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Femme fatale: Faszinierende Frauen
 
 
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Femme fatale: Faszinierende Frauen [Gebundene Ausgabe]

Joachim Nagel
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Belser; Auflage: 1., Auflage (September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3763025219
  • ISBN-13: 978-3763025213
  • Größe und/oder Gewicht: 29 x 25,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 357.494 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joachim Nagel
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

· Einziges Panorama zur Femme fatale in Malerei, Fotografie und Film
· Fesselnde Texte und Bilder bieten Lese- und Betrachtervergnügen
· Mit Meisterwerken der Malerei von Tizian über Klimt bis zum Surrealismus
· Themen: Lilith, Judith und Delilah; Salome; Helena, Circe, Medusa; Sphinx und Sirene; Cleopatra und die Königin von Saba; Hexen und Satanstöchter; Carmen; Skandal-Diven der Belle Époque; Vampirinnen und Kindfrauen; Dämoninnen der Filmleinwand; Surreale MusenUnwiderstehlich. Weibliche Schönheit bildet seit jeher ein zentrales Thema der Kunst und Weltliteratur. Zum Faszinosum wird sie in der Figur der Femme fatale, deren unwiderstehliche Verführungsmacht, gepaart mit Stärke und Unabhängigkeit, dem Mann zum Verhängnis wird. Dieser Bildband entfaltet den ganzen Facettenreichtum der Femme fatale: In Gestalt etwa von Lilith und Salome begegnet sie uns bereits in der Bibel, als Helena oder Circe in der Mythologie der Antike. Im Mittelalter findet sie sich zur Hexe gewandelt, in Renaissance und Symbolismus zur rotschopfigen Sphinx verklärt. Die Romantik verhilft ihr mit Carmen zum Sensationserfolg auf der Opernbühne, und Vamps wie Greta Garbo oder Diven wie Jeanne Moreau lassen sie in moderner Zeit auf der Filmleinwand fortleben.

Über den Autor

Joachim Nagel, Literaturwissenschaftler und Kulturhistoriker, hat sich u.a. durch Künstlerbiografien zu Johann Wolfgang von Goethe und Gustav Klimt einen Namen gemacht. Im Blickpunkt seiner Forschung steht u.a. die Schwarze Romantik, die das Phänomen der Femme fatale wesentlich geprägt hat.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Münchner Literaturwissenschaftler und Kunsthistoriker Joachim Nagel, de sich schon Künstlerbiographien zu Goethe und Klimt einen preisgekrönten Namen gemacht hat, legt in diesem reich bebilderten Kunstband die Ergebnisse seiner Forschungen zur "Schwarzen Romantik" vor, einer Richtung, die das Phänomen der femme fatale maßgeblich geprägt hat.

Ob es Odysseus war, der der Circe erlag, die Sirenen, die die Seefahrer ins Verderben lockten, ob es biblische Frauengestalten waren wie Judith und Delilah, die die erotische Fantasie der Kleriker im Mittelalter anheizten, oder ob es Leinwandgrößen der jüngsten Vergangenheit sind wie Pola Negri, Mae West oder Greta Garbo - immer ist die Femme fatale beides, Schöne und Furie, Verführerin und Hexe, mit femininer Anmut gleichermaßen ausgestattet wie mit zerstörerischen und manipulativen Eigenschaften.

Der vorliegende, prächtig ausgestattete Band gibt in Wort und Bild einen ganz hervorragenden kultur- und kunsthistorischen Überblick über dieses Thema. Ganz interessant ist dabei der historische Wandel, der in den Figuren der Femme fatale zu beobachten ist: "Die ursprünglich für den Mann so verhängnisvolle Femme fatale wird zu einer Identifikationsfigur für die selbstbewusste und moderne Frau."
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Faszinierende Frauen 6. Oktober 2009
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Sie mögen Frauen oder sind ihnen Frauen unheimlich? Trauen sie Frauen auch böse Dinge zu? Sind Frauen eventuell eine Strafe Gottes und Männer können nichts gegen diese Wesen unternehmen? Genug der schrägen Fragen, denn das Buch FEMME FATALE von Joachim Nagel widmet sich ausschließlich der Frau, dem absoluten Prototyp Frau und was Frau im innersten Wesen wirklich ausmacht beziehungsweise wie Frau von außen gesehen wird, meisten natürlich von Männern.

