allemal.
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