Ja, jetzt fasse ich mir ein Herz und gebe es offen und ehrlich zu: Ich liebe sie noch immer, die alten Immenhof-Filme aus den 50ern. Mit 8 guckte ich sie wegen der Ponys, mit 14 wegen der schnulzig-süßen Liebesgeschichten und jetzt mit einer angenehmen Mischung aus Erinnerung und doch auch immer wieder neuer Freude an den Geschichten um Pferde, Geldsorgen und Liebeschaos. Es sind genau die richtigen Filme für einen verregneten Sonntagnachmittag, an dem man sich mit einer großen Tafel Schokolade vor den Fernseher knallt oder wenn man mit Grippe oder Kummer im Bett liegt und Trost braucht. Dann summt man fröhlich die Lieder mit, bibbert mit Oma Jantzen ums Geld, galoppiert mit Dalli durch die Wiesen und gönnt Dick natürlich den hübschen Ralph. Zwischendurch lacht man über die Klamotten und Frisuren und wundert sich, wie sich die Leute damals auf die Straße wagten. Das aber nur, um vor sich selbst nicht zuzugeben, daß der alte Kindertraum von einmal einer Woche auf dem Immenhof nicht völlig vergessen ist. Und ich habe sowohl Kinder als auch Erwachsene erlebt, die zunächst spöttisch lächelnd neben der Couch stehen blieben, sich dann irgendwann niederließen und erst zum Abspann wieder daran dachten, daß sie solche alten Schinken ja eigentlich schrecklich langweilig finden.
In "Ferien im Immenhof" soll der Hof zum Ponyhotel werden, doch anspruchsvolle Gäste und Geldsorgen machen es Oma Jantzen und ihren Enkeln nicht leicht. So planen die Kinder heimlich einen großen Werbeumzug mit allen Ponys und das Chaos ist vorprogrammiert. Daß der Immenhof am Ende mal wieder alle Geldnöte übersteht und das Ponyhotel ausgebucht ist, ist wohl kein Geheimnis. Aber der Weg dorthin ist gespickt mit Liebe, Streit, Eifersucht, Verwirrungen und immer wieder goldigen Ponynasen, so daß der Film immer wieder sehenswert ist. Spätestens bei der nächsten Grippe.