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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 9. Juni 2013
Zum Buch

Bei einem seiner virtuellen Spaziergänge durch Manhattan zuckt Thomas vor seinem PC zusammen:Im Fenster eines Hauses ist eine menschliche Gestalt zu erkennen,über deren Kopf eine Plastiktüte zusammengezogen wird.Thomas ist fest überzeugt,einen Mord beobachtet zu haben.Doch am nächsten Tag ist die Aufnahme verschwunden,und niemand schenkt ihm Glauben denn er leidet an Schizophrenie.Dabei sind ihm Verfolger längst auf den Fersen.

Meine Meinung

Das war nicht mein erstes Buch von Linwood Barclay, doch ich muss sagen, das es bis jetzt das beste ist, was ich von ihm gelesen habe.
Zum einem ist der Schreibstil wie immer flüssig, sodass die Seiten für mich nur dahinflogen.
Von der Spannung her kann ich nur sagen, es war einfach wunderbar. Ich wollte es kaum aus der Hand legen.
Was mich sehr an diesem Buch gefesselt hat ist eigentlich der Charakter von Thomas. Er ist Schizophren, dadurch erkennt man seine Stärken und Schwächen während des Lesens. Seine Stadtplan-Kenntnisse sind einfach unglaublich.
Durch diese Fähigkeit lebt er eigentlich nur noch in seiner virtuellen Welt, was dazu führt, sich und auch andere in Gefahr zu bringen.
Ich kann nur sagen mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
Auch wenn man am Anfang meint es könnte etwas langweilig sein, da diese Geschichte etwas ruhig beginnt, der wird sehr schnell feststellen das man hier noch nicht einmal die Oberfläche angekratzt hat.
Mich hat dieses Buch begeistert und ich empfehle es aufjedenfall zu lesen.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Januar 2013
... so steht es auf der Coverrückseite. Bei so einer vollmundigen Aussage geht man natürlich mit entsprechenden Erwartungen an das Buch heran - und im Großen und Ganzen wird man nicht enttäuscht.
Im Gegensatz zu Linwood Barclays letzten Thrillern, die für mich absolut unglaubwürdig und konstruiert wirkten, schaffte es hier der Autor, einen unverwechselbaren Plot relativ spannend und glaubwürdig umzusetzen:
Thomas, unser "Rainman" ist der interessanteste Charakter des Thrillers, mit all seinen Facetten, Schwächen und Stärken. Linwood Barclay gab sich bei seiner Ausarbeitung hier große Mühe und man merkt jeder Zeile an, dass er im Vorfeld sehr gründlich recherchierte. Leider ging dies zu Lasten der anderen Protagonisten: Ray, der Bruder, ist allzu lieb, selbstlos und tapfer, ganz ein Gutmensch. Ein paar Ecken und Kanten hätten ihm gutgetan. Die Auftragskillerin ist so eindimensional, dass es schon wehtut, auch die beiden zwielichtigen Charaktere Howard und Lewis sind einfach nur böse.....
Das Buch bietet jedoch eine originelle Story, viel Humor, etwas Spannung (wenn auch klar ist, wie es ausgeht) und einen relativ überraschenden "Twist" am Ende.
Fazit: Eines der besten Bücher von Linwood Barclay, genau das richtige für ein verregnetes Wochenende. Empfehlenswert!
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am 31. Dezember 2012
Ray kommt nach Hause, um sich nach dem Tod seines Vaters um den Nachlass und um seinen an Schizophrenie erkrankten Bruder Thomas zu kümmern. Thomas ist von Landkarten fasziniert und hat die fixe Idee, dass er sich alle Karten der Welt einprägen muss um der CIA zu helfen. Also sitzt er den ganzen Tag am Computer, schaut sich virtuell die Städte der Welt an und entdeckt dabei allerlei Merkwürdiges. Als er glaubt, an einem Fenster in New York einen Mord gesehen zu haben, geraten die Dinge aus den Fugen.

