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Feministische Theorie: Frauenbewegung und weibliche Subjektbildung im Spätkapitalismus
 
 
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Feministische Theorie: Frauenbewegung und weibliche Subjektbildung im Spätkapitalismus [Taschenbuch]

Andrea Trumann
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 204 Seiten
  • Verlag: Schmetterling Verlag (Mai 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896575805
  • ISBN-13: 978-3896575807
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,1 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 270.849 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andrea Trumann
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 12.08.2002
Dieses Buch ist offenbar vor allem eines: eine Abrechnung mit der Frauenbewegung seit 1968 aus radikal linker Perspektive. Mit ihrem theoretischen Hauptgewährsmann Michel Foucault erklärt Andrea Trumann alles reformistische Streben nach Verbesserungen der Situation der Frauen schlicht zu staatlicher Bevölkerungspolitik mit anderen Mitteln. Das Ziel vor-foucauldianischer Theorie, "Selbstbestimmung" durch "Subjektwerdung", produziere immer weiter nichts als "Biomacht", also - vereinfacht gesagt - strukturelle Unterdrückung und freiwillige Einordnung ins kapitalistische System. Der Rezensent Jens Kastner ist bemüht, die Argumente der Polemik fair wiederzugeben, führt jedoch den standardliberalen Einwand ins Feld, dass die nicht unbeträchtlichen Erfolge aus dieser Perspektive völlig aus dem Blick geraten. Eher dubios findet er zudem das Staatsverständnis der Autorin, denn hier falle sie hinter Foucault zurück. Der Staat erscheine bei ihr in erster Linie wieder als "Repressionsinstitution" und nicht, wie in Foucaults subtilerer Analyse, als "Knotenpunkt verschiedener Herrschaftstechniken".

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

Die verschiedenen Generationen können und müßten voneinander lernen - Trumann tut hier einen wichtigen Schritt, indem sie kommuniziert und eine mögliche Sicht der Entwicklungsprozesse der Frauenbewegung präsentiert. --Bettina Roß, in literaturkritik.de, 10/2002

Das Buch ist ein ambitionierter Versuch inner-feministischer Kritik im Hinblick auf die umfassende Verwertung des Menschen. Bleibt zu hoffen, dass es mit Anstoß gibt zur neuerlichen Bestandsaufnahme im Inventar (auch post-)feministischer Kritik. --Progress (Magazin der österr. HochschülerInnenschaft), 9/2004


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mad Circus TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Autorin führt in die feministische Theorie anhand weiblicher Subjektbildung im Spätkapitalismus ein und setzt sich insbesondere mit den Subjektvorstellungen Simone de Beauvoirs, den Differenzfeministen ausgehend von Rousseau und der allseits bekannten postmodern-dekonstruktivistischen Theorie Judith Butlers auseinander. Glücklicherweise ist das Buch sehr verständlich geschrieben und es macht streckenweise richtig Spaß zu lesen, da nicht nur die wichtigsten Aspekte der jeweiligen Ansätze diskutiert werden, sondern auch einiges aus der konkreten Zeitgeschichte erwähnt wird und auf aktuelle Problemlagen verwiesen wird. So geht es um Biopolitik, Eugenik, pränatale Diagnostik, die 68er Frauen-Bewegung in spezifischen Formen: Kinderladenbewegung, Weiberräte etc.
Problem bleibt dann aber die Deutung bzw. das Fazit. Erfolgt eine konkrete Kritik immer anhand des vorgestellten Ansatzes und seiner stillen Voraussetzungen, die, so die Tendenz der Deutung, den Kapitalismus mit modernisiert haben und so den Feminismus und seine Forderungen positiv verstoffwechselten und in die Anforderungen des Kapitals integrierten, wird am Schluss des Buches tatsächlich geäußert, dass eine ,,wahre Selbstbestimmung erst in einer wahrhaft freien Gesellschaft möglich ist.,, (S.180). Das ist wieder so tiefrot utopisch gefärbt, dass man nicht weiß, was man sagen soll, weil es auch kein theoretischen Vorschlag gibt, den es nun umzusetzen gelten kann. Worin diese Wahrhaftigkeit der neuen Gesellschaft und der darin lebenden Subjekte bestehen könnte, bleibt unerwähnt und lässt sich nur anhand der Subjektkritiken dechiffrieren. Ob das aber reicht, ist fraglich, da gerade die postmodernen Theorien das Dilemma der großen Löcher versuchten zu verarbeiten, welche solch' universalistischen Postulate in die Realität rissen. Anders ausgedrückt: Stellt sich die Frage nach der wahrhaften Freiheit denn überhaupt noch ?
Denkt man sich den Schluss weg, auch wenn er noch nach so verführerischen Imperativen klingen mag, dann ist dieses Buch eine saubere kritische Impfung gegen die u.a. Dominanz des postmodernen Diskurses ebenso wie zu willfährigen Gleichheitspostulaten der Existenzialisten um Sartre und Beauvoir.
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Format:Taschenbuch
Dieses Buch bietet eine sehr gute Einführung in die Theorie des Feminismus, zeigt die Anfänge der Frauenbewegung, der Queer-theorie und geht auf prägnant auf die wichtigsten VertreterInnen und WegweiserInnen ein. Allerdings muss ich mich dem Vorposter anschließen, dass das Resümee einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Nicht nur wegen dem offenen Postulat einer "freien Gesellschaft", die tatsächlich nicht näher erklärt wird, sondern auch wegen dem einen Absatz darüber lapidar hingeschriebenen Satz, eine Abtreibung sei unter keinen Umständen unmoralisch: denn "Zellklumpen bleibt Zellklumpen". Gerade weil im übrigen Buch die Pränataldiagnostik und Genforschung sehr differenziert und kritisch betrachtet wird und die negativen Konsequenzen für eine Selektion und Diskriminierung von behinderten Leben angesprochen wird, scheint mir der Satz am Schluss sehr widersprüchlich zu sein. Plötzlich ist das (möglicherweise behinderte) Leben, das durch die Möglichkeiten der Medizin in lebenswert und nicht lebenswert klassifiziert wird, nur noch ein "Zellklumpen"...
Sehr gut erscheint mir das Literaturverzeichnis, indem besonders wichtige Quellen und Bücher extra gekennzeichnet sind. Äußerst hilfreich, gerade eben für Leute wie mich, die sich erst in die umfangreiche Literatur zu diesem Thema einlesen müssen.
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