Frauen sind einfach faszinierend und wenn ihnen etwas Böses, Unkeusches oder sogar Lasterhaftes anhaftet, so sind sie umso faszinierender, ist es nicht so? Auch wenn wir alle damit Frauen unrecht tun, so ist dieses archaische Bild doch tief in der Gesellschaft verwurzelt.

Die Frau als Hexe, als Dämon, als sündige Person, als Verführerin im klassischen Sinne oder als Diva und große Tragödin - allen haftet das Besondere an, das Ungewöhnliche das Herausragende.

Das Buch FEMME FATALE von Joachim Nagel widmet sich ausgiebig diesem besonderen Bild der Frau. Beginnend mit Eva und Delilah, über die griechischen Frauen und Göttinnen, zu den Teufeln der Verführung, bis zu Vamps und Leinwandgöttinnen.

Auf nur 128 Seiten kann man gar nicht genug bekommen, denn die Abbildungen sind sehr gut gewählt, impressiv und offenbaren eine fast überbordende Weiblichkeit, welche wohl so manchem Puritaner gotteslästerlich sein dürfte.

Ob Darstellungen von Gustav Klimt, den ich persönlich sehr schätze oder das Bildnis der Medusa, allen haftet der Odem des Fazinosums an. Ob in absoluter Unschuld oder sündiger Verworfenheit, so könnte ein Mann sich nie darstellen und ist wohl auch noch nie dargestellt worden. Diese Domäne, ob man sie gut heißt oder nicht ist nur den Frauen vorbehalten und die Kirche dürfte an dem Bild nicht ganz unschuldig sein, oder etwa nicht?

Das Buch FEMME FATALE von Joachim Nagel hat mir ausgesprochen gut gefallen, obwohl es die Frau nur einseitig darstellt, aber dies war und ist ja Thema des Buches und das ist dem Autoren auch vollkommen gelungen. Immer noch blättere ich ganz verzückt ob der Abbildungen in dem Buch und mag mir gar nicht vorzustellen, was passieren würde, wäre man je in den Fängen einer solchen femme fatale...

Sehr empfehlenswert!
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Satans Töchter. 8. Oktober 2009
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor dieses faszinierenden Buches ist der Münchener Literaturwissenschaftler und Kulturhistoriker Joachim Nagel. Er spürt darin dem Faszinosum der so genannten "Femme fatale" nach. Noch vor der Einleitung kann man das Konterfei der Comtesse Virginia de Castiglione (1855-1899) bewundern. Bevor ich mich dem Inhalt des Buches zuwende, möchte ich ein paar Worte über diese Frau verlieren, weil der Autor sie nur durch ihre Schönheit wirken lässt. Die Gräfin soll sich eines Tages voller Hochmut mit anderen Damen des Hofes des Tuileries verglichen haben: "Ich stelle mich ihnen gleich dank meiner Herkunft, ich übertreffe sie durch meine Schönheit, ich beurteile sie nach meinem Verstand." Sobald sie irgendwo erschien, stieg man auf die Bänke, um sie besser zu sehen, so groß war ihre Schönheit. Leider besaß sie nicht die Intelligenz, die sie sich anmaßte. Sie war von guter Herkunft, aber schlecht erzogen und verdorben durch ihren Stolz, den sie aus ihrer Macht zur Verführung schöpfte. Ihre Neigung zur Intrige hielt sie für politisches Genie, und sie wäre bloß eine hochfliegende Kurtisane gewesen, wenn ihr kurzes Liebesverhältnis mit Napoleon dem III. ihr nicht einen Platz - gewissermaßen ein Bett - in der Geschichte gegeben hätte. Nachdem sie durch ihre Unverschämtheit, ihre Auffälligkeiten und ihre Toiletten in Paris viel Aufsehen erregt hatte, indem sie sich in erstaunlich lebenden Bildern zur Schau stellte, lebte sie die letzten zwanzig Jahre ihres Lebens sehr zurückgezogen. Sie verhüllte sogar die Spiegel in ihrer Wohnung, um nicht an ihrer Schönheit, den einzigen Wert, den Virginia jemals respektierte- die Spuren der Zeit wahrzunehmen. Eine im Grunde sehr bedauerndwerte Frau.