Alle Krimis von Linwood Barclay sind ungewöhnlich. Dieser macht keine Ausnahme. Ein modernes Remake von Hitchcocks „Fenster zum Hof“ konnte ich allerdings nicht erkennen. Die einzigen Parallelen sind der am Fenster beobachtete Mord und die relative Unbeweglichkeit des Beobachters (Thomas geht nicht gerne aus dem Haus). Mich hat das Buch viel mehr an eine Mischung aus „Rain Man“ und „Pulp Fiction“ erinnert. Einerseits schildert Barclay die schwierige Annäherung der beiden Brüder, andererseits die sowohl professionell als auch stümperhaft ausgeführten Vertuschungsversuche eines aus den Fugen geratenen Verbrechens. Fast hätte es eine Krimikomödie werden können, aber dazu ist der Unterton dann doch zu ernsthaft geraten.

Linwood Barclay kann schreiben und so ist es ein lesenswertes Buch geworden. Kein reißerischer Thriller aber auch kein langweiliger Schmöker. Das Spannungsniveau ist nicht gleichbleibend hoch. Es wechseln sich ruhige, nachdenkliche Passagen mit turbulenten und zuweilen brutalen ab. Zum Schluss serviert uns der Autor noch einen richtig atemberaubenden Showdown um danach den Roman eher besonnen ausklingen zu lassen. Eine Mischung eben – aber gelungen.
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TOP 500 REZENSENTam 10. November 2012
Bisher konnte Linwood Barklay mich mit seinen Bücher begeistern, diesmal hat er mich aber auf eine Geduldsprobe gestellt, die mich fast dazu gebracht hätte, das Buch wegzulegen. Baclays`Schreibstil ist Gott sei dank flüssig, sodass es keine Qual ist seine Bücher zu lesen, doch seine Detailverliebtheit in diesem Buch ist mir schon manchmal auf die Nerven gegangen. Ich habe mich dabei ertappt einfach weiterzulesen und dabei an etwas anderes zu denken, was nicht unbedingt ein Hinweis darauf ist, dass mich dieses Buch fesselte.
Die Idee dieses Buches fand ich gut und es sollte ja auch eine Anlehnung an das Buch "Das Fenster zum Hof " sein, meiner Meinung nach hat Barklay die Möglichkeiten , die in diesem Thema steckten nicht ausgeschöpft. Statt dessen hat er noch einen 2.Kriminalfall in das Geschehen mit hineingebracht, der am Ende auch aufgelöst wird,die Spannung aber nur auf den letzten hundert Seiten hat ansteigen lassen.

Thomas Kilbride ist seit seiner Kindheit schizophren. Seine Besessenheit gilt dem Kartenlesen. Durch ein Computerprogramm,Wirl360.com, kann er alle Straßen der Welt virtuell verfolgen. Er verbringt seine ganze Zeit vor dem PC und prägt sich Straßenansichten ein, da er glaubt Mitarbeiter der CIA zu sein, die seine Hilfe irgenswann benötigen werden. Eines Tages verfolgt er bei seiner Computerrecherche einen Mord am Fenster einer Straße in Manhatten. Sein Bruder, der seit dem Tod des Vaters, der bei einem Unfall ums Leben kam, bei ihm ist, kann dies erst nicht glauben. Nachdem er sich aber in Manhatten versichert hat , dass die Annahme seines Bruder richtig ist, weiß er nicht, wie er dies der Polizei beibringen soll, da man die Beobachtung eines schizophrenen Menschen nicht ernst nehmen würde.Dass sie allerdings bei ihren Recherchen einigen wichtigen Leuten auf die Füße treten und sich dabei in tödliche Gefahr begeben, ist ihnen nicht bewusst.

Meine Güte was hätte man aus diesem Thema machen können. Bei Barklay dümpel es allerdings nur so vor sich hin. Zwei parallel laufende Geschichten werden immer abwechselt erzählt , bis dann ca 150 Seiten vor dem Ende ein spannendes Finale folgt, das dann gleich zwei Kriminalfälle behandelt. Bei einem Buch mit fast 600 Seiten muss man sich hier allerdings lange in Geduld fassen. Die Figuren, die Barklay beschreibt haben mir gut z.T. gefallen, allen voran Thomas Kilbride, der mich ein bisschen an Rain man erinnerte, die Figuren des Parallelstrangs waren allerdings sehr eindimensional und vor allem der weibliche Part, Nicole, kam mir manchmal vor wie eine Maschine.Da hätte ich mir ein bisschen mehr Ausgestaltung gewünscht

