Umschlagtext
Frauen verstehen ihre Theologie als Teil einer umfassenden Befreiungstheologie, die den Strukturen der Beschädigungen des Lebens insgesamt nachspürt und an der Bewahrung des Lebens und der Befreiung arbeitet. Vorrangiges Ziel ist die Versöhnung des Verschiedenen, die das fremde Andere aufmerksam wahrnimmt und in seiner Andersartigkeit respektiert. Hier berührt sich das Frauenbezogene mit dem Ökumenischen. Wir leben als Christen in der Ökumene, bilden in Christus eine Gemeinschaft, die Leiden und Freuden miteinander teilt. Als weltweite soziologische Größe ist die Kirche Jesu Christi verstrickt in Strukturen von Ungerechtigkeiten, Zerstörungen und Konflikten, die die weltweite Menschheit prägen. Dennoch bewahrt der Glaube grundlegende Hoffnungen auf Gerechtigkeit und Freiheit und er setzt sich ein, sie zu verwirklichen. Das wollen die Predigten, Bibelarbeiten und Liturgien dieses Bandes deutlich machen.
Dr. Beate Stierle, Pastorin i.R., arbeitete von 1991 bis 1998 als Dozentin am Ökumenischen Institut in Bossey, das zum Weltrat der Kirchen in Genf gehört.