Ich habe diese Lampe seit einem guten halben Jahr und bin bisher sehr zufrieden. Die Lampe hat eine unglaubliche Lichtleistung für ihre Größe, eine hervorragende Batterieausbeute, eine ausgewogene Ausleuchtung und für eine LED-Lampe eine sehr angenehme Lichfarbe.
Die LD10 wird mit einer Handschlaufe, einem abnehmbaren Gürtelklip, einer Ersatzdichtungskappe für den Schalter, zwei Ersatzdichtringen und einer Schutztasche geliefert. Die Schtztasche wird mit einem Klettverschluss zugehalten und weist eine robuste Riemenöse aus Kunststoff soewie zwei Gürtelschlaufen auf, eine dieser Schlaufen lässt sich per Klett öffnen, die andere ist geschlossen vernäht.
Wir haben neben der LD10 Premium R5 im Haushalt auch eine LD20 Premium R5. Trotz abweichender Herstellerangaben lässt sich kein Unterschied bei der Helligkeit dieser beiden Lampen feststellen. Lichtkegel und Ausleuchtung sind ohnehin identisch. Ein sehr kleiner Unterschied ist nur bei der Lichtfarbe zu erkennen, wobei die LD20 etwas wärmer leuchtet. Ich halte das aber für Exemplarstreuung. Die Köpfe sind mechanisch baugleich, ebenso deckt sich die Bedienung. Natürlich hält die LD20 länger durch, da sie zwei statt nur einer AA-Zelle aufnimmt. Beide Lampen hohlen aus den Zellen unglaublich viel raus, bleiben bis kurz vor Schluss hell und schalten dann zunächst auf kleine Helligkeit um, bevor sie ausgehen.
Sicherlich lässt sich die Lampe zum Schocken verwenden; ich halte aber die Modus-Umschaltung zu diesen Zweck für zu umständlich, denn diese erfolgt an zwei Stellen: Zwischen zwei Basishelligkeiten wählt man durch Drehen des Kopfes. Und zur Auswahl weiterer Abstufungen und des jeweiligen Stroboskopmodus ("Blinken") tastet man den Hauptschalter an der Rückseite. In der dunkleren Kopfeinstellung stehen drei Helligkeitsstufen und ein SOS-Blinken in der hellsten Stufe zur Auswahl. Bei der hellen Kopfeinstellung wechselt man mit dem Schalter zwischen sehr hellem Dauerlicht und dem schnellen Schockblinken. Falls man gerade angegriffen wird, dürfte es zeitlich und nervlich schwierig sein, die richtige Einstellung zu finden. Wenn man das dennoch nutzen möchte, sollte man daher unbedingt zumindest die helle Kopfeinstellung vorwählen, bevor man den dunklen Park betritt. Auf das Blitz-Programm muss man dann leider nach dem Einschalten immer noch wechseln, da die Grundeinstellung nach dem Einschalten immer das Dauerlicht ist. Bei dunkler Kopfeinstellung ist nach dem Einschalten die schwächste Leuchtstärke vorgewählt.
Beide Blinkprogramme finde ich persönlich überflüssig, da ich die Lampen zum Geo-Cachen verwende, also um Licht zu geben. Man wechselt dabei häufig die Helligkeitsstufen, um einerseits nicht mit unnötig hellem Licht aufzufallen und die Batterien zu schonen, wenn wenig Licht ausreicht. Sucht man andererseits entferntere Objekte, ist natürlich die hohe Helligkeit gefragt. Es ist immer nervig, wenn man beim Wechseln das Blinkprogramm durchtasten muss.
Ein Vorteil der LD10 gegenüber der LD20 ist natürlich die kleinere Länge. Ein weiterer ist, dass sie sich, sofern man den Gürtelklip montiert hat, mit dem Kopf voran in die Tasche steckten lässt. Dadurch hat man sie zum einen nach dem Entnehmen gleich richtig in der Hand, zum anderen lässt sich die hinten an der Lampe befestigte Handschlaufe auch mit Schutztasche noch nutzen und schließlich passt sie auch mit angebrachter Handschlaufe überhaupt in die Tasche. (Das ist bei der LD20 nicht der Fall, weil die Handschlaufe zu stark aufträgt.)
Es gibt zu beiden Lampen weiteres, gesondert erhältliches Zubehör wie Farbfilter, Diffusor, Fahrrad- und Kopfhalterung. Die Lampe läuft ohne Einschränkung mit einem NiMH Akku.
Zugegeben, die Lampe ist sehr teuer. Man sollte beim Preisvergleich mit den Modellen anderer Hersteller jedoch unbedingt auch die technischen Daten nebeneinanderstellen. Dann zeigt sich, dass diese Lampe oft mit viel größeren Modellen im Wettbewerb steht und der Preis relativiert sich, die sehr kompakte Bauform wird letztlich zum Vorteil. Der einzige diesem Umstand geschuldete Nachteil ist eine fehlende Verstellbarkeit des Lichtkegels. Diesem Nachteil wird aber durch ein geschicktes Profil des Kegels begegnet: Eine helle Mitte mit einem großen schwächer ausgeleuchteten Umfeld. Dadurch ist die Ausleuchtung gut an die physiologischen Eigenschaften des Auges angepasst. Ich habe die Verstellmöglichkeit, welche ich bei anderen Lampen ständig benutzt habe - genau genommen benutzen musste, bei dieser Lampe noch nie vermisst.