Alles in allem muss ich sagen, konnte mich dieses Buch nicht so überzeugen und als Thriller würde ich es auch nicht unbedingt beschreiben, weil ihm dafür einfach die durchgehende Spannung fehlt.
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am 11. November 2014
Überraschend anders...
weil sich das Buch gemächlich als Krimi entwickelt, ohne langweilig zu sein.
weil einer der Helden, der mit der 'Macke', einen bis zum letzten Lesezug überrascht.
weil der Autor Perspektiven geschickt wie eine Spinne miteinander verwebt und dabei mal einen Faden 'verliert', ein anderer Faden erst viel später zum Einsatz kommt [nämlich um die 'Beute' (Sie, liebe LeserIn) zu fangen] und ein weiterer Faden zum Anpeilen des Jägers auf sein Opfer dient.
Kein Faden ist umsonst, keiner führt in nichts. Das muss man können.

Mir hat das Buch ein Schmökerwochende der intensiven Art geschenkt: Ich war in der Nähe von New York unterwegs, bewegte mich dort schliddernd auf politischem Parkett, wurde von Freunden meines Vaters unangenehm überrascht, wurde immer wieder desillusioniert und bin am Schluss beinah in Ohnmacht gefallen.
Wenn Sie auch gerne mal eine soche Lesereise erleben wollen, dann lesen Sie dieses Buch.

Ihre NachdenkerIn
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Nachdem mir „Nachts kommt der Tod“ schon so gut gefallen hat, habe ich mich gleich das nächste Buch von Linwood Barclay gewagt.

Dieses Mal verschlägt es den Leser nach Promise Falls. Der Mittdreißiger Ray hat von dem Tod seines Vaters erfahren und sich auf den Weg zu seinem Elternhaus gemacht, um dort nicht nur die Beerdigung zu organisieren, sondern sich auch noch um seinen jüngeren Bruder zu kümmern. Thomas ist im Grunde ein erwachsener Mann, jedoch leidet er unter Schizophrenie und sieht sich daher den ganzen Tag lang Landkarten auf seinem Computer an. Mit Hilfe von whirl360.com kann er virtuell Straßen entlanggehen und sich alles ansehen.
Bei einem dieser Spaziergänge durch New York entdeckt Thomas etwas Merkwürdiges. Er sieht einen Kopf in einem Fenster, über den eine Plastiktüte gestülpt wurde. Es sieht aus, als würde da gerade ein Mord verübt werden. Thomas ist ganz aus dem Häuschen und bittet Ray, sich nach New York zu begeben und sich die Sache genauer anzusehen.

Was als eine zufällige Entdeckung im Internet begann, bedroht schon bald das Leben von Thomas und Ray, aber nicht nur sie sind in Gefahr…
Auch hier hatte mich der Autor mit seiner Geschichte schnell wieder gefangen genommen. Nach und nach lernt der Leser die ganzen Schauplätze, Protagonisten und Handlungen kennen. Wie ein Puzzlespiel bekommt der Leser immer ein neues Puzzleteil dazu und so langsam setzt sich alles zu einem Bild zusammen. Dabei sind Zeitsprünge in die Vergangenheit oder Wechsel zwischen den Protagonisten oder Schauplätzen unvermeidbar. Doch bekommt man diese Wechsel gut mit.

Die 589 Seiten sind durchweg auf einem hohen Niveau und der Leser möchte seine Lektüre eigentlich nicht unterbrechen. Auch kann der Autor durch ein gewisses Potenzial an Fachwissen glänzen, das er dem Leser einfach und verständlich näher bringt. Die Handlungen der einzelnen Protagonisten sind gut durchdacht und logisch. Man versteht, warum jemand wie gehandelt hat und würde vielleicht selbst den gleichen Weg einschlagen.

Den Spannungsbogen hält der Autor über die ganze Geschichte konstant hoch und erst gegen Ende lässt er diesen langsam absinken. Die Protagonisten sind authentisch, jeder hat seinen eigenen Charakter, der ihn von anderen unterscheidet.
An den Sprecher hatte ich mich durch das vorangegangene Hörbuch schon gewöhnt gehabt und freut mich auf ein Wiederhören. Dieses Mal hat mich Frank Arnold aber dennoch überrasche können. So schaffte er es, jedem der Hauptprotagonisten eine eigene Stimmlage und Sprechweise zu zu sortieren. Ohne zu wissen, wer jetzt was sagt, konnte ich es alleine anhand der Sprechweise erkennen. Seine Interpretationen von z.B. Thomas fand ich sehr treffend, aber auch Lewis Blocker konnte mich überzeugen. Anhand der Sprechweise formte sich in meinem Kopfkino ein sehr farbiges Bild von den Personen, das noch durch die Beschreibungen unterstrichen wurde. Durch feine Nuancen erweckt der Sprecher die Protagonisten zum Leben und haucht ihnen einen eigenen Charakter ein.

