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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
IM FENSTER IMMER NOCH WETTER!!!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Und im Fenster Immer Noch Wetter (Audio CD)
Und im Fenster immer noch Wetter ist bereits das dritte Album vom Hamburger Songwriter Spaceman Spiff. Spätestens mit seiner letzten Platte BODENANGST hat Er sich einen Namen gemacht. Mit ... Und im Fenster immer noch Wetter steigert er sich weiter und steht kurz davor zu Gisbert zu Knyphausen oder ClickClickDecker aufzuschließen.Zunächst fällt auf dass die neue Platte abwechslungsreicher arrangiert ist, ohne aber dabei den Blick auf das wesentliche der Songs zu verlieren. Diese werden immer noch von den sehr guten Texten und dem gitarrenspiel getragen. Der Eröffnungstrack STRAßEN gehört zu den stärksten Minuten des Albums. Wenn Hannes Wittmer (Wie Spaceman Spiff eigentlich heisst) mit Werden muss jeder für sich allein" lauter wird, erinnert das sehr an Kevin Hamann. In 12 Liedern werden 12 Geschichten erzählt. Spaceman Spiffs Worte gehen nahe, weil sie eben wahr sind. Und wenn es ein Singer-Songwriter schafft, seine Hörer zu berühren, dann zählt er zu den Gewinnern. ... eine Wand überwindet man nach wie vor immer noch am besten mittels einer Tür" (Zeit zu bleiben). Die Tür steht offen! Ein deutscher Künstler, den man unbedingt im Auge behalten muss. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine wahre Songwriter-Perle,
Von
Rezension bezieht sich auf: Und im Fenster Immer Noch Wetter (Audio CD)
Als ich vor gut 15 Monaten zum ersten Mal Spaceman Spiff live erleben durfte, war noch nicht abzusehen, dass er in Kürze einen regelrechten Durchmarsch durch die deutsche Songwriterszene hinlegen würde. Wirklich wundern kann das allerdings auch nicht, denn bei diesem jungen Mann stimmt einfach alles: Sein Gitarrenspiel ist virtuos, seine markante Stimme angenehm und schnörkellos. Die Basis seines Erfolges sind aber wohl seine bildhaften Texte, die zumeist nachdenklich und oft melancholisch den Nagel auf den Kopf treffen. Hannes Wittmer, so der bürgerliche Name hinter Spaceman Spiff, braucht meist nicht viele Worte und Zeilen, um die Zuhörer zu berühren. Er gräbt so tief in den Träumen, Ängsten und Sehnsüchten seines Publikums, dass er es mal gerührt und mal regelrecht aufgewühlt zurück lässt. Getragen werden diese Texte durch einfache, fließende Kompositionen, die niemals vom Erzählten ablenken, sondern es noch unterstreichen.Unter Beweis gestellt hat Spaceman Spiff seine Fähigkeiten sowohl in unzähligen Auftritten quer durch das gesamte Bundesgebiet als auch bereits in seinem Debütalbum "Bodenangst", das er noch weitestgehend in Eigenregie produziert und unters Volk gebracht hatte. Mit einem starken Verlag und einer engagierten Agentur im Rücken kann Spaceman Spiff mit seinem neuen Werk "...und im Fenster immer noch Wetter" schon um einiges dicker auftragen. "Werden muss jeder für sich allein" schreit Hannes im Eröffnungstitel "Straßen" zu lautem Schlagzeug. Töne, wie man sie so noch nie von ihm gehört hat und mit denen er regelrecht um Aufmerksamkeit zu buhlen scheint. So laut wird das Album dann allerdings nicht noch einmal. Die meisten Lieder sind angenehm abwechslungsreich und sphärisch arrangiert, aber niemals überproduziert und meistens leise gehalten. Flottere Klänge wie bei "Elefanten" wirken da schon fast wie Ausreißer. Dass die meisten Lieder eher traurig wirken, stört aber nicht weiter, denn genau in solchen Liedern ist Spaceman Spiff besonders stark. Sei es zum Beispiel "Schnee": Selten oder nie wurde das Thema einer geendeten Beziehung in so zarter Bildgewalt und Metaphorik beschrieben. Kein Wunder, dass das Lied inzwischen schon fast ein Klassiker ist und auf seinen Konzerten immer wieder gewünscht wird. Sei es das sehnsuchtsvolle "Hamburg", in dem ihn in seinem neuen Leben widerwillig das Heimweh packt, wenn er singt "Woanders bin ich wer gewesen, hier muss ich irgendjemand sein". Oder "Scherenhände", in dem er zugibt, dass man im Leben nicht nur verletzt wird, sondern auch unvermeidlich andere verletzt: "Wenn man ungewollt mit Scherenhänden Herzen ersticht, einer für alle und jeder für sich, von Zeit zu Zeit auch ich". Das Album schließt mit einem von zwei Titeln, die Spaceman Spiff schon auf seinem Vorgängeralbum verewigt hatte: "Ab heute immer jetzt", in dem er dafür plädiert, nicht immer nur für morgen, sondern einfach mal für das Jetzt zu leben. Soweit die Spitze des Eisbergs. Im Grunde ist das gesamte Album so brillant formuliert und vorgetragen, dass man sich immer wieder fragt: Wie kann dieser Mann nur so gut sein? Dass "Zeit zu bleiben" - ebenfalls bereits auf "Bodenangst vertreten - sowohl textlich als auch musikalisch nicht zu 100 % zu überzeugen vermag und "schwarz weiß" zumindest musikalisch ein wenig langweilt, ändert nichts am Gesamteindruck, dass Hannes Wittmer schlichtweg ein Genie ist, das sympathischerweise nie seine Bodenhaftung verloren hat. Den immer wiederkehrenden Vergleich mit Gisbert zu Knyphausen und anderen jungen deutschen Songwritern braucht er jedenfalls nicht zu fürchten, im Gegenteil: Für mich ist Spaceman Spiff schon der Beste seiner Zunft. In dem Sinne kann man dieses Album nur genießen und sich auf noch viele weitere freuen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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