Was versteht man unter eine "Femme fatale"? Wodurch zeichnet sich eine verhängnisvolle Frau aus? Offenbar präsentieren sich die äußeren Merkmale einer solchen Frau vom sinnlich Üppigen, über das Athletische bis hin zum Ätherischen. Sieht man von einigen blonden Kinodiven ab, herrscht beim Typ der "Femme fatale" dunkles und rotes Haar vor. Diese Frau setzt ihre Schönheit angeblich als Waffe im Kampf der Geschlechter ein. Durch ihre unwiderstehliche Verführungsmacht oder ihre gnadenlose Unnahbarkeit wird sie Männern zum Verhängnis. Sie soll einen erklärten Vernichtungswillen besitzen und zudem über Eigenschaften wie etwa Gefühlskälte und sexuelle Gefräßigkeit verfügen. Männern flößt eine solche Frau natürlich Angst ein. Ist eine derartiges Wesen eventuell eine Kopfgeburt von Männern?

Der Autor stellt Frauen diesen Typs aus allen Jahrhunderten vor, erzählt deren jeweilige Geschichte und wartet mit einer Fülle von Gemäldedarstellungen und Fotos von bedrohlichen Damen auf, die möglicherweise dem Mythos des Weiblichen am Nächsten kommen. Nagels Betrachtungen werden übrigens nicht nur mit bildlichen Darstellungen, sondern auch mit Gedichten bereichert. Hier bleibt die Loreley natürlich nicht ausgespart. Lilith, Delilah, Judith und Salomé kommen zur Sprache, die von Stuck wohl am besten dargestellt worden ist. Auf der Bühne feierte Oscar Wilde mit seiner "Salome" große Erfolge. Nagel stellt des Weiteren eine Reihe mythischer Frauengestalten vor, auf die die Bezeichnung "Femme fatale" zutreffen könnte. Die Geschichten von Helena, Circe, den Sirenen und der Medusa sind sehr spannend zu lesen, auch die Sphinx wird thematisiert. Franz Stucks Gemäldedarstellungen der Salomé und der Circe bestechen durch ihre Ironie. Er macht sich in seinen diesbezüglichen Werken über den klassischen Femme-fatale-Mythos lustig. Zu Recht wie ich finde.

Es folgt eine Skizzierung des Lebens von Cleopatra, bevor Nagel sich mit dem Hexenwahn auseinandersetzt, einer besonders angstbesetzten Männerfantasie, die in der Vorstellung gipfelte, dass Hexen sich voller Lust mit dem Teufel sexuell vereinigen würden und dafür natürlich bei lebendigem Leib geröstet werden mussten. Venus und Tannhäuser werden nicht vergessen, auch Lucrezia Borgia nicht. Carmen, diverse Totenbräute aus der Literatur, Wasserweibchen, englische Musen, Pariser Blumenmädchen, die Diven der Belle Époque und des Fin-de Siécle, Lulus und Lolitas, Vamps und Diven von der Leinwand, aber auch surreale Musen werden fokussiert und haben mich in ihrer textlichen und bildlichen Darstellung sehr amüsiert.

Nur wenige Männer können wirklich mit schönen, intelligenten und zeitgleich sexuell freien, unabhängigen Frauen entspannt umgehen. Unverkennbar befürchten viele Männer Machtverlust durch solche Frauen und lassen kein gutes Haar an ihnen. Schade eigentlich.

Die bildlichen Darstellungen sind beeindruckend und sehr gut erklärt. Klimts und Franz von Stucks Bilder gefallen mir am besten. Wundervoll ist Stucks Darstellung der "Sünde": in Männeraugen Verlockung pur, aber zeitgleich beängstigend wegen der dämonischen, gefährlichen Aura als magische Zutat fleischlicher Sünde.

Sehr schöne, intelligente Frauen sind in der Regel selten männermordend. Bislang hat sich dies noch nicht herumgesprochen, deshalb auch herrscht noch immer der Mythos der "Femme fatale" vor. Böse ist zumeist einzig der Blick auf besonders reizvolle Frauen. Schön, dass Joachim Nagel wohlwollend urteilt. Das spricht dafür, dass er ein kluger, selbstbewusster Mann ist, dessen gelungenes Buch ich an dieser Stelle gerne weiterempfehle.
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