Das Hörbuch ist zwar die gekürzte Fassung des Buches, jedoch merkt man ihm dies nicht zwangsläufig an. Schlüssig und spannend wie das Buch, kann es den Hörer über 6 CDs mit 437 Hörminuten fesseln.

Fazit:
Nicht umsonst erinnert der Titel an ein Werk von Alfred Hitchcock, genauso spannend, verzwickt und fesselnd, dabei auf einem hohen Niveau taucht der Leser ein in einen ganz besonderen Fall.
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am 29. Mai 2014
"Das Fenster zum Tod" ist ein spannungsgeladener Thriller, der sein Vorbild in Hitchcocks Klassiker "Das Fenster zum Hof" gefunden hat, in seiner Ausführung aber völlig anders ist. So fand zum einen der Mord, den der psychisch kranke Thomas Kilbride während seines virtuellen Streifzuges entdeckt, bereits einige Zeit vorher statt und wird als solcher auch erst sehr spät erkannt. Zum anderen gibt es keine Möglichkeit, den Ort der Tat im Auge zu behalten, während die Bedrohung für die beiden Brüder plötzlich ungeahnte Ausmaße annehmen. Bis es aber so weit ist und die Recherchen von Ray zum Äußersten führen, taucht der Hörer in die Familiengeschichte der Kilbrides ein, erfährt von dem dramatischen Tod des Vaters, nimmt an dem einseitig geführten Leben des kranken Sohnes Thomas teil und erlebt die Probleme dessen Bruders Ray hautnah mit, der sich plötzlich mit der Verantwortung für den kleinen Bruder und den seltsamen Auswüchsen seiner Krankheit auseinandersetzen muss.

Gelesen wird der clever konstruierte Thriller von Frank Arnold, der es mit seiner angenehmen und wandlungsfähigen Stimme schafft, dem brisanten Geschehen Leben einzuhauchen. Dabei ist es egal, ob er eine der handelnden Figuren verkörpert oder eine Passage des Zwischentextes spricht. Stets passt er seine Interpretation der vorherrschenden Situation an und deshalb gelingt es ihm gleichermaßen, Gefühle zum Ausdruck zu bringen und spannende Momente darzustellen. Dadurch fällt es dem Hörer leicht, das immer rasanter werdende Geschehen zu verfolgen und dabei die Aktionen der verschiedenen Figuren richtig zu deuten. Ein besonderes Highlight aber ist, wenn er den schizophrenen Thomas Kilbridge spricht, der durch die Auswirkungen seiner Krankheit in einer Scheinwelt lebt, seinen Plan der CIA hilfreich zur Seite zu stehen, aber hartnäckig verteidigt.

Fazit:
"Das Fenster zum Tod" ist ein packender Thriller, der neben seinem gut konstruierten Plot, vor allem von den tiefgründig dargestellten Hauptfiguren lebt. Allerdings dauert es einige Zeit, bis die Geschichte eines zufällig entdeckten Mordes an Fahrt gewinnt, dann aber ist sie nicht mehr zu stoppen.
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am 12. Februar 2013
Zur Story: Der schizophrene Thomas leidet an einer extremen Form von Kartenmanie und bereist rund um die Uhr via Computer die Städte der Welt. Grast jede Strasse ab und prägt sich alle Einzelheiten ein, denn er arbeitet einen Notfallplan für die CIA aus, und steht dabei in ständigem Kontakt mit dem Ex Präsidenten - zumindest in seiner Fantasie. Bei einer zufälligen virtuellen Reise durch die Strassen New Yorks, sieht er an einem Fenster eine Art Kopf, über den eine Plastiktüte gestülpt ist. Schnell ist sich Thomas darüber im klaren, dass sich dabei um einen Mord handeln muss. Umgehend informiert er seinen Bruder Ray, hofft auf Glauben und Unterstützung. Da Thomas aufgrund seiner Krankheit und Vergangenheit so gut wie nie das Haus verlässt, überredet er Ray sich auf den Weg nach Ney York zu machen, um das Fenster zu überprüfen. Dieser tritt dabei eine wahrhafte Lawine los, und das Unheil nimmt seinen Lauf..."

