Bettina Rheims ist in diesem Band wohl eine genaue Beobachterin. Egal, ob die Frauen sich evozieren oder einfach der Betrachterin hingeben, sie wirken echt, auch in mancher Aufgesetztheit oder Starrheit in eigenartiger Komposition.
Sanftheit im Blick ist selten, Bestimmtheit oft anzutreffen, Modisches bewegt sich elegant, Nacktheit ist unglaublich naiv und unschuldig zugleich.
Also keine Provokation, keine politische Aussage?
Das muß jeder sich selbst sagen und die ganz seltene Zusammenstellung von Bewegung von zwei sich Liebenden (58) gibt schon etwas vom Feuer der Sehnsucht wieder, die ebenfalls sicher in der Künstlerin steckt.
Doch zumeist bezwingen die einzelnen Kompositionen von Körperlichkeit, weiblicher, die sich ausdrückt in Bewußtsein, Dasein und im Hinaussehen in eine Welt, die sich sowohl im Kopf wie auch in der Wirklichkeit befindet.
"Female Trouble" von Bettina Rheims ist ein Fanal der ehrlichen Absicht und es ist meistens ästhetischer Genuß, doch nicht nur das.
Das Vorwort von Catherine Deneuve hat seinen eigenen Charme.