ob fermat wohl gewußt hat, was er mit seiner spassigen idee, zuerst das alte a-quadrat + b-quadrat = c-quadrat aus der fläche in höhere dimensionen zu heben (a hoch n + b hoch n = c hoch n, wobei n > 2 ), angerichtet hat?
und dann auch noch zu behaupten, dass es dafür keine lösung gibt und weiter zu behaupten, das auch mathematisch beweisen zu können?
dann ist er verstorben und durch vier jahrhunderte begaben sich alle mathematiker, die von diesem problem gepackt wurden (und das waren gar nicht wenige und primär die besten) auf die suche nach diesem beweis, manche verzweifelten, manche zerbrachen daran.
ein hoher preis wurde ausgesetzt und kurz vor ablauf gelang es dem mathematiker andrew wiles nach jahrelanger arbeit einen mathematischen beweis für die unlösbarkeit des fermat-satzes zu erbringen. er verwendet dafür jedoch die taniyama-shimura-vermutung über modulare kurven - ein mathematisches spezialgebiet, dass zu fermats zeiten noch völlig unbekannt war.
es soll auch nicht viele mathematiker geben, die diesen sich über mehrere seiten erstreckenden beweis verstehen...
falls fermat tatsächlich einen beweis hatte, so ist dieser wohl nach wie vor nicht gefunden, zumal fermat auch anmerkte, dass dieser recht simpel wäre.
dieses buch ist nun eine toll recherchierte, brillant, kurzweilig und spannend erzählte geschichte über diesen wohl - zumindest was investiertes gehirnschmalz betrifft - folgenreichsten mathematischen scherz der geschichte.
keine angst! interesse für mathematik bzw entsprechende kenntnisse sind keine voraussetzung für die lektüre. einen warnhinweis muss ich dennoch abgeben: meine tochter konnte sich nach der lektüre für mathematik interessieren, die sie vorher verabscheute, ihre schularbeiten wurden fehlerfrei und mittlerweile beschäftigt sie sich mit kniffligen mathematischen rätseln - vielleicht wird sie noch mal nach einem einfachen beweis suchen...
großes kino, tolles buch!