"Das Fenster zum Tod" ist ein Roman in typischer" Linwood Barclay Manier, in dem es zunächst wieder zwei Handlungsstränge gibt - die im Laufe der Geschichte zusehends miteinander verschmelzen - und den signifikanten ruhigen Einstieg in die Storys. Hinzu kommt in diesem Fall ein nicht ganz unwichtiger Nebenschauplatz, der zusätzlich für Brisanz sorgt. Dieser ruhige Einstieg kommt nicht bei jedem Leser gut an, einige monieren dieses gemächliche Hineingleiten in seine Geschichten und lasten es ihm negativ-, als Tempo und Spannungskiller an. Ich für meinen Teil empfinde es eher als positiv (zumindest bei seinen Romanen), und es ist auch immer ein Stück weit dem Thema geschuldet, welches in einem Roman abgehandelt wird. Zum einen legt er viel Wert auf seine Figuren und deren Umfeld, und zum anderen auf eine ausgefeilte Story. Ein schnelles Vorantreiben und Abhandeln macht somit keinen Sinn, man würde den Figuren nicht gerecht werden, könnte sie nicht vollends genießen und die Story würde im schlimmsten Fall in die Oberflächlichkeit abgleiten.

In den beiden Handlungssträngen geht es zum einen um den Justizminister von New York, der in unsaubere Machenschaften mit der CIA verwickelt ist und diese aufzufliegen drohen. Und zum anderen um den schizophrenen 35jährigen Thomas, der an einer extremen Form von Kartenmanie affiziert ist, Stimmen hört, Zwangsvorstellungen hat, aber Rain Man" ähnlich über ein hervorragendes Gedächtnis in Sachen Geographie verfügt.

Eines gleich vorweg, für die Leser die es mögen, oder auch nicht - es ist kein Politthriller und das Thema spielt wenn überhaupt, eine leicht angehauchte, untergeordnete Rolle."

Die Figur Thomas und dessen 37jährigen Bruder Ray sind die Hauptcharaktere in diesem perfiden Spiel um Vertuschung auf hoher politischer Ebene, bei dem sich Thomas ungewollt und nichts ahnend die Hauptrolle aneignet, zur Zielperson skrupelloser Menschen wird. Gerade der Charakter Thomas ist es, der dieses gewisse etwas versprüht, diesen gewissen den mag ich Faktor" in sich trägt.

Das Fenster zum Tod" ist ein sehr facettenreicher Roman, der gerade in den Dialogen zwischen Thomas und Ray sehr emotional daher kommt, zusätzlich geschürt durch den Tod des kürzlich verstorbenen Vaters. Das Miteinander der beiden Brüder ist ein Highlight und Thomas erinnert unweigerlich an Rain Man", mit seiner Begabung und seiner Unbedarftheit. Während der Dialoge entsteht aufgrund seines Krankheitsbildes eine gewisse Situationskomik, die eigentlich nicht wirklich angebracht ist, die Mundwinkel aber trotzdem nach oben gleiten lässt. Nur Augenblicke später wird man aber schon wieder zur Nachdenklichkeit ermahnt, denn niemand möchte die Welt aus der Sicht von Thomas erleben, sie durch seine Augen bereisen. Des Weiteren ist es aber auch ein knallharter Thriller, in dem Gewalt nicht nur ein leeres Wort ist, sondern in dem sprichwörtlich über Leichen gegangen wird, um sich auf dem Weh nach oben den Rücken frei zu halten, und das mit allen der Person zur Verfügung stehenden Mitteln.

Mein Fazit: Linwood Barclay lässt in diesem Roman sein ganzes Können aufblitzen, sowohl bei den Figuren, als auch bei der Story ansich, die von der ersten bis zur letzten Minute Spaß macht, auch wenn sie nicht immer ans Tempolimit stößt. Er steht nicht gearde für das Pseudonym "Pageturner", aber ich denke es war auch nie seine Absicht, die Inlays seiner Romane mit diesem Begriff zu plakatieren. Barclay setzt auf eine gesunde Mischung aus Emotionen, Tiefgang und Tempo, und das sind die Elemente für die er steht."
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am 9. Mai 2015
Ray Kilbride reist wegen des Todes seines Vaters zu seinem Bruder Thomas. Thomas ist schizophren. Er sitzt den ganzen Tag an seinem Computer, um sich mit dem Computerprogramm Whirl360 die Städte dieser Welt virtuell anzusehen. Er kann sich alle Straßen, Straßennamen und Läden einprägen, da er glaubt, dass eines Tages alle Karten vernichtet werden, und er der Regierung mit seinem Gedächtnis helfen kann.
Als Thomas sich eines Tages Manhattan anschaut, entdeckt er dort an einem Fenster einen Kopf in einer Plastiktüte. Thomas ist sich sicher, dass dort ein Mord passiert sein muss.
Sein Bruder Ray, der ihm erst nicht so wirklich glauben will, reist nach Manhattan, um sich die Wohnung anzuschauen. Er ahnt nicht, dass sein Bruder einer Verschwörung auf die Spur gekommen ist. Leider bleibt dies nicht unentdeckt und die zwei Brüder werden aufgespürt...

Die Idee dieses Buches fand ich sehr interessant. Anfangs dachte ich, dass dieses Buch vielleicht doch ein Fehlgriff war, da es die ersten 150 Seiten zwar interessant aber nicht gerade spannend zu nennen war. Es sind verschiedene Erzählstränge wie zum einen aus der Sicht in der Ich-Form von Ray, dann jeweils in der 3. Person die anderen Personen. Später erschliesst sich dem Leser, wie alles zusammenhängt. Die Spannung baut sich wie gesagt langsam, aber dann immer schneller auf bis zum Finale. Mit einigen Wendungen hatte ich nicht gerechnet, was mich positiv überrascht hat.
Also nicht gleich aufgeben, die Geschichte kommt nun mal langsam in Fahrt, aber es lohnt sich auf jeden Fall dran zu bleiben!!!
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am 3. November 2012
Der schizophrene Thomas Kilbride verläßt kaum das Haus und "studiert" seit frühester Kindheit an seinem PC -mit kurzen Unterbrechungen zum Essen und Schlafen- tagtäglich Stadtpläne und Landkarten. Bei einem virtuellen Rundgang durch New York glaubt er Zeuge eines Mordes zu sein. Als er seinem Bruder Raymond, der als Betreuer für Thomas nach dem Unfalltod des Vaters z.Zt. mit im Haus lebt, davon erzählt, glaubt dieser ihm natürlich nicht. Dann geschehen merkwürdige Ereignisse, die zunächst nicht mit den Beobachtungen von Thomas im Zusammenhang zu stehen scheinen...

Linwood Barclay versteht es meisterhaft die Charaktere der einzelnen Protagonisten herauszuarbeiten. Sehr beeindruckt hat mich die einfühlsame Beschreibung über das Wesen und die Gedankengänge des an Schizophrenie leidenden Thomas. Sein Bruder Raymond, der sich liebevoll um seinen Bruder kümmert, ist aber der eigentliche Protagonist. Aus seiner Sicht wird die Geschichte erzählt.

Von Anfang an läßt Linwood Barclay parallel andere Handlungsstränge mit ebenso interessanten Personen und Ereignissen einfließen, welche aus dem Ruder laufen. Relativ schnell ahnt der geübte Leser in welche Richtung sich die Handlung entwickelt. Aber das ist sicher gewollt und hält den Spannungsbogen gerade deswegen konstant auf hohem Niveau. Als Leser wird man dadurch ständig zum Nachdenken animiert -nicht ob, sondern wie- sich alles zusammenfügt. Aber auch dabei hält der Autor einige Überraschungen bereit.

Für mich ist dieses Buch das bisher Beste von Linwood Barclay. Ein sehr intelligent aufgebauter Plot mit sympathischen und interessanten Figuren und Einblicken in die sich entwickelnde kriminelle Energie von erfolgshungrigen Menschen wenn der Erfolg gefährdet zu sein scheint. Absolut lesenswert!
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